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Arbeiten in der Computer- und Videospielindustrie in Frankreich: Ausbildung, Jobs und Personalsuche

Arbeiten in der Computer- und Videospielindustrie in Frankreich: Ausbildung, Jobs und Personalsuche

Über 5.000 Mitarbeiter sind in Frankreich in der Videospielindustrie tätig. Weltweit gesehen spielen vor allem zwei französische Unternehmen eine wichtige Rolle, da sie zu den weltweit wichtigsten Videospiel-Unternehmen in der Welt gehören.

1. Videospiel- und Gaming-Industrie in Frankreich: Erfolgsgeschichte der französischen Publisher
2. Ubisoft und Quantic Dream: Zwei Riesen mit unterschiedlichen Prioritäten
3. Berufe und Bildungswege in der Videoindustrie





1. Videospiel- und Gaming-Industrie in Frankreich: Erfolgsgeschichte der französischen Publisher

In der Videospielbranche sind über 5.000 Fachkräfte in 1.130 Firmen beschäftigt.

Entwicklungsstudios, Publisher, Konsolenhersteller, Distributoren... die Arbeitgeber sind vielfältig. Die Unternehmen, hauptsächlich kleine, mittelständische Unternehmen, sind jung: 54 % von ihnen sind jünger als 5 Jahre. 74 % der Studios favorisieren Virtual Reality, 16 % Augmented Reality.

2019 war mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro erneut ein gutes Jahr für die Videospielbranche. Dieses Wachstum des Sektors erklärt sich durch den Erfolg von Handyspielen (+28 % in einem Jahr), PC-Spielen und Konsolen. Einer Umfrage zufolge spielen 49 % der Franzosen regelmäßig Videospiele, fast die Hälfte davon sind Frauen. Die Aussichten für die kommenden Jahre sind gut. Bemerkenswert ist der Aufstieg von Virtual Reality und Augmented Reality und die Anerkennung von E-Sport in Frankreich.

2019 waren 1.200 Spiele in Produktion. Die Branche erwartet die Schaffung von 800 bis 1.200 Arbeitsplätzen, davon 550 bis 800 in den Studios. In den Unternehmen des Sektors sind 75 % der Arbeitsplätze unbefristete Verträge. Technologische Berufe sind am stärksten vertreten, gefolgt von künstlerischen Berufen sowie Management.





2. Ubisoft und Quantic Dream: Zwei Riesen mit unterschiedlichen Prioritäten

Zu den bekanntesten Spiele-Entwicklern und Publishern aus Frankreich gehören sicherlich Ubisoft, das mit Abstand größte französische Unternehmen für Computer- und Videospiele sowie Quantic Dream, ein Videospiel-Entwickler, welcher allerdings sein Hauptaugenmerk eher auf die Technologie mit der größten Zukunft setzt, nämlich Motion Capture
(Bewegungserfassung).

Ubisoft

Ubisoft wurde 1986 von den fünf Brüdern Guillermot gegründet und beschäftigt weltweit über 3500 Mitarbeiter in der Produktion.

Da die Zukunft von Ubisoft mehrere Male als gefährdet galt, bot die französische Regierung dem Spiele-Entwickler finanzielle Unterstützung an. Es besteht der Verdacht, dass der weltweite Marktführer Electronic Arts (Kanada), ein Interesse an dem Kauf von Ubisoft hat. Man weiß eben, dass dieser Markt eine unheimlich große wirtschaftliche Bedeutung darstellt.

Zu den bekanntesten Videospielen von Ubisoft zählen sicherlich: Call of Juarez, Far Cry, Myst, Prince of Persia, Rayman, Splinter Cell, aber allen voran Assassin's Creed, ein Spiel, dass den Spielegenre (Action-Adventure) wieder neu belebt und definiert hat, u.a. dank zauberhafter Grafik, flüssigen Bewegungen, einer kinoreifen Story, toller Funktionalitäten und einem Ambiente, das zum Greifen nahe ist!

Es ist kein großes Geheimnis, dass Assassin's Creed neue Maßstäbe in diesem Genre gesetzt hat und die Messlatte so hoch gesteckt hat, dass die wohl bekannteste Spiele-Heldin, Lara Croft (Tomb Raider), nun mit einem neidischen Blick nach Frankreich schaut.

Quantic Dream

Wie bereits oben beschrieben, setzt Quantic Dream bevorzugt auf die Technologie Motion Capturing. Hierbei handelt es sich um eine Technik, die es ermöglicht, menschliche Bewegungen aufzuzeichnen und in ein von Computern lesbares Format umzuwandeln. Diese Bewegungen werden aufgezeichnet und anschließend auf generierte 3D-Modelle übertragen. Diese Technik wurde anfänglich (bereits vor über zwei Jahrzehnten) nahezu ausschließlich bei Sportspielen verwendet, ist aber mittlerweile auch in anderen Spiele-Genres nicht mehr wegzudenken. Diese Technologie bietet zweifellos großartige Perspektiven.

Bei Computerspielen gibt es schließlich ein ganz einfaches Gesetz, wie die Zukunft aussehen soll: schöner, schneller und immer realistischer!

Kleine Studios - großer Beitrag

Einen wichtigen Anteil zum Erfolg der französischen Videospielindustrie sind die über 60 unabhängigen Studios, die ihre jeweils eigene Kreativität sowie das dazu gehörende technische Know-how einbringen und so die Branche immer wieder neu erfinden und vorantreiben.

Das Erfinden und Weiterentwickeln von Videospielen kann heutzutage nur im perfekten Zusammenspiel von zahlreichen Fachkräften aus unterschiedlichen und meist stark spezialisierten Berufen gelingen. Dazu zählen unter anderem Grafiker, Musiker, Animateure, Game Designer, Spiele-Tester, Übersetzer, etc.

Derzeit verzeichnet man über 450 Unternehmen in der französischen Videospielbranche.





3. Berufe und Bildungswege in der Videoindustrie

Die Herstellung von Videospielen stellt den Hauptanteil dar

Die Erstellung der Inhalte hat den größten Anteil bei den Unternehmen der Branche: 70 % sind in der Produktion von Videospielen tätig. Es gibt über 270 Entwicklungsstudios aller Größenordnungen, wovon die meisten eher kleine Studios sind. 9 von 10 Studios betrachten sich als unabhängig. Mit dem Wachstum der Download-Plattformen für Online-Spiele (z.B. Steam, Origin, Google Play, etc.) zögern einige Studios nicht mehr, selber Spiele herauszubringen.

Die meistgesuchten Berufe im Gaming-Bereich sind:

  • Programmierer
  • Entwickler
  • Marketingfachleute
  • Community-Manager
  • Datenanalysten

Es gibt Jobs für kreative Menschen, vor allem in den Bereichen 3D-Animation und 2D-Grafik, aber nicht immer in Festanstellung. Viele sind Freiberufler oder sogar befristet angestellt:

Die letzte Pandemie und die soziale Isolierung vieler junger Menschen hat sicherlich dazu beigetragen, das Imaginäre und die Phantasie durch diese moderne Spielwelt anzuregen. Das bedeutet, dass immer mehr Spiel-Entwickler in Zukunft gebraucht werden.

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