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Top 20 der Ingenieurschulen in Frankreich im Jahr 2022

Top 20 der Ingenieurschulen in Frankreich im Jahr 2022

Die Art der Hochschule und damit die Qualität des Abschlusses spielt in Frankreich eine sehr große Rolle bei der zukünftigen Arbeitssuche. Deutschen Personalern sind bestimmte französische Hochschulen und Abschlüsse allerdings weniger bekannt. Ingenieurschulen gehören zu den angesehensten Hochschulen Frankreichs. Dabei haben die Absolventen einen zunehmenden Einfluss auf die Gehaltstabellen der Unternehmen. Als deutscher Austauschstudent, erhöhen Sie mit einem Studium an einer Ingenieurschule Ihre Berufschancen enorm. Wir stellen Ihnen die Top 20 der Ingenieurschulen in Frankreich 2022 vor.



Ausbildung von Ingenieuren in Frankreich

1. Ausbildung von Ingenieuren an Ingenieurschulen in Frankreich

In Frankreich werden Ingenieure an Ingenieurschulen (Écoles d'Ingénieurs), das sind zu den Grandes Écoles zählende Elitehochschulen, und an Universitäten ausgebildet.

Der Vorteil der Grandes Écoles gegenüber den Universitäten liegt in der stärker berufspraktischen und weniger forschungsorientierten Ausrichtung der Ausbildung: Projekte und Praktika sind überwiegend an die Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasst. Dadurch haben Absolventen dieser Ingenieurschulen verhältnismäßig hohe Berufschancen.

Die Art der Ausbildung ist in etwa mit dem erweiterten Ingenieurwesen Studium an einer Fachhochschule in Deutschland gleichzusetzen und hat Master-Niveau. Insgesamt gibt es an den ca. 240 Ingenieurschulen in Frankreich jedes Jahr 26 000 Absolventen, die das Studium mit einem Diplom abschließen.


2. Ausbildung von Ingenieuren an einer französischen Universität

Aber auch an einer Universität kann man den Abschluss als Ingenieur erhalten. Das Studium an einem Institut Universitaire Professionnalisant (IUP), ein praxisnahes Universitätsinstitut, entspricht einem Studium an einer technischen Universität in Deutschland.

Nach einem Abschluss an einem IUP ist man in der Regel spezialisierter, als die Absolventen einer Grande École, wo die "ingénieurs diplômés" eher über allgemeinere Kenntnisse verfügen und daher auch als "ingénieurs généralistes" bezeichnet werden. Durch den geringen Grad der Spezialisierung sind die Absolventen der Grandes Écoles vielseitiger auf dem Arbeitsmarkt einsetzbar.

Die Bezeichnung für beide Ingenieur-Arten ist zwar gleich, allerdings wird der Unterschied eher in der Bezahlung deutlich: Absolventen einer Grande École verdienen meistens deutlich mehr.



Top 20 der französischen Ingenieurschulen

3. Top 20 der französischen Ingenieurschulen

Folgend finden Sie das Ranking 2022 der Ingenieurschulen in Frankreich von L'Etudiant. In diesem Jahr wurden 172 französische Hochschulen gründlich unter die Lupe genommen. Ob öffentliche oder private Schulen: alle eingestuften Ingenieurstudiengänge besitzen den Abschlussgrad Master und sind von der Titelkommission zur Verleihung des Ingenieurstitels ermächtigt.

