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Rechtsanwalt in Frankreich finden: 10 Tipps für Ihre Suche

Rechtsanwalt in Frankreich finden: 10 Tipps für Ihre Suche

Es gibt über 68.000 Anwälte in Frankreich! Den richtigen Anwalt aus dieser riesigen Auswahl auszuwählen ist nicht einfach, wenn Sie rechtliche Unterstützung in Frankreich benötigen, insbesondere wenn er oder sie für eine bessere Kommunikation Deutsch sprechen muss. Wann wird in Frankreich ein Rechtsanwalt benötigt? Wie wählt man den richtigen Rechtsspezialisten jenseits des Rheins?

1. Wann wird es nötig einen Anwalt in Frankreich einzuschalten?
2. Einen Anwalt aus der Umgebung nehmen oder kann er auch weiter entfernt sein?
3. Lesen Sie die Bewertungen im Internet
4. Nutzen Sie die Empfehlung Ihres Netzwerks
5. Finden Sie einen Juristen über die Anwaltsverzeichnisse
6. Verwenden Sie deutschsprachige Anwaltsverzeichnisse
7. Nutzen Sie Online-Rechtsberatungsseiten
8. Nehmen Sie einen Anwalt, der von Ihrer Rechtsschutzversicherung empfohlen wird
9. Fragen Sie nach den Gebühren und der Vergütung des Anwalts
10. Fragen an den Anwalt





1. Wann wird es nötig einen Anwalt in Frankreich einzuschalten?

Wann ist es sinnvoll, vor Gericht zu gehen? Wann lohnt es sich, einen Anwalt zu beauftragen? Und wer bezahlt das alles? Wann können Sie Prozesskostenhilfe erhalten?

Die Wahl Ihres Anwalts hängt in erster Linie von der Art Ihres Falles ab. Bestimmen Sie zunächst, was Sie benötigen:

  • Rechtsberatung
  • Begleitung vor Gericht

Einige Anwälte sind darauf spezialisiert, Sie zu beraten, während andere vorschlagen, Sie im Falle eines Rechtsstreits oder einer Auseinandersetzung zu verteidigen.

Schätzen Sie dann ab, ob Ihr Fall den Einsatz eines Spezialisten erfordert oder nicht.

Es gibt zwei Arten von Anwälten:

  • allgemeine Rechtsanwälte
  • Fachanwälte, die über einen Fachkundenachweis verfügen (der nach 4 Jahren Berufserfahrung und einer Berufsprüfung vor der Anwaltskammer erworben wird)

Wenn Sie also einen Anwalt für ein Scheidungsverfahren, eine immobilienrechtliche oder arbeitsrechtliche Angelegenheit suchen, können Sie sich an einen allgemeinen Anwalt wenden. Solch ein Anwalt begleitet seine Mandanten in der Regel ein Leben lang, um sie zu beraten, oder wenn sie ein spezielles Problem haben.

Wenn Ihr Fall jedoch ein sehr spezielles Fachgebiet betrifft oder besonders komplex ist, ist die Wahl eines Fachanwalts sehr zu empfehlen, da er mit der Materie und dem Verfahren vertraut ist.

Sollte der von Ihnen kontaktierte Anwalt nicht auf dem von Ihnen gewünschten Rechtsgebiet kompetent sein, wird er Sie sicher darauf hinweisen. Bitten Sie den Anwalt ggf., Ihnen einen seiner Kollegen zu empfehlen.





2. Einen Anwalt aus der Umgebung nehmen oder kann er auch weiter entfernt sein?

Es ist sehr üblich, dass Menschen sich für einen Anwalt in der Nähe ihres Wohnorts entscheiden. Aber ist das wirklich immer eine gute Idee?

Die Wahl eines Anwalts in der Nähe des Wohnortes kann bei einfachen Fällen von Vorteil sein, wenn sie nicht die Dienste eines Spezialisten erfordern. Wenn Sie einen Anwalt weit weg von Ihrem Wohnort wählen, können ihm Reise- und Postulationskosten für die Handlungen und Verfahren bei der Anwaltskammer, zu der Ihr Fall gehört, entstehen, wenn er dort nicht zugelassen ist. Es ist daher vorzuziehen, für Routineangelegenheiten einen Anwalt in Ihrer Nähe zu wählen, um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen.

