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In welchen Sektoren werden in Frankreich 2014 Mitarbeiter gesucht?

25. Februar 2014

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt sehen für 2014 „vorsichtig optimistisch" aus. Nach einem eher schleppenden Jahr 2013 haben laut einer Umfrage der französischen Personalvermittlung Cadremploi verschiedene Personalvermittlungsunternehmen fünf Sektoren ausgemacht, in denen 2014 besonders viel eingestellt wird.

1. Industrie, Energie und Umwelt: Im Aufwind

„Wenn man von Wiederbelebung sprechen kann, dann sicher im Ingenieurwesen und in der Produktion, besonders in High-Tech-Branchen wie der Elektronik und Luft- und Raumfahrt", beobachtet Pierre-Emmanuel Dupil. Damit bestätigt der Geschäftsführer der Personalvermittlung Michael Page die letzten Prognosen der APEC und des Magazins L'Usine Nouvelle für die Industrie.

„Alles, was mit 'supply chain' zu tun hat und die Logistik wird von der Konjunktur angetrieben. Es gibt großen Bedarf an qualifizierten kaufmännischen Angestellten, die gleichzeitig mit Nachfrage umgehen und Vertriebskanäle steuern können. Vertriebsingenieure mit sowohl kaufmännischen als auch technischen Kompetenzen sind besonders gefragt."

Julien Barrois, einer der beiden Geschäftsführer der Personalvermittlung Page Personnel, ist außerdem optimistisch, was die Bereiche Energie und Umwelt angeht. „Die Verlängerung der Laufzeiten von manchen Atomkraftwerken bietet gute Möglichkeiten. Die Energiewende wird außerdem neue Arbeitsstellen bringen. Mit der Entwicklung erneuerbarer Energien und intelligenter Stromzähler beispielsweise große Unternehmensgruppen wie EDF viele Techniker einstellen."

2. Die Immobilienbranche: Ermutigende Signale

„Auch wenn es keinen grundlegenden Wandel gibt, beobachten wir doch eine Tendenzwende", analysiert Coralie Rachet, Leiterin von Robert Walters Frankreich. „Noch ist es nicht wirklich erkennbar, aber wir hatten schon sehr positive Anzeichen im letzten Quartal von 2013, was die Anzahl von Stellen angeht, einschließlich neuer Großprojekte im Immobilienbereich und in der Landentwicklung."

Es werden vor allem Bewerber mit einem technischen Hintergrund, wie technische Leiter, Projektleiter und andere Ingenieure gesucht, aber auch Finanzdirektoren und Risikoprüfer. „Wenn es dem Immobilienwesen besser geht, ist das ein gutes Zeichen, weil das eine Branche mit weitreichenden Auswirkungen ist."

3. Finanz- und Rechnungswesen: Immer eine sichere Bank

Aber ganz ist die Krise längst noch nicht vergessen. „Der Beweis: Das Finanz- und Rechnungswesen bleiben für Unternehmen allgemein sehr wichtig", bekräftigt Julien Barrois. „Heutzutage ist es absolute Priorität für Unternehmen, vor allem für KMUs, Geld reinzubekommen. Gute Profile im Bereich Lohnbuchhaltung und Rechnungswesen werden immer gebraucht. Auch Berufe aus dem Bereich Kundenkredite oder Controlling bleiben wichtig."

Das wird bei Robert Half ähnlich gesehen. „Die Anzahl der Angebote ist immer wichtig bei der Konzernbuchhaltung oder der Buchhaltung im allgemeinen", schätzt Bruno Fadda, stellvertretender Geschäftsführer und auf Finanz- und Rechnungswesen spezialisiert. „Außerdem sind Profile aus den Bereichen Controlling, Wirtschaftsprüfung und internes Controlling gefragt. Und neben dem Finanzwesen gibt es auch großen Bedarf an Profilen aus dem Bereich Einkauf."

4. Der IT-Sektor: Immer in Form

Unter den anderen unverzichtbaren Branchen sieht Pierre-Emmanuel Dupil im Jahr 2014 den IT-Sektor mit all seinen Kompetenzen im Bereich Internet und Datenverarbeitung.

„Gute Profile sind sehr gefragt, da die Unternehmen ihre Aktivitäten digitalisieren und ihre Kundennähe durch verbessertes CRM erhöhen müssen. Alles was das Internet betrifft, hat gute Chancen, denn der Markt ist immer noch nicht gut strukturiert. Neben Web-Marketing benötigt man auch immer mehr Spezialisten aus dem Bereich Suchmaschinenoptimierung, um die Sichtbarkeit eines Unternehmens im Internet zu erhöhen."

5. Gesundheitswesen: Einstellungen unerlässlich

Bleibt schließlich der letzte wachsende Sektor, der aufgrund der alternden Bevölkerung große Bedeutung hat: Das Gesundheitswesen. „Bei Berufen in dieser Branche gibt es einen großen Bedarf an Führungspersonal, Ärzten und Koordinatoren in Krankenhäusern, Kliniken und Alters- sowie Pflegeheimen", sagt der Geschäftsführer von Michael Page.

„Schon der Trend zur Pflege Zuhause erhöht den Bedarf an spezialisierten Technikern, beispielsweise zur Installation von medizinischen Betten", fügt Julien Barrois hinzu.

„Wie auch in vielen anderen Bereichen, gibt es seit September eine positive Dynamik. Man sollte zwar grundsätzlich vorsichtig sein, aber im Grunde kann man ruhig optimistisch sein."