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Jobwechsel: Deutsche sind weniger mobil als die Franzosen

8. Dezember 2014

Weltweit sind im Schnitt zwei Drittel aller Arbeitnehmer bereit, in einem anderen Land zu arbeiten. Eine Ausnahme sind die Deutschen: Von ihnen würde etwa die Hälfte für eine Arbeitsstelle ins Ausland ziehen. Das geht aus der Studie "Decoding Global Talent" hervor, die die Boston Consulting Group gemeinsam mit der Stellenbörse StepStone durchgeführt hat. Bei dieser Untersuchung zum Thema Mobilität wurden Mitte des Jahres rund 200.000 Arbeitnehmer in 189 Ländern befragt.

Franzosen ziehen lieber um als Deutsche

Die Studie zeigt unter anderem, dass besonders Arbeitnehmer aus wirtschaftlich wenig entwickelten Ländern bereit sind, ins Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten. Platz eins nimmt Pakistan ein. Von den hier befragten Personen sagten ganze 97 Prozent, sie könnten es sich vorstellen, für den Job in ein anderes Land zu ziehen.

Aber auch einige große Industrienationen spielen ganz vorne mit in Sachen Mobilität. In Frankreich sagten 94 Prozent Ja zu einem Länderwechsel, in der Schweiz waren es 77 Prozent und damit 33 Prozent mehr als in Deutschland. Im Gesamtvergleich rangiert Deutschland 20 Prozent unter dem Durchschnitt, der bei etwa 64 Prozent liegt. Die meisten befragten Deutschen wollen demnach in die Schweiz (37 Prozent), in die USA (35 Prozent) und nach Großbritannien (33 Prozent).

Viele Berufstätige wollen nach Berlin

Bei ausländischen Arbeitnehmern ist Deutschland das beliebteste nicht-englischsprachige Zielland. Besonders Südeuropäer, etwa Serben oder Bürger Bosnien-Herzegowinas, haben Deutschland im Blick. Aus diesen Ländern sagten 73 bzw. 64 Prozent, sie würden gerne in Deutschland arbeiten. Dem gegenüber würden in den Niederlanden und in Finnland jeweils etwa die Hälfte der befragten Arbeitnehmer für einen Job nach Deutschland ziehen.

Unter den zehn beliebtesten Städten weltweit rangiert Berlin. Deutschlands Hauptstadt belegt dabei Platz 6. Die ersten drei Plätze nehmen London, New York und Paris ein.

Für die meisten befragten Arbeitnehmer war nicht das Gehalt das wichtigste Kriterium, was einen Job angeht. Die Mehrheit sagte, sie wolle sich in ihrem Job weiterentwickeln können, Wertschätzung erfahren und ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern haben. Das müssen auch Arbeitgeber berücksichtigen und entsprechend darstellen. Nur so können sie es vermeiden, dass angesichts der hohen Bereitschaft zur Mobilität die besten Köpfe abwandern.

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