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Deutsch-französische Geschäftsbeziehungen: 7 Business-Tipps mit Franzosen

Deutsch-französische Geschäftsbeziehungen: 7 Business-Tipps mit Franzosen

Deutschland und Frankreich erwirtschaften gemeinsam mehr als ein Drittel des BIP der Europäischen Union (EU) und die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone laut Deutscher Vertretung in Frankreich. Deutschland stellt demnach den Wirtschaftspartner Nummer eins Frankreichs dar. Doch auch wenn beide Länder wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind, lassen sich einige kulturelle Unterschiede vorfinden. Wir geben Ihnen einige nützliche Hinweise für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss mit Franzosen.

1. Die eigene Visitenkarte als Aushängeschild
2. Handschlag oder la bise?
3. Gründliches Vorbereiten von Geschäftstreffen
4. Die Wichtigkeit der Beziehungsebene
5. Unterschiede in der Kommunikation
6. Die Arbeit im internationalen Team
7. Interkulturelle Kompetenzen sind der Schlüssel





1. Die eigene Visitenkarte als Aushängeschild

Beim ersten Kennenlernen gilt der Austausch der Visitenkarten als unabdingbar. Anders als in Deutschland, sind französische Visitenkarten etwas größer und Titel sowie Berufsbezeichnung werden darauf nicht zu finden sein. Ausgenommen davon sind Doktortitel oder Professuren.

Da das Deutsche zwangsläufig nicht zum Sprachrepertoire des französischen Gegenüber gehört, ist eine französische Übersetzung auf der Rückseite zu empfehlen.


2. Handschlag oder la bise?

Auch wenn Frankreich dafür bekannt ist, dass sich bei der Begrüßung auf die Wange geküsst wird (la bise), sollte man nicht vergessen, dass dies ausschließlich im privaten Rahmen vorgenommen wird. Bei geschäftlichen Angelegenheiten wird, wie in Deutschland, der Händedruck zur Begrüßung gewählt.


3. Gründliches Vorbereiten von Geschäftstreffen

Kommt es zum ersten gemeinsamen geschäftlichen Zusammenkommen, ist es notwendig, sich einmal über den Ablauf französischer Meetings zu informieren. Denn im Gegensatz zu Deutschland, werden sorgfältig kalkulierte Zeitpläne nicht ganz so ernst genommen und Tagesplanungen über Bord geworfen.

Der Austausch mit dem Team unterliegt zwangsläufig nicht der Entscheidungsfindung oder Problemlösung. Das Zusammenkommen wird eher für das gemeinsame Brainstorming genutzt, um Ansätze zu finden ein Projekt gemeinsam anzugehen.

Der problemlösende Teil findet meist vor oder auch nach dem eigentlichen Meeting statt, weshalb wichtige Fragen notiert werden sollten, um diese vor Beginn oder im Anschluss zu stellen.





4. Die Wichtigkeit der Beziehungsebene

Kommt es zum geschäftlichen Austausch mit einem Franzosen, darf man nicht überrascht sein, wenn vor dem Wesentlichen eine Reihe von Smalltalk-Floskeln folgt. Dabei handelt es sich nicht um vorgetäuschte Nettigkeit oder dem Aufschieben von wichtigen Aufgaben.

Das Herstellen einer persönlichen Ebene mit dem Geschäftspartner zählt für viele Franzosen zum Prozess des Geschäftsabschlusses, denn in Frankreich ist man daran interessiert, den Menschen hinter dem Geschäftspartner kennenzulernen. Pluspunkte lassen sich somit vor allem mit Offenheit und Sympathie sammeln.


5. Unterschiede in der Kommunikation

Zu einer funktionierenden zwischenmenschlichen Beziehung gehört natürlich auch die richtige Kommunikation. Gerade der geschäftliche Kommunikationsstil in Deutschland zeigt einige wesentliche Unterschiede zu dem in Frankreich.

Während Deutsche eher explizit, also direkt kommunizieren und Probleme gezielt ansprechen, lassen Franzosen gerne ihr Anliegen durch die Blume scheinen. Die französische Art zu kommunizieren findet deutlich indirekter statt als in Deutschland.

Bei expliziten Kritikäußerungen können Franzosen sich also schnell angegriffen fühlen. Konstruktive Kritik oder Unstimmigkeiten sollten deshalb eher implizit und diplomatisch angesprochen werden.


6. Die Arbeit im internationalen Team

Denn auch wenn Deutschland und Frankreich kulturell sowie geographisch nah beieinander liegen, sollten kleinere kulturelle Unterschiede nicht missachtet werden.

Deutsche Geschäftsführer bevorzugen überwiegend flache Hierarchien im eigenen Unternehmen. Diese sind gewillter Kompromisse einzugehen und übergeben so den Mitarbeitern automatisch mehr Verantwortung. In Frankreich hingegen werden finale Entscheidungen gerne von oben getroffen ohne großen Einbezug des restlichen Teams. Dies gilt unter französischen Arbeitnehmern jedoch nicht unbedingt als negativ. Denn bei wichtigen endgültigen Entscheidungen wird sich auf die Kompetenzen des Chefs verlassen.

Dementsprechend wichtig ist es, sich den gegebenen Dynamiken anzupassen und diesen Unterschieden verständnisvoll gegenüber zu treten.

Die gängigsten kulturellen Missverständnisse zwischen Franzosen und Deutschen


7. Interkulturelle Kompetenzen sind der Schlüssel

Anpassungsfähigkeit und das Verständnis der anderen Kultur zählen zu den wichtigsten interkulturellen Kompetenzen. Das Aneignen dieser erleichtert ungemein die Arbeit im internationalen Team. Scheuen Sie sich also nicht einige wichtige französische Ausdrücke zu lernen. So sammeln Sie nicht nur Sympathiepunkte auf geschäftlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene.

Verlegen Sie Geschäftsessen auf den Abend, und lassen Sie dabei die Arbeit einmal außen vor. Franzosen zelebrieren lange, ausgiebige Abendessen mit vielen Gesprächen. Dabei stehen vor allem Themen, wie Kultur, Kunst oder persönliche Geschichten im Vordergrund.

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