Dennoch ist es wichtig, den Anwalt nach seinem Spezialisierungsgrad auszuwählen, auch wenn er nicht in Ihrer Nähe praktiziert. Vor allem wenn Ihr Fall eine besondere Expertise erfordert, die nur ein Spezialist leisten kann. Der Austausch kann per Telefon oder E-Mail erfolgen, um die Reisekosten zu reduzieren.





3. Lesen Sie die Bewertungen im Internet

Internetportale veröffentlichen Anwaltsbewertungen in ihrer Datenbank, allerdings sollten Nutzer bei der Suche nach einem Anwalt nicht zu sehr auf die Bewertungen von Anwälten achten.

Die Betreiber legen die Bewertung eines Mandats immer dem betreffenden Anwalt vor. Dieser entscheidet dann, ob sie veröffentlicht wird, daher gibt es kaum negative Kommentare. Oft werden Sie keinen Anwalt mit weniger als 4 von 5 möglichen Punkten finden, also nicht sehr repräsentativ im Endeffekt.





4. Nutzen Sie die Empfehlung Ihres Netzwerks

Fragen Sie Ihre Freunde und Verwandte, durchsuchen Sie Ihr Expat-Netzwerk, Facebook oder LinkedIn. Fragen Sie aber auch, ob dieser Anwalt zuverlässig gearbeitet hat, sie regelmäßig über den Stand des Verfahrens informiert hat und die Fristen eingehalten hat.

Die Beauftragung eines deutschen Anwalts mit der Lösung eines Rechtsstreits auf französischem Territorium erlaubt es ihm nicht, Sie vor einem französischen Gericht zu vertreten, in dem das gesamte Verfahren in französischer Sprache geführt wird. Er kann allenfalls als Vermittler zu einem französischen Anwalt auftreten.

Das allein sollte aber nicht der entscheidende Faktor sein, denn vielleicht hatte der Freund ein ganz anderes rechtliches Problem. Weitere Recherchen sind sinnvoll: Wichtige Informationen über die Kompetenz des Anwalts finden Sie auf seiner Website. Darüber hinaus können Mandanten den Anwalt vor Beginn der Beratung nach seiner Erfahrung fragen.

Achtung: Auch wenn Freunde einen Anwalt beauftragen, kommt es auf das jeweilige Fachgebiet an. Ein Anwalt, der sich nur mit Erbschaftsangelegenheiten befasst, kann Schwierigkeiten im Bereich des Mietrechts haben.





5. Finden Sie einen Juristen über die Anwaltsverzeichnisse

Ihre Expat-Freunde kennen keine Juristen? Sie können den Suchdienst der Rechtsanwaltskammer nutzen, die Ihrem Wohnort in Frankreich am nächsten liegt. Es sind verschiedene Verzeichnisse von Anwälten verfügbar. Hier zwei Suchmaschinen, die von der Anwaltskammer angeboten werden:

Die französische Anwaltskammer in Paris bietet ebenfalls eine Suchmaschine an, mit der Sie nach einem Anwalt suchen können, auch nach Anwälten, die ihre Fremdsprachenkenntnisse angegeben haben: avocatparis.org/annuaire

Hier ist eine Liste von Anwaltssuchmaschinen, um Ihre Online-Suche zu vervollständigen: trouve-ton-avocat.fr

Ein zusätzlicher Tipp: Der Anwalt, den die Suchmaschine zuerst nennt, ist nicht unbedingt der richtige. Anwälte können Schlüsselwörter auf ihrer Website platziert haben, dann landen sie in der Ergebnisliste weit vor der Konkurrenz, wenn jemand eine Google-Suche durchführt. Sie können auch Anzeigen bei Google schalten, damit sie immer oberhalb der Suchergebnisse erscheinen.





6. Verwenden Sie deutschsprachige Anwaltsverzeichnisse

Geben Sie Deutsch in die verschiedenen Suchmaschinen ein, um einen deutschsprachigen Anwalt zu finden. Ein deutschsprachiger Anwalt erleichtert die Kommunikation und ist sehr wichtig. Es gibt natürlich auch Listen mit französischsprachigen Anwälten.

