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Der französische Lebenslauf für Berufseinsteiger: 6 Tipps für Absolventen und junge Bewerber

Der französische Lebenslauf für Berufseinsteiger: 6 Tipps für Absolventen und junge Bewerber

Berufseinsteiger, also Bewerber mit wenig Berufserfahrung, sollten bei der Erstellung eines Lebenslaufs für die Bewerbung in Frankreich einige Dinge beachten - ganz unabhängig davon, ob es sich um Hochschulabsolventen handelt oder Personen, die sich beruflich neu orientieren möchten. Wir haben hier die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Ist noch wenig Berufserfahrung vorhanden, dann wird die Ausbildung im Lebenslauf an erster Stelle genannt. Denn gerade bei wenig Berufserfahrung sind Zeugnisse und Abschlüsse für einen Personalverantwortlichen am meisten von Interesse. Dabei sollte der Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein. Alles was darüber hinausgeht, kann leicht als Verschleierungstaktik interpretiert werden.

Die Personalentscheider sind sich darüber im Klaren, dass man direkt nach Abschluss eines Studiums noch keine nennenswerte Berufserfahrung haben kann. Vielleicht suchen sie sogar nach jungen Einsteigern... Seien Sie trotzdem auf Fragen dazu vorbereitet, für den Fall, Sie werden zu einem Vorstellungsgespräch in Frankreich eingeladen. Bereiten Sie Antworten vor!

1. Geben Sie Ihrem Lebenslauf einen Titel, der zum Jobangebot passt und ins Auge fällt
2. Beschreiben Sie sich kurz, aber mit Leidenschaft
3. Erstausbildung und duale Ausbildung
4. Weiterbildung (formation continue)
5. Zum Aufbau: Der erste Abschnitt gilt der Ausbildung (formation)
6. Zweiter Abschnitt im Lebenslauf: die Berufserfahrung (expérience professionnelle)





1. Geben Sie Ihrem Lebenslauf einen Titel, der zum Jobangebot passt und ins Auge fällt

Auch wenn Sie sich in der Berufswelt noch nicht auskennen, müssen Sie dem Personalverantwortlichen zeigen, dass Sie genau wissen, welchen Beruf und welche Branche Sie anstreben oder für welches Unternehmen Sie arbeiten wollen.

Als Einsteiger, der weiß, was er will, werden Sie einen Personalverantwortlichen genauso ansprechen wie ein erfahrener Bewerber, der sich auf gut Glück bewirbt, ohne aber auf bestimmte Unternehmen oder Positionen abzuzielen.

Denken Sie also in Ihrer Bewerbung daran, einen Titel für Ihren Lebenslauf anzugeben. Dies ist ein Detail, das oft vergessen wird, aber es zeigt dem Recruiter, dass Sie sich nicht zufällig für diese Bewerbung entschieden haben!

Bei einer Initiativbewerbung schreiben Sie die Stellenbezeichnung, die Sie suchen, bei einem Stellenangebot die Bezeichnung, die in der Anzeige steht.

Das Hinzufügen dieses Titels zeigt dem Personalverantwortlichen, dass Sie an seinem Unternehmen und dieser Position interessiert sind. Wenn Sie Ihr Glück mit einer Initiativbewerbung versuchen, vermeiden Sie es jedoch, mehrere, zu unterschiedliche Jobtitel anzubieten. Wenn Sie schreiben, Sie suchen eine "kaufmännische oder UX-Designer-Stelle", ist das nicht vorteilhaft und könnte sogar den Eindruck erwecken, dass Sie nicht wissen, was Sie wollen.

Mit dieser Titel-Methode ist jeder Lebenslauf individuell. Sie werden so vielleicht weniger verschicken, dafür aber mehr Antworten auf Ihre Bewerbungen erhalten!





2. Beschreiben Sie sich kurz, aber mit Leidenschaft

Bevor Sie auf Ihre Berufserfahrungen eingehen, beschreiben Sie sich in 2-3 Zeilen und, wonach Sie suchen. Wie ein Intro zu einem Artikel, erleichtert diese Kurzbeschreibung dem Recruiter das Lesen, und er weiß in wenigen Sekunden, ob er mit Ihnen weiterarbeiten möchte.

Zögern Sie nicht, diese Beschreibung je nach Angebot weiterzuentwickeln, wobei Sie natürlich ehrlich bleiben sollten. Erfinden Sie keine ferne Leidenschaft für das Management von Unternehmensanleihen, wenn Sie eigentlich eine Leidenschaft für das Hotel- und Gaststättengewerbe haben. Wenn Sie sich gezwungen fühlen, die Realität zu beschönigen oder gar zu lügen, ist das Angebot vielleicht nichts für Sie!

Diese Kurzbeschreibung sollte dem Personalverantwortlichen drei Informationen geben:

  • Welche Charaktereigenschaft ist für Ihre Persönlichkeit dominant und zeichnet Sie vorzugsweise aus: Sie sind freundlich, neugierig, kreativ, anpassungsfähig? Lassen Sie es die Recruiter auf subtile Weise wissen.

