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Entwicklung der Gehälter in Frankreich nach Regionen

In diesem Jahr hat sich in Frankreich das Durchschnittsgehalt von Führungskräften im Vergleich zu 2012 um 0,5 Prozent erhöht. Das geht aus einer Untersuchung der Personalagentur Expectra hervor, die sich mehr als 70.000 Lohnabrechnungen angeschaut hat. Dieser mäßige Anstieg folgt zwei Jahren, in denen das Gehalt deutlich stärker angestiegen ist: 2012 um 2,4 Prozent, 2011 um 2,9 Prozent. Unter den Regionen war es in diesem Jahr Île-de-France, wo die Gehälter mit einem Plus von 0,9 Prozent am stärksten gestiegen sind, verglichen zu den 0,3 Prozent in den anderen Arbeitsmarktregionen.

2013 hat sich die positive Gehaltsentwicklung in Frankreich deutlich abgeschwächt. Die Konjunkturflaute schlägt sich auch auf den Arbeitsmarkt nieder. Und das nutzen Unternehmen, um die Gehälter zu kürzen - oder zumindest nicht mehr ganz so stark ansteigen zu lassen, wie zuvor. Nach einzelnen Bereichen aufgeteilt, zeigt die Studie von Expectra einige deutliche Unterschiede. Während etwa Unternehmen aus den Bereichen IT oder Telekommunikation ihren Führungskräften ein Gehaltsplus von 1,8 Prozent gewähren, blieben die Löhne etwa im Personalbereich oder bei juristischen Jobs praktisch gleich bei einem leichten Aufschlag von 0,2 Prozent. „Das Jahr 2013 markiert die Rückkehr zu mäßigen Gehaltserhöhungen für Führungskräfte. Nach zwei recht guten Jahren setzen sowohl große Konzerne als auch kleine und mittlere Unternehmen beim Gehalt die Schere an. Auch bei Neueinstellungen zeigen die Unternehmen sich zurückhaltend.

Regionale Unterschiede

Während 2012 die Gehälter von Führungskräften in der Provinz um 2,7 Prozent anstiegen, gegenüber einem Plus von nur 1,7 Prozent in der Île-de-France, so sieht es in diesem Jahr genau umgekehrt aus. Führungskräfte in der Île-de-France erhielten 0,9 Prozent mehr Geld, in der Provinz lag der Anstieg bei 0,3 Prozent.

Île-de-France

In der Hauptstadtregion haben sich die Gehälter für Forschungs- und Entwicklungsingenieure mit einem Plus von 6,1 Prozent am stärksten erhöht. Auch wenn die Einstellungen von Ingenieuren sich 2013 um fast 8 Prozent verringert hat, versorgen Unternehmen in der Île-de-France ihre Ingenieure noch am besten und bieten die attraktivsten Gehälter im Land: Im Schnitt erhält ein Ingenieur hier pro Jahr ein Bruttogehalt von 41.590 Euro gegenüber 38.090 Euro in der Provinz. Daneben zählen auch Produktmanager zu den regionalen Gewinnern in der Île-de-France. Sie erhielten 5,9 Prozent mehr Geld. Dabei profitieren sie direkt vom Aufschwung bei Digitaltechnologien und davon, dass sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind - viele Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, die passenden Bewerber zu finden.

Nord-Westen

In dieser Region konnten sich in diesem Jahr Softwareentwickler mit einem Lohnplus von 5 Prozent über den größten Anstieg freuen. Allerdings liegt der durchschnittliche Jahreslohn hier mit 31.030 Euro niedriger als im landesweiten Mittel von 31.180 Euro. Besonders die gesunde Luftfahrtindustrie und der Schiffbau zieht zahlreiche Verfahrenstechniker und Ingenieure an. Deren Gehalt hat sich um 4,3 Prozent erhöht, auf einen Jahresschnitt von 35.850 Euro brutto, der damit unter dem landesweiten Mittelwert liegt.

Rhône-Alpes

Logistikexperten sind hier die Gewinner. Ihre Gehälter stiegen 2013 im Vergleich zu 2012 um 6,3 Prozent. Dennoch: Der durchschnittliche Lohn ist hier niedriger als im Rest der Provinzen, mit 36.580 Euro gegenüber 36.780 im Schnitt aller Provinzen. Einen anderen deutlichen Anstieg gab es für Angestellte im Rechnungswesen, ihre Löhne stiegen um 4,5 Prozent. Das regionale Durchschnittsgehalt für sie liegt bei 37.620 Euro brutto pro Jahr, im Rest der Provinzen ist der Schnitt bei 39030 Euro angesiedelt.

Süd-West

Die deutlichste Gehaltssteigerung verzeichneten hier Einkäufer mit einem Plus von 6,4 Prozent. Allerdings verdienen sie hier im Jahr mit einem Bruttolohn von durchschnittlich 36.610 Euro deutlich weniger als in der Île-de-France, wo Einkäufer im Jahr durchschnittlich 40.830 Euro mit nach Hause nehmen. Im Vergleich zu 2012 gibt es in diesem Jahr wieder mehr Jobangebote für Einkäufer im Süd-Westen. Besonders der stabile Luftfahrtsektor beschert ihnen gute Arbeitsmöglichkeiten. Auch Logistiker haben hier gute Jobchancen, ihr Gehalt stieg um 6 Prozent im Vergleich zu Vorjahr und liegt bei einem jährlichen Bruttoschnitt von 38.340 Euro, im Vergleich zu 36.780 Euro in anderen Provinzen. Die Nachfrage des Marktes stieg gleichzeitig um 9 Prozent.

Provence-Alpes-Côte d'Azur

Entwicklungsingenieure konnten sich hier über eine Gehaltssteigerung von 5,2 Prozent freuen, verglichen mit 2012. Ihr Durchschnittslohn stieg auf 34.700 Euro brutto pro Jahr. Das liegt 4 Prozent unter dem Durchschnitt der anderen Provinzen mit 36.250 Euro. Und verglichen mit der Île-de-France liegt der Unterschied sogar bei 16 Prozent. In Sachen Rechnungswesen und Finanzen zeigt sich die Region recht dynamisch, der Bedarf an Mitarbeitern im regionalen Rechnungswesen ist um 15 Prozent gestiegen.

Nord-Ost

Wie im Süd-Westen kommen auch im Nord-Osten Einkäufer bei der Gehaltsentwicklung am besten weg. Sie erhalten im Jahresvergleich 6,5 Prozent mehr Lohn. Im landesweiten Schnitt stieg ihr Lohn nur um 2,5 Prozent. Allerdings: Hier stiegen nur die Gehälter, nicht aber die Nachfrage nach Einkäufern. Die Einstellungen und Jobangebote blieben auf demselben Niveau wie 2012. Auch Ingenieure aus dem Bereich Forschung und Entwicklung konnten sich über eine Gehaltssteigerung freuen, sie verdienen in diesem Jahr 5,2 Prozent mehr als vergangenes Jahr. Ihr durchschnittlicher Bruttolohn pro Jahr liegt nun bei 38.920 Euro, er ist damit etwas höher als im landesweiten Schnitt, wo er 38.090 Euro beträgt.

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