Liste der deutschen Botschaften und Konsulate in Frankreich

Die deutsche Botschaft und die Konsulate bieten einige Adressen von deutschsprachigen Buchhaltern in den verschiedenen Departements, insbesondere für:

Prüfen Sie, ob der Anwalt Erfahrung in internationalen Rechtsstreitigkeiten hat

Achten Sie neben den Sprachkenntnissen in Deutsch oder Englisch darauf, dass der Anwalt Erfahrung mit der Lösung internationaler Streitigkeiten hat, damit er Sie bei der Lösung des Rechtsproblems besser beraten kann.





7. Nutzen Sie Online-Rechtsberatungsseiten

Wenn Sie die französische Sprache ausreichend beherrschen und Ihr Fall nicht zu komplex ist, können Sie auch französische Webseiten nutzen, um eine erste Einschätzung zu erhalten. Dort bieten Anwälte online Rechtsberatung an, und die Antworten sind für jeden zugänglich.

Einige Leser stellen dort ihre Rechtsfragen ein oder fragen die dort tätigen Anwälte direkt, wenn sie eine kompetente Antwort finden oder ein ähnliches Problem bearbeitet haben. Auf diese Weise können Sie auch erfolgreich einen Anwalt kontaktieren.





8. Nehmen Sie einen Anwalt, der von Ihrer Rechtsschutzversicherung empfohlenen wird

Personen mit einer französischen Rechtsschutzversicherung werden im Schadenfall oft telefonisch von einem Anwalt beraten. Anwälte, die Partner der Versicherer sind, führen oft auch den Titel Fachanwalt.

Allerdings beschweren sich einige Mandanten manchmal darüber, dass es den Partneranwälten der Versicherer an "Biss" fehle oder sie sich "nicht ausreichend" für ihren Fall engagieren. Einer der Gründe für das mangelnde Engagement könnte die Bezahlung der Partneranwälte sein. Versicherungsgesellschaften vereinbaren mit Anwälten Pakete mit niedrigen Gebühren...





9. Fragen Sie nach den Gebühren und der Vergütung des Anwalts

Fragen Sie den Anwalt, ob er Erfahrung auf dem benötigten Fachgebiet hat. Bitten Sie ihn vor der Beauftragung um die Angabe seiner Honorare. Dazu wird er sich Ihren Fall anhören und Fragen stellen müssen. Ein guter Anwalt wird dies kostenlos tun, damit Sie entspannt über die Kosten eines Verfahrens entscheiden können.

Nach der ersten Beratung können Sie dem Anwalt ein Mandat und Anweisungen zur Bearbeitung Ihres Falles geben. Sie können auch einen anderen Anwalt konsultieren, wenn Sie nach der Erstberatung kein gutes Gefühl bei der möglichen Zusammenarbeit haben. Das erste Treffen dient also der ersten Orientierung und entscheidet darüber, ob Sie dem Anwalt das Mandat erteilen oder nicht.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, ist die Frage nach den Kosten. Es ist wichtig zu wissen, dass die Erstberatung mit einem Anwalt nicht kostenlos ist.

Die Gebühren, die von Anwalt zu Anwalt sehr unterschiedlich sind, spiegeln nicht unbedingt die Qualität der Arbeit des Spezialisten wider. In der Tat hängt die Vergütung des Anwalts von vielen Faktoren ab, wie z.B. von seinen Arbeitsbedingungen (Größe der Kanzlei, Anwesenheit von Assistenten), seinem Ruf, seiner Erfahrung, aber auch von der Schwierigkeit Ihres Falles und Ihrer finanziellen Situation.

Ein guter Anwalt wird Sie schon beim ersten Treffen über seine Gebühren (Pauschale, Stundensatz) informieren und darüber, was diese genau beinhalten (Reisekosten, Sachverständigengebühren). All diese Informationen müssen in einer Honorarvereinbarung fixiert werden (siehe La convention d'honoraires d'avocat). Dieses Dokument ist seit 2015 verpflichtend und dient als Vertrag zwischen Ihnen und dem Anwalt.

Da die Gebührenhöhe eines Anwalts nicht festgeschrieben ist, steht es ihm frei, beliebige Gebühren zu verlangen. Genauso steht es Ihnen frei, diese nicht zu akzeptieren und einen Anwalt zu wählen, dessen Preise mit Ihrem Budget vereinbar sind.