  • Was treibt Sie an und begründet Ihre Bewerbung für diese Stelle: Malen, Kochen, Finanzen, Grafikdesign, Verkauf? Zögern Sie nicht, präzise zu sein, oder sogar anzudeuten, warum Sie sich für dieses Gebiet begeistern konnten. Dadurch wird Ihre Bewerbung persönlicher.

  • Für welche Stelle genau Sie sich bewerben wollen.

Alles muss schlüssig sein und dem Personalverantwortlichen von Anfang an zeigen, dass Ihr Ehrgeiz das Ergebnis Ihrer Persönlichkeit und Interessen ist.





3. Erstausbildung und duale Ausbildung

Die Art und Weise, wie die Ausbildung im französischen Lebenslauf dargestellt wird, hängt vom Ausbildungstyp ab: Davon, ob es sich um eine "reguläre" oder um eine duale Ausbildung handelt.

Wer beispielsweise im Rahmen eines dualen Studiengangs bereits Berufserfahrung gesammelt hat, sollte das auch so darstellen. In diesem Fall haben die Rubriken Formations und Expériences professionnelles die gleiche Bedeutung. Dann können Sie auch die Rubrik mit der Berufserfahrung vor die Ausbildungsrubrik setzen.





4. Weiterbildung (formation continue)

Die Möglichkeit zur Weiterbildung existiert in Frankreich, allerdings kann man sie meist erst nach drei Jahren im Job in Anspruch nehmen (Compte personnel de formation, CPF).

Sollten Sie bei einer früheren Anstellung schon Weiterbildungen gemacht haben, dann müssen Sie dies auf jeden Fall im Lebenslauf erwähnen. Und zwar im Bereich Ausbildung, als Formation.





5. Zum Aufbau: Der erste Abschnitt gilt der Ausbildung (formation)

Fangen Sie immer mit den jüngsten Ereignissen an: Das nennt man einen antichronologischen Lebenslauf, der mit Ihrem letzten Zeugnis bzw. Abschluss beginnt, nicht mit dem am längsten zurückliegenden. Das ist so wesentlich einfacher für einen Personaler zu lesen, da er auf diese Weise die für ihn wichtigen Stationen Ihrer Laufbahn sofort erkennt.

Gerade in einem Lebenslauf, in dem noch wenig Berufserfahrung steht, ist es der Abschluss, der am meisten interessieren wird und am meisten über Sie und Ihre Qualifikation aussagt.

Beachten Sie, dass die Personalentscheider sich über den Wahrheitsgehalt Ihrer erwähnten Zeugnisse informieren können, es gibt eigens darauf spezialisierte Unternehmen, wie verifdiploma. Darüber hinaus können sie schnell herausfinden, ob Sie womöglich nie einen Fuß in die erwähnten Einrichtungen gesetzt haben.

Nennen Sie die Stadt, in der Sie Ihre Ausbildung gemacht haben, denn bestimmte Schulen oder Ausbildungsgänge gibt es an mehreren Orten in Frankreich, da interessiert es den Personaler natürlich, woher Sie kommen und wo Sie auf Ihrem Berufsweg überall Halt gemacht haben.

Erwähnen Sie bei der Bewerbung für eine erste Stelle in Frankreich auf jeden Fall auch Ihren Schulabschluss, inklusive Schwerpunkt und Note. Nennen Sie wirklich jedes erhaltene Zeugnis (und erklären Sie eventuelle Abkürzungen), gehen Sie auf Punkte ein, auf Spezialisierungen, die für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, besonders interessant sind.





6. Zweiter Abschnitt im Lebenslauf: die Berufserfahrung (expérience professionnelle)

Wenn Sie Berufseinsteiger in Frankreich sind und noch über keine Berufserfahrung verfügen, die zu Ihrer Ausbildung passt, dann ist dieser Abschnitt im Lebenslauf zwar weniger wichtig, er sollte aber dennoch nicht unerwähnt bleiben.

Beginnen Sie mit der aktuellsten beruflichen Station, erwähnen Sie die Ihnen zugewiesenen Aufgaben und stellen Sie die Tätigkeiten heraus, die eine besondere Rolle für Ihre Bewerbung spielen.

Listen Sie in Ihrem französischen CV die Praktika auf, die Sie absolviert haben; wenn Sie nur Praktika als Erfahrungen erwähnen können, dann arbeiten Sie gut die einzelnen Praktikumsaspekte, den Arbeitsumfang, den Bereich und die Branche heraus.

Erwähnen Sie deutlich die Dauer jedes Praktikums oder jeder Anstellung neben der Berufsbezeichnung. Das verdeutlicht, ob Sie länger dort gearbeitet haben, oder es kann erklären, warum Sie nur wenige Aufgaben übernehmen konnten, etwa, wenn das Praktikum sehr kurz war.

Verdeutlichen Sie, welche Fertigkeiten und Kenntnisse Sie gewonnen haben, auch in Bezug auf Techniken und Werkzeugen (Software, Bedienung bestimmter Geräte) und Unternehmenstypen, mit denen Sie in Kontakt treten konnten.

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