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Praktikum in Frankreich: Ein erster Schritt zur festen Stelle

Ein Praktikum ist eine ideale Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln, Unternehmen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Besonders interessant sind dabei Praktika im Ausland. Wie nutzt man ein Praktikum in einem französischen Unternehmen als Sprungbrett für eine anschließende Festanstellung? Und worauf sollte man achten, wenn man ein Praktikum in Frankreich machen möchte?

Zunächst einmal gilt für ein Praktikum im Ausland, dass man vorab eine Reihe von Fragen klären sollte. So muss sichergestellt sein, dass man sich für den gewünschten Zeitraum überhaupt in dem jeweiligen Land aufhalten kann. Darüber hinaus sollte man sich darüber informieren, ob und welcher Versicherungsschutz sinnvoll ist und wie sich die Unterkunft und die Betreuung gestalten könnte.
Diese Fragen sollten allesamt relativ frühzeitig geklärt werden. Auf diese Weise können Sie die Umsetzbarkeit des Praktikums im Ausland überprüfen und einen realistischen Plan entwerfen.

In unserer Broschüre Praktikum in Frankreich finden Sie weitere praktische Aspekte für die Praktikumssuche in Frankreich. Eine kürzlich veröffentlichte Studie gibt außerdem zusätzlich Aufschluss darüber, bei welchem Praktikums-Typ Sie in Frankreich mit einer anschließenden Festanstellung rechnen können.

Die im März 2012 veröffentlichte Studie des CEREQ (Centre d'études et de recherches sur les qualifications) hat gezeigt, dass Praktika die Chancen erheblich erhöhen können, den Einstieg in ein Unternehmen zu finden.

Für die Studie wurden 6911 junge Hochschulabsolventen in Frankreich, die ein Praktikum von einer Dauer von mindestens einem Monat absolviert haben, drei Jahre später dazu befragt, in welchem Maß das Praktikum für ihren Berufseinstieg nützlich gewesen ist.
Die erste Erkenntnis: Praktikum ist nicht gleich Praktikum: „Die Untersuchung hat gezeigt, dass nicht jedes Praktikum automatisch ins Berufsleben führt."

Die Mini-Serie "Blagbastards" handelt von nahezu alle Themen des täglichen Lebens. Dieses Mal beschäftigt sie sich mit dem Leben eines Praktikanten... der ein ziemlich schlechtes Praktikum machen muss!

Die Praktikumsdauer spielt eine wichtige Rolle für eine spätere Einstellung

Die zweite Erkenntnis: Wenn Sie sich dazu entscheiden ein Praktikum zu machen, sollte es lieber von längerer Dauer sein, also länger drei Monate sein. Bei 42 % der im Rahmen der Studie befragten Hochschulabsolventen hat das Praktikum mindestens solange gedauert. Insgesamt haben sie sich in diesem Zeitraum viel besser in das Unternehmen integrieren können, als Praktikanten, die kürzere Praktika absolviert haben. 64 % von ihnen sagen, dass sie mindestens täglich Kontakt mit ihrem Ansprechpartner gehabt haben. Und mehr als ¾ erklären, dass sie auch nach Abschluss des Praktikums weiter mit ihm in Kontakt geblieben sind. Außerdem werden sie allgemein auch besser bezahlt.

Als die Mindestvergütung von für Praktikanten noch nicht Gesetz war, wurden 80 % der Praktikanten, die ein Praktikum von einer mindestens 3 Monaten gemacht haben, mit mehr als 250 Euro entlohnt. Zudem gilt ein Praktikum von längerer Dauer mehr. „Es erhöht die Wahrscheinlichkeit eine Anstellung in dem Unternehmen zu bekommen, in dem man auch das Praktikum gemacht hat", erklärt das CEREQ. Fast 28 % der Hochschulabsolventen, die ein längeres Praktikum absolviert haben, wurden im Anschluss auch in dem Unternehmen angestellt, gegenüber 17 %, die ein kürzeres Praktikum gemacht haben.

Die Vergütung des Praktikums hat auch einen Einfluss

Umso höher die Vergütung des Praktikums gewesen ist, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit, im Anschluss eine feste Anstellung zu bekommen. So wurden nur 17 % der Praktikanten, die während eines längeren Praktikums nicht bezahlt wurden, später von dem Unternehmen übernommen, bei dem sie ihr Praktikum absolviert haben.

Und schließlich hat die Art des Praktikums auch einen Einfluss auf die spätere Bezahlung. "Die Dauer eines Praktikums (sechs Monate) und die Bezahlung (mehr als 700 Euro) beeinflussen die Höhe der Gehälter beim Berufseinstieg. In dem Fall werden Praktika von dem Unternehmen als eine Art Einstellungstest angesehen und wie echte Berufserfahrung, die dem Absolventen bei der Höhe seines Gehalts zugute kommt." fasst die Studie zusammen.

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