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Einstellung von Absolventen in Frankreich: Berufe und Branchen für den Karrierestart

Einstellung von Absolventen in Frankreich: Berufe und Branchen für den Karrierestart

Einen Fuß auf den französischen Arbeitsmarkt zu setzen, war für Universitätsabsolventen noch nie so kompliziert, wie zur Pandemiezeit. Unzureichende Stellenangebote sowie Kurzarbeit, erschwerten im vergangenen Jahr die Arbeitssuche, dennoch zeigen die Prognosen für 2021 eine Verbesserung der Situation. Wie die Chancen für Young Professionals in Frankreich stehen und welche Branchen weiterhin regelmäßig einstellen, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

1. Konkurrenzkampf unter jungen Absolventen
2. Wo weiterhin in Frankreich rekrutiert wird
3. Unsere 10 Tipps für deutsche Absolventen bei der Jobsuche in Frankreich





1. Konkurrenzkampf unter jungen Absolventen

Dem Barometer der Association pour l'emploi des cadres (Apec) zufolge, befindet sich ein Viertel der französischen Masterabsolventen des Jahrgangs 2019 auf Arbeitssuche. Davon fanden lediglich 69 % eine Stelle in den ersten 12 Monaten nach Erhalt des Diploms. Vergleicht man diese Zahlen mit dem Jahr 2019, in dem die meisten Neueinstellungen vorgenommen wurden (etwa 85 %), lässt sich ein Nachlass von ganzen 11 % feststellen.

Doch auch wenn die Prognosen für 2021 in Frankreich positiv aussehen, können die Zahlen von 2019 nicht aufgeholt werden. Folglich treffen Absolvierende der Jahrgänge 2019 und 2020 aufeinander, und die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt steigt. Vor allem die Studienfachwahl spielt eine entscheidende Rolle bei der Jobsuche. Masterabsolventen der Naturwissenschaften finden dabei um 21 % schneller eine Anstellung als Sprach- und Literaturwissenschaftler.





2. Wo weiterhin in Frankreich rekrutiert wird

Dieses Bild zeichnet sich auch in den Sektoren ab, wo weiterhin fleißig eingestellt wird. Das Job-Netzwerk LinkedIn hat kürzlich die Ergebnisse seines ersten Barometers für junge Hochschulabsolventen in Frankreich veröffentlicht.

Basierend auf tausend veröffentlichten Anzeigen, vom 1. Januar bis zum 31. März 2021, ließ sich eine besonders hohe Einstellungsquote in den Bereichen IT und Industrie feststellen. Diese beiden Berufsfelder gelten laut APEC, mit einer Gesamtanzahl von rund 2,7 Millionen, als "Motoren" der Neueinstellungsvorhaben in diesem Jahr.

Informatik und Vertrieb

Wenig überraschend gelten diese beiden Branchen bei Neuanstellungen als Gewinner. Das Umstellen vieler Unternehmen auf die Arbeit im Home Office, hatte nicht nur zur Folge, dass Arbeitsplätze weiterhin erhalten werden konnten, sondern auch neue kreiert wurden.

In der IT-Branche werden die meisten der jungen Absolventen aus den französischen Eliteschulen unterkommen. Vor allem werden Entwickler von .NET/, Java/J2EE, Berater bei MOA, Systemingenieure oder Spezialisten in der Systemsicherheit gesucht. Sowohl in der IT-Branche als auch im Vertrieb wurden im ersten Quartal des Jahres am meisten Stellen angeboten. Damit erreichen beide Berufe eine Neueinstellungsquote von jeweils rund 20 %, trotz Krise.

Industrie

Auch die Stellenangebote in der französischen Industrie bleiben weiterhin konstant. Dabei planen Arbeitgeber rund 16 % mehr Neuanstellungen von Führungskräften.

Im Jahr 2020 zählte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE, der weltweite Marktführer der Luxusindustrie, zu den Hauptarbeitgebern des Landes. Rund 14 700 Neueinstellungen wurden in diesem Zeitraum vorgenommen. Unbefristete Arbeitsverträge wurden in diversen Bereichen des Unternehmens vergeben, unter anderem auch im Bereich Marketing und Verkauf.

