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Gehaltsentwicklung von Führungskräften in Frankreich 2021

Gehaltsentwicklung von Führungskräften in Frankreich 2021

Im Vergleich zu 2020 hat sich das durchschnittliche Gehalt einer Führungskraft in Frankreich in diesem Jahr um 0,5 % erhöht. Das geht aus einer Untersuchung der Personalagentur Expectra hervor, die sich mehr als 70.000 Lohnabrechnungen angeschaut hat. Dieser mäßige Anstieg folgt zwei Jahren, in denen das Gehalt deutlich stärker angestiegen war, nämlich 2018 um 2,4 % und 2019 um 2,9 %. Unter den Regionen war es die Île-de-France (Großraum Paris), in welcher die Gehälter mit einem Plus von 0,9 % am stärksten angestiegen sind, verglichen zu den durchschnittlich 0,3 % in den anderen französischen Regionen.

1. Regionale Gehaltsunterschiede in Frankreich
2. Gehälter im Großraum Paris
3. Gehälter in Nordwestfrankreich
4. Gehälter in Auvergne-Rhône-Alpes
5. Gehälter in Südwestfrankreich
6. Gehälter in Südfrankreich
7. Gehälter in Nordostfrankreich





1. Regionale Gehaltsunterschiede in Frankreich

Während 2019 die Gehälter von Führungskräften in der Provinz um 2,7 % anstiegen, gegenüber einem Plus von 1,7 % im Pariser Großraum, so sieht es in diesem Jahr genau umgekehrt aus. Führungskräfte in Paris (und Umgebung) erhielten 0,9 % mehr Lohn, in der Provinz lag der Anstieg lediglich bei 0,3 Prozent.

Im Jahr 2020 schwächte sich die positive Gehaltsentwicklung deutlich ab. Die Konjunkturflaute schlug sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder, und diese Situation nutzten Unternehmen, um die Gehälter zu kürzen, oder zumindest nicht mehr ganz so stark ansteigen zu lassen, wie in der Vergangenheit.

Nach einzelnen Bereichen aufgeteilt, zeigt die Studie von Expectra einige deutliche Unterschiede. Während etwa Unternehmen aus den Bereichen IT oder Telekommunikation ihren Führungskräften ein Gehaltsplus von 1,8 % gewähren, blieben die Löhne im Personalbereich oder Rechtswesen mit einem leichten Anstieg von 0,2 % praktisch uverändert.

Das vergangene Jahr führte zu einer Rückkehr zu mäßigen Gehaltserhöhungen der Führungskräfte. Nach zwei recht positiven Jahren setzen sowohl Konzerne als auch KMU beim Gehalt die Schere an. Auch bei Neueinstellungen in Frankreich zeigen sich Firmen zurückhaltend.





2. Gehälter im Großraum Paris

In der Hauptstadtregion haben sich die Gehälter für Forschungs- und Entwicklungsingenieure mit einem Plus von 6,1 % am stärksten erhöht. Auch wenn sich die Einstellungen von Ingenieuren im vergangenen Jahr um fast 8 % verringert haben, versorgen Unternehmen in der Pariser Region ihre Ingenieure noch am besten und bieten national die attraktivsten Gehälter: im Schnitt erhält ein Ingenieur hier ein Bruttojahresgehalt von 41.590 Euro gegenüber 38.090 Euro in der Provinz.

Daneben zählen auch Produktmanager zu den regionalen Gewinnern in der Île-de-France. Sie erhielten 5,9 % mehr Geld. Dabei profitieren sie direkt vom Aufschwung der Digitaltechnologien und davon, dass sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Viele Arbeitgeber haben nämlich Schwierigkeiten, die entsprechenden Bewerber zu finden.





3. Gehälter in Nordwestfrankreich

In Westfrankreich und im Norden des Landes konnten sich in diesem Jahr Softwareentwickler mit einem Lohnplus von 5 % über den größten Anstieg freuen. Allerdings liegt hier der durchschnittliche Jahreslohn mit 31.030 Euro unter dem landesweiten Durchschnitt von 31.180 Euro.

Besonders die Industriebereiche Luftfahrt und Schiffbau ziehen zahlreiche Verfahrenstechniker und Ingenieure an. Deren Gehalt hat sich um 4,3 % erhöht, auf einen Jahresschnitt von 35.850 Euro brutto, der damit allerdings unter dem landesweiten Mittelwert liegt.





4. Gehälter in Auvergne-Rhône-Alpes

Logistikexperten sind in der Region Auvergne-Rhône-Alpes die großen Gewinner: ihre Gehälter stiegen nämlich 2021 im Vergleich zu 2019 um 6,3 % an. Der durchschnittliche Lohn ist hier mit 36.580 Euro dennoch niedriger als in den anderen Provinzregionen Frankreichs (36.780 Euro im Schnitt).

Einen weiteren deutlichen Anstieg gab es für Angestellte im Rechnungswesen: ihre Löhne stiegen um 4,5 % an. Deren regionales Durchschnittsgehalt liegt bei 37.620 Euro brutto pro Jahr, in den anderen Provinzen ist der Schnitt bei 39030 Euro angesiedelt.





5. Gehälter in Südwestfrankreich

Die deutlichste Steigerung der Gehälter im Südwesten Frankreich verzeichneten Einkäufer mit einem Plus von 6,4 %. Allerdings verdienen sie hier im Jahr, mit einem Bruttolohn von durchschnittlich 36.610 Euro, deutlich weniger als in der Île-de-France, wo Einkäufer jährlich durchschnittlich 40.830 Euro mit nach Hause nehmen.

Verglichen mit 2019 gibt es in diesem Jahr wieder mehr Jobangebote für Einkäufer im Südwesten Frankreichs. Besonders der stabile Luftfahrtsektor beschert ihnen gute Arbeitsmöglichkeiten. Auch Logistiker haben hier gute Jobperspektiven, ihr Gehalt stieg nämlich um 6 % im Vergleich zum Vorjahr an und liegt bei einem jährlichen Bruttoschnitt von 38.340 Euro (36.780 Euro in den anderen Provinzen). Die Nachfrage des Marktes stieg gleichzeitig um 9 %.





6. Gehälter in Südfrankreich

Im Vergleich zu 2019 konnten sich Entwicklungsingenieure in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur über eine Gehaltssteigerung von 5,2 % freuen. Ihr Durchschnittslohn beträgt 34.700 Euro brutto pro Jahr, was 4 % unter dem Durchschnitt der anderen Provinzen (36.250 Euro) liegt. Und verglichen mit der Île-de-France liegt der Unterschied sogar bei 16 %!

In den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen zeigt sich die Region recht dynamisch, denn der Bedarf an Mitarbeitern im regionalen Rechnungswesen ist um satte 15 % gestiegen.





7. Gehälter in Nordostfrankreich

Wie im Südwesten kommen auch im Nordosten Frankreichs Einkäufer bei der Gehaltsentwicklung am besten weg: sie erhalten einen Lohnanstieg von rund 6,5 %. Im landesweiten Schnitt stieg ihre Bezahlung lediglich um 2,5 % an.

Die Nachfrage nach Einkäufern stagnierte allerdings: Einstellungen und Jobangebote blieben auf demselben Niveau wie 2019.

Auch Ingenieure aus den Bereichen Forschung und Entwicklung konnten sich über eine Gehaltssteigerung freuen, denn sie verdienen in diesem Jahr 5,2 % mehr. Ihr durchschnittlicher Bruttolohn liegt nun bei 38.920 Euro und ist damit etwas höher als im landesweiten vergleich, wo er rund 38.090 Euro beträgt.

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