Wenn Sie es sich nicht leisten können, die Anwaltskosten zu bezahlen, sollten Sie wissen, dass es Prozesskostenhilfe in Frankreich (Aide juridictionnelle totale ou partielle) gibt, die einen Teil oder die gesamten Kosten übernehmen kann. Diese finanzielle Unterstützung ist in der Regel nur für Geringverdiener und nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Allerdings akzeptieren nicht alle Anwälte Prozesskostenhilfe. Es ist daher wichtig, diesen Faktor bei der Auswahl eines Anwalts zu berücksichtigen.

Die Stundensätze der Anwälte in Frankreich

Für ein dreißigminütiges Beratungsgespräch mit einem Anwalt in einer Kanzlei, sollten Sie im Durchschnitt mit 50 bis 150 Euro rechnen.

Zu beachten ist auch, dass in bestimmten Rechtsgebieten die Anwälte manchmal eine Erstberatung in ihren Kanzleiräumen anbieten (kostenlose Rechtsberatung).

Wie werden die Gebühren des Anwalts berechnet?

Das Honorar des Anwalts ist nicht geregelt. Der Anwalt legt die Kosten für die Dienstleistungen fest, die er seinem Mandanten in Rechnung stellt. Zur Bestimmung des Anwaltshonorars werden mehrere Kriterien herangezogen: die finanzielle Situation des Mandanten, die Schwierigkeit des Falles, die Kosten, der Ruf des Anwalts, die für den Fall aufgewendete Zeit etc.

Ein Rechtsanwalt kann somit vergütet werden:

  • nach der für den Fall aufgewendeten Zeit auf der Grundlage eines Stundensatzes, der insbesondere von der Komplexität des Falles abhängt

  • oder nach einem Pauschalbetrag für einfache Eingriffe. Die Höhe des Pauschalbetrages wird als globale und endgültige Vergütung gezahlt.

  • nach Abonnement, wenn Sie regelmäßig einen Anwalt aufsuchen. In diesem Fall kann er Ihnen ein Monats- oder Jahresabonnement anbieten. Dies sind vor allem Anwälte im Wirtschaftsrecht (u.a. Steuer-, Handels- und Gesellschaftsrecht) und im Arbeitsrecht, die im Auftrag von Unternehmen tätig sind.

Hinzu kommen die Spesen (Akteneinsicht, Telefon, Fotokopien, Reisen etc.).

Der Anwalt kann manchmal ein zusätzliches Honorar erhalten

Zunächst einmal muss das zusätzliche Honorar in der obligatorischen Vereinbarung vorgesehen werden, die zu Beginn der Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Anwalt unterzeichnet werden muss.

Dann muss die Ergänzungsgebühr unter Berücksichtigung der folgenden Elemente festgelegt werden:

  • das durch die Arbeit des Anwalts erzielte Ergebnis
  • die vom Anwalt für Sie erbrachte Dienstleistung
  • Ihre finanzielle Situation

Bitte beachten Sie: Honorare, die sich ausschließlich an dem vor Gericht erzielten Ergebnis orientieren, sind unzulässig. Bei dieser Art der Vergütung kann es sich nur um eine zusätzliche Gebühr handeln.

Zu Beginn der Zusammenarbeit muss eine Vereinbarung zwischen dem Mandanten und dem Anwalt unterzeichnet werden, die Folgendes festlegt:

  • die Höhe seiner Vergütung
  • die Höhe seiner Vergütung und die verschiedenen Kosten und Auslagen, die vorgesehen sind, außer im Falle eines Notfalls oder höherer Gewalt

Auf der Website des Conseil national des barreaux finden Sie verschiedene Vertragsmodelle: Verzeichnis der Anwaltsvereinigungen in Frankreich





10. Fragen an den Anwalt

Die Erstberatung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Sie sollten die Form wählen, die am besten zu Ihnen passt und am einfachsten auszuführen ist.

Wenn Sie einen französischen Anwalt finden konnten, der 500 Kilometer von Ihrem Wohnort entfernt ist, so ist es sicherlich nicht möglich, einfach zu einem Beratungstermin dorthin zu fahren, und Sie müssen eventuell zunächst das Telefon oder eine Videokonferenz nutzen.

