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French Touch in Berlin

4. März 2011

Das französische Designerduo KIX erobert Berlin. Die Erfolgsgeschichte der beiden Kreativen ist geprägt von Internationalität und Innovation: Ausbildung in Frankreich, Erfahrungen in den USA und Portugal und jetzt ein Studio in Berlin. Die Produkte sind praktisch, trendy und durchdacht. Ein Portrait zweier Erfinder, ihrer Inspiration und ihrer Arbeit. TEXTE : LUCIE LE MOINE & LINDA TONN



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Sie sind ein bisschen wie Daniel Düsentrieb - nur lange nicht so schusselig. Die beiden französischen Designer François-Xavier Loucheur und Rémi Bigot erfinden, entwickeln und entwerfen schlaue Kreationen, mit denen sie den grauen Alltag bereichern. Wie die sympathische Comicfigur von Walt Disney bestechen sie mit einfacher Genialität und Einfallsreichtum. Nichts scheint unmöglich! Der stressige Büroalltag wird mit dem flexiblen Tischtennisnetz "Rollnet", das jeden beliebigen Tisch in ein Spielfeld verwandelt, aufgelockert. Der müde Bahnfahrer freut sich über eine Tasche, die nicht nur Stauraum bietet, sondern auch als gemütliches Kopfkissen dient. Selbst pragmatische Computerfans sind zu beeindrucken. "USBéton", ein USB-Stick aus Beton, ist ein besonders sicherer und raffinierter Speicher für wichtige Informationen. So bekommt jeder, was er braucht. Die Devise des französischen Designerduos KIX heißt: "We translate desires into products by observing peolple's lifestyles".


Innovative Produkte für internationale Kunden


Loucheur und Bigot beobachten neue Trends, gehen neuen Entwicklungen nach und entscheiden dann: Was geht noch besser, was geht anders und was fehlt gänzlich? Die beiden sehen sich als Erfinder von Produkten, die perfekt auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt sind. Am Ende finden sich kreative Einfälle und unverwechselbarer Stil in praktischen Alltagsgegenständen wieder. Seit drei Jahren arbeiten die Designer in ihrem Studio im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg an innovativen Ideen. Damit haben sie Erfolg: Internationale Kunden wie Décathlon, Orange, Tupperware oder auch der französische Künstler Matthieu Chedid "M" haben bereits mit dem kreativen Duo zusammengearbeitet. Auch für das Brillenlabel "IC! Berlin", das durch seine unverwechselbaren, schraubenlosen Edelstahlbrillen bekannt wurde, durfte KIX eine Kollektion entwerfen. Für ihre Entwürfe wurden die beiden mit vielen Preisen ausgezeichnet. Diese seien zwar nicht der Oscar, so Loucher, aber ihre Arbeit gewinne dadurch an Transparenz und Glaubwürdigkeit. Neben ihrer Tätigkeit im Studio bieten Loucheur und Bigot auch regelmäßig Workshops an Design-Hochschulen an. Und sie vermarkten sich selbst. Zum Beispiel stellen sie ihre Arbeiten regelmäßig auf Messen aus. Denn "von nichts kommt nichts", weiß Loucheur: "Das Leben eines Designers besteht nicht nur aus kreativer Arbeit. Das lernt man schon ganz früh. Die zwei anderen Pfeiler der Pyramide sind Technik und Marketing."


Inspirationsquelle Berlin


Ihr Studium absolvierten die Designer am renommierten französischen "Institut Supérieur de Design" in Valenciennes". Dann trennten sich ihre Wege. François-Xavier Loucheur sammelte nach seinem Abschluss 2001 erste Erfahrungen als Praktikant in San Fransisco. Seit fünf Jahren ist er selbstständig. Rémi Bigot war, bevor er 2008 zu KIX stieß, mehrere Jahre bei "frog design", einem international tätigen Unternehmen für Produktdesign. In Berlin haben sie nun wieder eine gemeinsame Heimat gefunden. Mit Ingenieuren, Stylisten und Grafikern arbeiten sie an der Umsetzung ihrer Entwürfe. Viel Wert legen sie dabei auf Zeit- und Kostenersparnis, weshalb sie sich ihre Partner direkt vor Ort suchen, denn "das ermöglicht eine optimale Zusammenarbeit". Der Standort spielt für beide eine wichtige Rolle. "Berlin ist eine perfekte Inspirationsquelle. Hier treffen viele verschiedene Kulturen und Lebensweisen aufeinander. Berlin steht für Wandel, Kreativität und Toleranz."


Cocktail franco-allemand


Les deux jeunes designers admettent l'existence de différences dans le design des deux côtés du Rhin. Alors que les designers français auraient tendance à accorder beaucoup d'importance à l'intuition, leurs voisins allemands seraient plus pragmatiques. De même, les Allemands seraient particulièrement sensibles à la question de la durabilité des produits, les Français ayant plus d'attrait pour l'esthétique pure. De formation française, le duo expatrié peut piocher dans les deux cultures les aspects qu'il préfère. KIX, quand la "French touch" rencontre l'effervescence berlinoise.


Le défi : Satisfaire tous les goûts


Innovation, amélioration du confort de l'utilisateur : le cahier des charges des designers est bien fourni. Les exigences autres qu'esthétiques sont nombreuses. Comme Rémi et François-Xavier le rappellent, leur but est de concevoir des produits qui puissent parfaitement répondre aux attentes des consommateurs. Observation, donc, d'un panel de population, comme ce fut le cas lors de la collaboration de KIX avec la marque Tupperware. Les deux designers avaient investi la cuisine des fameuses "ménagères". Observation, également, des passants dans la rue, des comportements au quotidien, pour voir émerger les tendances.


TEXTE : LUCIE LE MOINE & LINDA TONN