Ranking Name der Ingenieurschule Punktzahl
1. École polytechnique, école d'ingénieur - Palaiseau 55
2. Télécom Paris 54
3. CentraleSupélec 52
4. École des Ponts ParisTech - Marne-la-Vallée 51
5. Mines ParisTech 50
6. IMT Atlantique 50
7. ENSTA Paris 49
8. Mines Nancy 47
9. École Centrale de Lille 46
10. INSA Lyon 46
11. École Centrale de Lyon 45
12. École Centrale de Nantes 45
13. ISAE-SUPAERO de Toulouse 45
14. Arts et Métiers Sciences et Technologies 44
15. Grenoble INP - Ensimag 44
16. Université de Technologie de Compiègne (UTC) 44
17. École des Mines de Saint-Étienne 43
18. ENSAE Paris 43
19. Grenoble INP-Phelma 43
20. ENSEEIHT - INP Toulouse 42

(Quelle: L'Étudiant)

Dieses Ranking ist eine Kopie des Schuljahres 2020-2021. Ein Zeitraum, der besonders von der Krise im Zusammenhang mit Covid, Fernkursen und zwei Ausgangssperren geprägt ist.

Jobmessen für Studierende, also eine gute Möglichkeit für Studenten direkt mit den Unternehmen in Kontakt zu treten, mit dem Ziel, Angebote für Praktika, duale Studiengänge und Arbeitsplätze zu erhalten, waren schwieriger zu organisieren. Mehrere Schulen, die ihre Veranstaltungen absagen mussten, verloren bei diesem Kriterium viele Punkte.


4. Spezialisierungen der verschiedenen Hochschulen

Institut National des sciences appliquées (INSA): Aufgrund der stark industriell geprägten Ausbildung ist ein Diplôme de l'INSA ein angesehener Abschluss. In Frankreich gibt es 5 Hochschulen, die INSA genannt werden (Lyon, Rennes, Rouen, Straßburg und Toulouse). Jede Hochschule bietet in verschiedenen Fachbereichen unterschiedliche naturwissenschaftliche Vertiefungsrichtungen an. Neben des Erwerbs fachlicher Qualifikationen wird auf Mehrsprachigkeit Wert gelegt. Es existieren viele Kooperationen mit ausländischen Universitäten, und auch der Anteil ausländischer Studenten an den Hochschulen selbst liegt relativ hoch. Mit vielen Hochschulen außerhalb Frankreichs gibt es Kooperationsvereinbarungen, die den Erwerb eines Doppeldiploms ermöglichen.

Université de technologie de Compiègne (UTC): Diese Uni wurde 1972 gegründet. Die wichtigsten Aufgaben der UTC sind Bildung, Forschung und Technologietransfer. Die UTC arbeitet mit Gesellschaft und Wirtschaft zusammen und bietet technische Abschlüsse, Master und Promotionen.

École Supérieure Chimie Physique Électronique de Lyon (CPE Lyon): Sie wurde 1994 als ein Zusammenschluss von zwei Grandes Écoles, dem Institut de Chimie et Physique Industrielles de Lyon (ICPI Lyon) sowie der École Supérieure de Chimie Industrielle de Lyon (ESCIL), gegründet. Die Hochschule besitzt ein Netzwerk von ca. 180 Industriekooperationen mit Firmen aus dem In- und Ausland. Außerdem bestehen Partnerschaften mit 77 Universitäten.

École Centrale d'Électronique Paris (ECE Paris): Hier werden in erster Linie Ingenieure in dem Bereich Informationstechnologie (Informationssysteme, Telekommunikation, Rechnernetze, eingebettete Systeme, Finanzen, Multimedia) ausgebildet.

Université de Technologie de Troyes (UTT): Diese Universität im nordfranzösischen Troyes ist eine von drei Technischen Universitäten in Frankreich. Die UTT ist eine Mischung zwischen einer Ingenieurschule und einer herkömmlichen Universität.

École d'ingénieurs (EPF): Es handelt sich um eine Ingenieurschule in Sceaux, mit einer Niederlassung in Troyes. Der verliehene Abschluss ist Ingénieur EPF. Sie ist heute eine der Grandes Écoles für Ingenieure in Frankreich, wo der Prozentsatz an Frauen vergleichsweise hoch ist (33 % im Gegensatz zum nationalen Durchschnitt von 25 %).

