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Arbeitsmarkt in Frankreich 2020: deutsche und französische Unternehmen auf Personalsuche

Arbeitsmarkt in Frankreich 2020: deutsche und französische Unternehmen auf Personalsuche

Wie sehen die Prognosen für den Arbeitsmarkt 2020 in Frankreich aus? Was müssen deutsche Bewerber bei der Jobsuche beachten? Jérôme Lecot, Geschäftsführer der deutsch-französischen Personalvermittlung Eurojob-Consulting äußert sich zu den Perspektiven für deutsche Arbeitnehmer in Frankreich. Er hat Einblick in aktuelle Studien, verfolgt die Entwicklungen auf dem deutschen und französischen Arbeitsmarkt von Nahem und teilt hier sein Wissen in Bezug auf die neuesten Arbeitsmarkttrends.

Positiver Ausblick, der in Frankreich tätigen deutschen Unternehmen auf den Export für 2020

Es gibt gute Nachrichten! Laut einer Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer (CFACI) unter deutschen Unternehmen in Frankreich, sind die deutschen Niederlassungen sehr zuversichtlich, was den Außenhandel angeht. Deutschland bleibt der zweitgrößte ausländische Investor in Frankreich bezogen auf die Anzahl der Ansiedlungsprojekte (148 allein im letzten Jahr). Laut AHK sind mehr als 312.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Insgesamt interagieren über 4 500 deutsche Unternehmen mit der französischen Wirtschaft.

Positiver Ausblick, der in Frankreich tätigen deutschen Unternehmen auf den Export für 2020

Die Mehrheit der exportorientierten Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit stabilen Exporten. Deutsche Firmen bestätigen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld Frankreichs im Laufe der zurückliegenden zwei Jahren verbessert hat. Ein Grund dafür sind unter anderem Entwicklungen in der Regierung. Die Beziehung zwischen Unternehmen und Staat befindet sich im Wandel.

43% aller Unternehmen planen Investitionen in Frankreich. Zum Vergleich: im Jahr 2016 waren es nur 27%. Dies deutet auf eine erhebliche Erholung des Vertrauens in den französischen Wirtschaftsraum hin.

Gute Aussichten für die Entwicklung des französischen Arbeitsmarktes

Der Personaldienstleister Manpower Frankreich hat mit seinem Arbeitsmarktbarometer für das erste Quartal 2020 herausgefunden, dass die Unternehmen in Frankreich den Arbeitsmarkt so positiv bewerten wie seit zwölf Jahren nicht mehr.

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Wenn man die verschiedenen französischen Regionen vergleicht, dann wird deutlich, dass momentan in allen fünf untersuchten Regionen die Arbeitgeber mit einer positiven Nettobeschäftigung für das erste Quartal 2020 rechnen. Besonders positiv werden die Regionen Centre-Ouest und Ile-de-France bewertet mit +9% bzw. +8%. Doch auch die drei weiteren Regionen rechnen mit Wachstum.

Es scheint insgesamt positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in Frankreich zu geben.
Die Bereitschaft für Neueinstellungen steigt im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 3% an. Eine sehr positive Entwicklung also, die es zu verfolgen gilt.

Gute Aussichten für die Entwicklung des französischen Arbeitsmarktes

Quelle: Manpower

Branchenübergreifend wird mit mehr Neueinstellungen in Frankreich gerechnet

Im ersten Quartal 2020 planen Arbeitgeber aus 9 von 10 in die Studie einbezogenen Kategorien, Neueinstellungen.

In den Sektoren der Hotellerie, Gastronomie, der Baubranche sowie in Großkonzernen wird die Lage besonders optimistisch eingeschätzt und mit einem Anstieg der Nettobeschäftigung gerechnet. Doch auch im Handwerk, in der Versicherungs- und Immobilienbranche sowie im öffentlichen Dienst wird die Entwicklung positiv bewertet.

Auch einem Bericht des Magazins L'Usine Nouvelle zufolge, entspannt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in 2020 deutlich. Der Bericht beruft sich auf eine Studie der Adecco Gruppe (Data Emploi et Territoires), laut derer, im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Anstieg von 3,5% bei Neueinstellungen zu rechnen ist. Dies entspricht 125 400 zusätzliche Stellen. Das sind wirklich positive Aussichten.

Anstellung in einem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als krisensichere Option?

Die großen Unternehmen sind eigentlich die, die - gemessen an der Menge - am meisten Mitarbeiter einstellen, wenn man sich allerdings die Unternehmen ansieht, welche der Krise 2009 am besten widerstanden haben, sind es die KMUs (PME), die kleinen und mittleren Unternehmen eben bzw. die Industriebetriebe auf regionaler Ebene.

Man sollte trotz der Möglichkeiten und Chancen vorsichtig bleiben und es sich gut überlegen, bevor man einen Arbeitsplatz kündigt. Gleichzeitig sollte man aber auch im Hinterkopf behalten, dass jeden Tag auch neue Positionen entstehen.

Wirtschaftskrise hat weiterhin leichte Auswirkungen auf den Einstellungsprozess französischer Unternehmen

Es kann sein, dass der Einstellungsprozess etwas länger dauert, also dass es fünf oder mehr Vorstellungsgespräche gibt, und es wird häufig auf Zeitarbeitsfirmen zurückgegriffen, um sich Bewerber anzusehen. Dies deutet auf eine gewisse Vorsicht hin, aber es werden weiterhin unbefristete Verträge (CDI) ausgeschrieben und vergeben.

Leichte Besserung der Arbeitsmarktsituation in Frankreich, doch Deutschland weiter stabiler

Für Hochschulabsolventen, die 2019 auf den Arbeitsmarkt gekommen sind, ist es mit 20,8% Jugendarbeitslosigkeit weiterhin nicht einfach, auch wenn eine leichte Besserung eingetreten ist. Daher haben es junge deutsche Bewerber, die in Frankreich arbeiten wollen, mit einem im Grunde gesättigten Markt zu tun. Das betrifft aber auch ältere Arbeitsuchende.

Leichte Besserung der Arbeitsmarktsituation in Frankreich

Deutlich wird es in der Anzahl der prekären Arbeitsverträge, also befristete Verträge (CDD) oder Zeitarbeitsverträge (interim). Im Vergleich dazu bietet der deutsche Arbeitsmarkt aktuell eine Sicherheit, die es so auf dem französischen Markt nicht gibt.

Praktische Informationen über Unterschiede zwischen dem deutschen und französischen Bewerbungsprozess

Da das Brutto-Gehalt in Frankreich geringer als das in Deutschland ausfällt und häufig Informationen fehlen, wirken die Gehaltsforderungen von deutschen Bewerbern häufig überzogen.

Dafür bietet Eurojob-Consulting eine kostenlose persönliche Gehaltsschätzung passend zum jeweiligen Profil an. Bei dieser Schätzung werden die Differenz von Netto- und Bruttogehalt und regionale Unterschiede miteinbezogen.

Auch die Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche müssen gut vorbereitet werden. Beispielsweise ist der französische Lebenslauf ganz anders aufgebaut als etwa ein deutscher, Zeugnisse werden meist gar nicht verlangt.

Informationen zu all den Besonderheiten des Lebenslaufs, Anschreibens und der Vorstellungsgespräche in Frankreich können in unseren praktischen Tipps zum Bewerben in Frankreich nachgelesen werden. Außerdem bieten wir einen Übersetzungsservice sowie ein Coaching an, um deutsche Bewerber bei ihrem Wunsch nach Frankreich auszuwandern zu unterstützen.

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