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Finanzielle Unterstützung in Frankreich für junge Arbeitslose unter 25

Im Juni 2009 ist ein Sozialhilfe-System in Frankreich in Kraft getreten (RSA - Revenu de solidaritéactive), das nun seit September 2010 auch neue Regelungen für junge Leute unter 25 mit sich bringt. Arbeitslose und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen haben die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu beantragen, gekoppelt an Unterstützung bei der Suche nach einer neuen bzw. besseren Arbeitsstelle. Dieses Solidaritätseinkommen kann auch von EU-Bürgern, die in Frankreich einen festen Wohnsitz haben in Anspruch genommen werden, daher hier einige Informationen über Voraussetzungen und Antragstellung für das RSA.

Wer kann RSA jeunes beantragen?

Nach der Einführung der neuen Sozialhilfe RSA anstelle der Sozialhilfe (RMI - revenu minimum d'insertion) und der Unterstützung für Alleinerziehende (API - allocation de parent isolé) wurde das Angebot im letzten Jahr auch auf junge Leute ausgeweitet, die bisher keine Ansprüche auf Unterstützung hatten. Antragsberechtigt für RSA Jeunes sind Franzosen und EU-Bürger mit festem Wohnsitz in Frankreich (auch in den Überseegebieten) unter 25 Jahren, die in den letzten 3 Jahren vor Antragsstellung mindestens 2 Jahre in Vollzeit gearbeitet haben. Neben momentan arbeitslosen Personen können sich auch Personen bewerben, die eine Arbeitsstelle haben, deren Verdienst aber nicht zum Lebensunterhalt ausreicht. In Abhängigkeit von der familiären Situation und dem eventuellen Einkommen errechnen sich die Zahlungen.

Leistungen und Pflichten

Durch dieses System soll aber nicht nur soziale und finanzielle Unterstützung geleistet, sondern auch darüber hinaus Hilfe angeboten werden. Wer diese Bezüge erhält, ist dazu verpflichtet aktive Stellensuche zu betreiben und kann dabei von den Mitarbeitern des Pôle Emploi (französische Arbeitsagentur) beraten und unterstützt werden. Somit soll ein Anreiz geboten werden, wieder einen Einstieg ins Berufsleben zu finden bzw. seinen beruflichen Lebensweg weiter auszubauen. Da RMI und API zu einer RSA kombiniert wurden, wird das ganze System zudem übersichtlicher für Antragsteller und Kassen.

Die Anträge müssen bei der jeweils zuständigen Familienbeihilfekasse (CAF - Caisse d'Allocations Familiales), der Landwirtschaftlichen Genossenschaftskasse (MSA - Caisse de la Mutualité Sociale Agricole), dem Generalrat oder Gemeinde- oder interkommunale Zentrum für soziale Aktion (Centre communal/intercommunal d'action sociale) gestellt werden und können online heruntergeladen werden.

Auf den offiziellen Seiten des Ministeriums für Soziales zum Thema RSA haben Sie die Möglichkeit vorab zu prüfen, ob Sie Anspruch auf Leistungen haben (und wenn ja in welcher Höhe) und direkt die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Kasse vor Ort zu erfahren.