École de l'Innovation Technologique (ESIEE Paris): Diese Schule bietet High-Level-Kurse für Ingenieure an, die in der Informations- oder Kommunikationswissenschaft bzw. Technologie Karriere machen wollen (Führungspositionen in High-Tech Unternehmen).

École Polytechnique - Palaiseau: Diese Hochschule zählt zu den angesehensten Elitehochschulen in Frankreich. Sie ist besonders für ihr Ingenieurstudium Polytechnicien bekannt, sie bietet aber auch Master- und Promotionsstudien an. Sie gehört zur ParisTech.

École Centrale Paris (ECP): Sie ist eine französische Ingenieursschule in Châtenay-Malabry in der Region Paris. Innerhalb von drei Jahren werden hier generalistische Ingenieure hohen Niveaus, hauptsächlich für die Wirtschaft, ausgebildet.

École des Mines de Paris: Es handelt sich um eine französische Bergbau-Hochschule und eine der berühmtesten Bergakademien Frankreichs. Sie ist eines der Gründungsmitglieder des Institutes für Wissenschaft und Technologien (Paris Tech), einem Verbund elf verschiedener technischer Universitäten in Frankreich.

École des ponts ParisTech - Marne-la-Vallée (ENPC): Diese Grande École ist auf das Bauwesen spezialisiert. Seit 2008 tritt sie unter dem Namen École des ponts ParisTech auf, um ihre Zugehörigkeit zu ParisTech zu dokumentieren, zu dessen Gründungsmitgliedern sie gehört. Die traditionellen Kernkompetenzen der Hochschule sind Bauingenieurwesen, Umweltwissenschaften, Verkehrswesen, Stadt- und Regionalplanung, Mechanik, Industrie-Management und Logistik. Die Ausbildung der ENPC reicht von angewandter Mathematik bis hin zur Ökonomie und Management.

Télécom ParisTech: Sie ist eine öffentliche Ingenieurschule mit den Schwerpunkten im Gebiet der Informationstechnologien. Sie bildet Ingenieure aus, die in der Lage sein sollen, auftauchende Problematiken in den Wissenschaften, Informationstechnologien und der Kommunikation zu verstehen.

Arts et Métiers ParisTech: Es ist eine öffentliche Grande École für die Ausbildung von Ingenieuren.

École Supérieure d'Électricité (Supélec): Diese französische Ingenieurhochschule bildet innerhalb von drei Jahren Elektrotechnik-Diplomingenieure aus (jedes Jahr ungefähr 440 Ingenieure).

Institut Supérieur de l'Aéronautique et de l'Espace (ISAE): Sie bildet innerhalb von drei Jahren Luftfahrt-Ingenieure aus. Sie ist ein Zusammenschluss der École Nationale Supérieure de l'Aéronautique et de l'Espace (SUPAERO / ENSAE) und der École Nationale Supérieure d'Ingenieurs de Constructions Aéronautiques (ENSICA).

AgroParisTech: Es handelt sich um ein französisches Institut für Bildung und Forschung und gehört der ParisTech an.

École Nationale Supérieure de Techniques Avancées (ENSTA ParisTech): Diese französische Ingenieursschule bildet innerhalb von drei Jahren Ingenieure aus. Die staatliche Schule wurde 1741 gegründet. Sie gehört heute zu ParisTech.



Studiengebühren variieren stark

5. Studiengebühren variieren stark

Die jährlichen Studiengebühren für eine Ingenieurschule schwanken von Schule zu Schule sehr stark. Bei den teuersten Schulen kann die Summe mehr als 10.000 Euro pro Jahr betragen.

Private Schulen haben zwar den Ruf, teurer zu sein, aber einige von ihnen sind immer noch erschwinglicher als einige staatliche Schulen. Bei den öffentlichen Schulen gibt es je nach Status große Unterschiede bei den Schulgebühren. Während fast 100 öffentliche Schulen 601 Euro Studiengebühren verlangen, können die Gebühren in anderen Schulen mehrere Tausend Euro betragen.

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