Automobil und Technologie

In der französischen Automobilbranche liegt vor allem die PSA Groupe weit vorne. Die Automobilgesellschaft nahm 2020 rund 1 300 Neueinstellungen vor. Auch der Technologiekonzern Safran S.A., mit Sitz in Paris, gehörte im vergangen Jahr zu den führenden Arbeitgebern Frankreichs.

Digital Engineering

Auch wenn Segula Technologies, führender Arbeitgeber im Bereich der digitalen Technologien in Frankreich, vergangenes Jahr seine Zahl der Neueinstellungen reduziert hat, zeichnet sich bei anderen bekannten Konzernen eine steigende Tendenz zu Neubeschäftigungen ab.

Der digitale Dienstleister Capgemini zählt unter anderem dazu. Das Unternehmen optimiert durch seine Technologien zum einen die Logistik im medizinischen Bereich, aber agiert auch im Energiesektor und hilft bei der Reduzierung von Treibhausgasen im Rahmen der Dekarbonisierung Europas.





3. Unsere 10 Tipps für deutsche Absolventen bei der Jobsuche in Frankreich

Manuelle Malot, Direktorin für Karriere und Studieninteressierte an der Edhec Management School, gibt hilfreiche Tipps für junge Absolventen bei der Jobsuche in Frankreich.

  1. Die Initiative ergreifen: Hierbei steht vor allem das eigene Handeln im Vordergrund. Wichtig ist es, nicht darauf zu warten, dass der Traumjob vom Himmel fällt, sondern aktiv danach zu suchen. Hilfreich ist, alte Arbeitgeber, Familienmitglieder oder andere Personen aus dem eigenen professionellen Netzwerk zu kontaktieren und sich nach Stellen zu erkundigen.

  2. In ein Unternehmen eintreten: Aufgrund der Pandemie konkurrieren drei Jahrgänge junger Absolventen auf dem Arbeitsmarkt (2019, 2020, 2021). Die Arbeitsangebote für Junioren bleiben auch weiterhin begrenzt. Dabei helfen Praktika einen Fuß in Unternehmen zu setzen und zukünftig nützliche Kontakte zu knüpfen.

  3. Bei dem beruflichen Vorhaben in drei Jahren entschlossen bleiben: Das Arbeiten am eigenen Karriereplan bringt sowohl Klarheit als auch persönliche Reife mit sich. Gerade in Zeiten der Pandemie, ist es weiterhin wichtig an den persönlichen Zielen zu arbeiten.

  4. Sich helfen lassen: Man sollte keinesfalls davor scheuen bei erfahrenen Personen aus der Branche um Hilfe zu bitten, um sich bestmöglich auf das Bewerbungsverfahren einzustellen.

  5. Hervorheben der eigenen Softskills: Personaler in Frankreich achten vor allem auf die Softskills eines Bewerbers. Dabei handelt es sich um persönliche Kompetenzen, die während der Schulzeit, Praktika oder anderen persönlichen Erfahrungen erworben wurden. Diese spielen gerade dann eine entscheidende Rolle, wenn man nur wenig berufliche Erfahrungen vorweisen kann.

  6. Sich auf Jobbörsen bewerben: Wie auch in Deutschland wird heute immer häufiger auf sozialen Netzwerken, wie LinkedIn oder XING rekrutiert. Allerdings veröffentlichen viele Arbeitgeber ihre Angebote auf Jobbörsen aus. In Frankreich gehören dazu Cadremploi oder Apec.

  7. Sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten: Wichtig ist hierbei vor allem das Hervorheben der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen und inwiefern sich diese von anderen unterscheiden.

  8. Sich darauf vorzubereiten zu scheitern: Durchhaltevermögen gehört als junger Mensch während der Arbeitssuche in Mitten einer Pandemie zu den wohl wichtigsten Kompetenzen. Trotz mehr als ausreichender Vorbereitung, kann es trotzdem sein, dass sich der Personaler für eine erfahrenere Person entscheidet.

  9. Einen Traumjob haben und... einen Plan B: Es ist essentiell eine Idee des eigenen Wunschberufs zu haben, doch sollte man auch Ausschau nach Branchen halten, die in den nächsten Jahren an Wichtigkeit gewinnen.

  10. Zuversichtlich bleiben!

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