In diesem Fall können Sie ein ausführliches Erstgespräch mit dem Anwalt vereinbaren, in dem Sie ihm zunächst das Problem schildern und dann verschiedene Strategien zur Lösung des Konflikts besprechen. Je nach Schwere des Problems erfahren Sie auch, ob es notwendig ist, dass Sie sich einmal oder mehrmals mit dem Anwalt treffen, oder ob die Angelegenheit ohne ein persönliches Treffen gelöst werden kann. Gute Kommunikationsfähigkeiten auf beiden Seiten sind sehr wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Eventuell sollten Sie einen Dolmetscher oder Übersetzer mitbringen.

Sie können dem Anwalt auch eine Zusammenfassung des Problems und die ersten Dokumente des Falles per E-Mail schicken, um ihm die Möglichkeit zu geben, das Problem vor dem ersten Treffen zu analysieren.

Sie sollten auf das Gespräch gut vorbereitet sein, um dem Anwalt alle wichtigen Fakten zu erklären. Nur so kann das erste Treffen effektiv sein und beide Parteien wissen, worum es geht und worauf sie sich einlassen.

Wenn Sie bestimmte Umstände auslassen oder verschweigen, kann die Einschätzung des Anwalts völlig anders ausfallen, daher ist es sehr wichtig, den Anwalt bei der Erstberatung vollständig zu informieren. Es kann schnell passieren, beim Gespräch mit dem Anwalt nervös zu sein und zu vergessen, wichtige Fragen zu stellen.

Machen Sie sich im Vorfeld eine Liste mit den wichtigsten Fragen, die Sie dem Anwalt stellen wollen. Auf diese Weise vergessen Sie im Eifer des Gefechts nichts.

Stellen Sie alle relevanten Dokumente zusammen und nehmen Sie sie zum Termin mit. Sie sollten vor allem Schreiben des Gerichts oder des gegnerischen Anwalts mitbringen, aber auch E-Mails, Briefe, Notizen, Rechnungen oder Quittungen, Verträge und alles andere, was für den Fall relevant sein könnte.

Im französischen Arbeitsrecht müssen Sie bei Erhalt einer Kündigung auf jeden Fall z. B. den Arbeitsvertrag, Anlagen zum Arbeitsvertrag, Änderungen zum Arbeitsvertrag mitbringen. Auch Gehaltserhöhungsschreiben oder andere Schreiben, in denen der Arbeitgeber Änderungen der Arbeitsbedingungen mitgeteilt hat, Abmahnungen, Lohnabrechnungen der letzten zwölf Monate, Kündigungsschreiben, Kündigungsbegleitschreiben und sonstige Korrespondenz, die Sie für wichtig halten.

Im Falle des Mietrechts müssen Sie auf jeden Fall mitnehmen: den Mietvertrag, Änderungen oder Ergänzungen des Mietvertrages, Mieterhöhungen, die letzte Betriebskostenabrechnung, Abmahnungen, den Kündigungsbrief.

Chronologische Fakten

  • Erstellen Sie möglichst eine chronologische Übersicht über alle Ereignisse, die schließlich zu Ihrem Besuch im Büro geführt haben. Daten der beteiligten Personen: Wenn es wichtige Zeugen oder andere Personen gibt, die an Ihrem Fall beteiligt sind, stellen Sie eine Liste mit Namen und Adressen zusammen.

  • Informieren Sie sich im Vorfeld über Fristen und achten Sie auf gesetzliche Fristen. Wenn Ihnen die Zeit davonläuft, weil Sie bestimmte Fristen einhalten müssen, informieren Sie Ihren Anwalt, wenn Sie einen Termin vereinbaren.

  • Wenn Sie eine französische Versicherung für Rechtsschutz haben, sollten Sie auch bei Ihrer Rechtsschutzversicherung nachfragen, ob sie dieses rechtliche Problem abdeckt.

Wenn Sie bereits einen Termin für ein Treffen mit ihm vereinbart haben, schauen Sie sich zum Schluss noch etwas um. Sieht sein Büro aufgeräumt aus? Die häufigsten Fehler, die von Anwälten gemacht werden, sind verpasste Fristen aufgrund schlechter Organisation...

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