Connexion-Emploi

Die führende deutsch-französische Jobbörse

Unsere Tipps um einen deutschen Lebenslauf an einen französischen CV anzupassen

30. August 2011

Ein deutscher Lebenslauf zeichnet sich oft durch einen beschreibenden und detaillierten Stil aus, während der französische Lebenslauf vor allem darauf ausgerichtet ist, den roten Faden in Ihrem Leben kurz und prägnant herauszustellen.

Hier haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, um Ihren Lebenslauf aufs Wesentliche zu reduzieren und so dem französischen Muster auf einer Seite (bzw. auf zwei Seiten für ältere Bewerber) gerecht zu werden.

Die richtige Struktur

Die richtige Struktur kann bereits dabei helfen, die Informationen zu bündeln und so die Länge des Lebenslaufs zu reduzieren. Sollten Sie zum Beispiel in verschiedenen Firmen dieselbe Stellung eingenommen haben, bietet sich eine Einteilung nach Kompetenzen an (Patchwork Lebenslauf), um so Wiederholungen zu vermeiden. Anstatt jeden Job aufzulisten, beginnen Sie damit Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu beschreiben und fügen lediglich eine Liste der Arbeitgeber an, ohne jedes Mal die Tätigkeiten neu aufzuführen.

Passen Sie die Inhalte an die Stelle an

Sie sparen außerdem viel Platz, wenn Sie den Lebenslauf immer an die Stelle anpassen, auf die Sie sich bewerben. Denn so können Sie alle Informationen, die für die Stelle irrelevant sind kürzen oder sogar heraus löschen. So zum Beispiel das erste Praktikum, das Sie je gemacht haben, das aber keinerlei Bezug zu der Stelle hat, vor allem, wenn Sie schon mehr als 5 Jahre Berufserfahrung haben.

Lieber einfach und dafür übersichtlich

Sie müssen immer bedenken, dass die Personalchefs Ihre Bewerbung schon nach einem ersten kurzen Überfliegen bewerten wollen. Daher gilt die Devise: Lieber einfach aber dafür übersichtlich. Vermeiden Sie allzu lange komplexe Sätze und verwenden Sie stattdessen Listen und Aufzählungen. Diese sind sehr viel klarer und übersichtlicher, um auf den ersten Blick die wichtigen Informationen herauszufiltern.

Jede neue Erfahrung verdrängt eine alte!

Am besten aktualisiert man einen Lebenslauf, indem man alte Informationen löscht, sobald man eine neue berufliche Erfahrung einfügt. Wenn Sie schon über 20 Jahre Berufserfahrung verfügen müssen Sie Ihre Praktika aus Studienzeiten nicht mehr erwähnen. Außerdem müssen Sie selbst entscheiden, welche Etappen Ihrer beruflichen Laufbahn für Sie die entscheidenden waren, und nur diese sollten Sie auch etwas detaillierter aufführen. Schließlich wollen Sie den Personalchefs ja auf den ersten Blick Ihre Vorteile präsentieren.

Unternehmen: weniger ist mehr

Auch bei der Beschreibung der Unternehmen, für die Sie gearbeitet haben, können Sie Informationen einsparen. Wer bei Danone tätig war, muss nicht unbedingt erwähnen, dass das Unternehmen zu den führenden Firmen in der Branche gehört, da das bekannt ist. Sie können die Informationen also auf das Wesentliche (Branche, Größe des Unternehmens...) reduzieren, vor allem dann, wenn ein direkter Bezug zu der angestrebten Stelle besteht.

Rubrik Ausbildung an eigenes Profil anpassen

Nach einigen Jahren im Berufsleben werden gewisse Informationen überflüssig. Bei der Bewerbung eines Vierzigjährigen in der Führungsetage ist es uninteressant, wann er seinen Schulabschluss gemacht hat. Sind Sie allerdings gerade mit einer Ausbildung fertig, die Ihre Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet vorantreibt, sollten Sie das natürlich unbedingt erwähnen.

Freizeit

Der Abschnitt über Ihre außerberuflichen Aktivitäten sollte relativ knapp gehalten werden. Der Hinweis darauf, dass man Musik und Kino mag, hat nur dann Sinn, wenn es etwas mit dem angestrebten Beruf zu tun hat oder es sich um eine echt ausgelebte Leidenschaft handelt, ansonsten ist diese Information eher überflüssig. Dasselbe gilt für Sport. Als Leistungssport betrieben kann diese Angabe auf Soft skills wie Disziplin, Ambition und Zielstrebigkeit hinweisen und sind daher sinnvoll in einem Lebenslauf.

Social Network und eigene Profil

Immer häufiger verweisen Bewerber auf die eigenen Profile in beruflichen Network Seiten, was durchaus sinnvoll erscheint, wenn man dem Personaler so die Möglichkeit gibt, dort weitere relevante Informationen über sich zu erfahren.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, zwei Lebensläufe zu schicken. Einen, der zur Einladung zum Vorstellungsgespräch führen soll, und einen weiteren, der Diskussionsgrundlage während des Gesprächs sein kann, ähnlich wie bei Künstlern, die eine Mappe zusammenstellen, um ein variiertes Bild ihrer Arbeiten zu präsentieren.

Ein übersichtlicher und gut durchdachter Lebenslauf kann Ihnen den Weg ebnen, Ihren Traumjob zu bekommen, daher ist es wichtig, ihn immer genau auf die jeweilige Stelle und die allgemeinen Regeln in einem Land anzupassen. Viel Erfolg dabei!