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Was sich für Verbraucher in Frankreich im Jahr 2026 ändert

Was sich für Verbraucher in Frankreich im Jahr 2026 ändert

Für das Jahr 2026 wurden mehrere Änderungen beschlossen, die sich auf den Alltag der französischen Bevölkerung auswirken werden. Während einige Preise steigen werden, werden andere Abgaben sinken. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Änderungen im Jahr 2026 in Frankreich.

 



Steuern

1. Steuern

Erklärung manueller Geld- und Sachspenden nur noch online möglich: Seit dem 1. Januar 2026 muss die Erklärung einer Spende (Geldsumme, bewegliches Gut, Kunstgegenstände, Schmuck, Fahrzeuge, Aktien, etc.) zwischen Privatpersonen ausschließlich elektronisch über den entsprechenden Onlinedienst der Steuerverwaltung erfolgen, außer in bestimmten Ausnahmefällen.

Erhöhung des Zinssatzes für Immobilien-Sparpläne: Wohnungssparpläne (Plan épargne logement, PEL), die ab dem 1. Januar 2026 eröffnet werden, erhalten einen Zinssatz von 2 % (gegenüber 1,75 % für Pläne, die am 1. Januar 2025 eröffnet wurden). Der Zinssatz eines PEL wird zum Zeitpunkt seiner Eröffnung festgelegt.

Entwicklung des gesetzlichen Zinssatzes: Der gesetzliche Zinssatz wird zur Berechnung von Verzugszinsen bei verspäteten Zahlungen verwendet. Die für das erste Halbjahr 2026 geltenden Sätze wurden durch eine Verordnung vom 15. Dezember festgelegt, die am 26. Dezember 2025 im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Sie gelten seit dem 1. Januar 2026.


2. Verbrauch

Schrittweises Verbot von PFAS in bestimmten Produkten: Ab dem 1. Januar 2026 ist die Herstellung, der Import, der Export und das Inverkehrbringen folgender PFAS-haltiger Produkte verboten: Kosmetika, Skiwachse, Kleidung, Schuhe und deren Imprägniermittel. Diese Maßnahme soll die Bevölkerung und die Umwelt vor den Risiken per- und polyfluorierter Chemikalien (PFAS) schützen.



Energie

3. Energie

Neue Berechnung für elektrisch beheizte Wohnungen: Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neue DPE-Berechnung, die elektrisch beheizte Wohnungen besser bewertet. Alte Ausweise bleiben gültig, können aber online aktualisiert werden. Der DPE ist nun für alle Gebäude mit weniger als 50 Einheiten Pflicht.

Kaufprämie für Elektrofahrzeuge: Seit 2025 ersetzt die Coup de pouce-Prämie den Ökobonus. 2026 wird die Förderung neuer Elektrofahrzeuge über das CEE-System fortgesetzt. Die Beihilfen betragen, je nach Einkommen, 3 500 € bis 5 700 €, mit einem Zusatzbonus von 1 200–2 000 € für Fahrzeuge mit in Europa gefertigten Batterien. Die Einkommensgrenzen wurden angehoben.

Kfz-Steuer: Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Malus automobile aus einer CO₂- und einer Gewichtssteuer. Der CO₂-Malus greift ab 108 g/km und kann bis zu 80 000 € betragen. Der Gewichtsmalus gilt ab 1,5 t (10 € zwischen 1 500 und 1 699 kg, 30 € ab 2 000 kg). Ab 2026 sind auch bestimmte N1-Geländefahrzeuge betroffen.

Zinsfreies Darlehen: Das Prêt avance mutation dient zur Finanzierung energetischer Renovierungen von Hauptwohnungen. Die Einkommensobergrenzen für Begünstigte wurden am 1. Januar 2026 angepasst.


4. Kredite

Entwicklung der Höchstzinssätze für Immobilienkredite: Seit dem 1. Januar 2026 ändern sich die gesetzlichen Höchstzinssätze (TAEG) für Immobilienkredite gegenüber dem Vorzeitraum.



Sozialleistungen

5. Sozialleistungen

Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns: Am 1. Januar 2026 wurde der französische Mindestlohn (Smic) auf 12,02 € erhöht (1 823,03 € Brutto / Monat).

Erhöhung der Sozialversicherungsbemessungsgrenze um 2 %: Zum 1. Januar 2026 beträgt der Plafond de la sécurité sociale (PASS) 48 060 € jährlich bzw. 4 005 € monatlich.

Erhöhung der Mindestvergütung für Praktika: Die Mindestvergütung eines Praktikums, das länger als zwei Monate dauert, beträgt seit diesem Jahr 15 % des PASS, also 4,50 € pro Stunde.

Erhöhung der Renten, Sozialhilfen und Mindestrenten: Die Basisrenten und bestimmte Mindestsätze wurden am 1. Januar 2026 um 0,9 % erhöht.

Einführung eines zusätzlichen Geburtsurlaubs: Seit dem 1. Januar 2026 gibt es neben Mutterschafts-, Vaterschafts- und Adoptionsurlaub einen neuen Geburtsurlaub (Congé de naissance). Er dauert wahlweise 1 oder 2 Monate, kann flexibel aufgeteilt werden und wird durch ein gesetzliches Tagegeld vergütet. Ab dem 1. Juli 2026 können alle Elternteile ihn für Kinder nutzen, die ab dem 1. Januar 2026 geboren oder adoptiert werden, oder deren Geburtstermin nach diesem Datum liegt.

Aussetzung der Rentenreform: Das Finanzierungsgesetz der Sozialversicherung für 2026 setzt den beschleunigten Zeitplan der Rentenreform von 2023 aus.
Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird für die Jahrgänge 1961–1968 sowie für Langzeitarbeitsbiografien langsamer angehoben. Diese Änderungen gelten ab September 2026.


6. Briefporto

Erhöhung von Porto für Briefe und Pakete: Die Tarife für Briefe und Pakete sind in diesem Jahr im Durchschnitt um 7,4 % angestiegen. So kostet die Lettre verte nun 1,52 €, die Lettre services plus 3,47 €, ein Einschreiben R1 (20 g) 6,11 € und Post ins Ausland (0–20 g) 2,25 €.



Transport

7. Transport

Preise für öffentlichen Personenverkehr steigen weiter: Am 1. Januar 2026 wurden die Tarife für den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Paris angehoben. Das Monatsabo Navigo kostet nun 90,80 €, ein Einzelfahrschein für Metro, Zug oder RER 2,55 € und ein Bus- oder Tram-Ticket 2,05 €.


8. Internet

Umstellung auf Glasfaser: Das alte Kupfernetz für Telefon und DSL wird schrittweise zugunsten von Glasfaser abgeschaltet. Ab sofort dürfen keine neuen Kupfernetz-Verträge mehr abgeschlossen werden, bestehende bleiben jedoch gültig.


9. Entgelttransparenzgesetz

Für welche Unternehmen die Gehaltstransparenz gilt: Ab dem 7. Juni 2026 wird Lohntransparenz (Transparence salariale) verpflichtend. Laut einer EU-Richtlinie müssen Unternehmen mit 100 bis 250 Beschäftigten alle drei Jahre Berichte zu den geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden veröffentlichen. Kleinere Unternehmen sind vorerst nicht verpflichtet, sollen jedoch gute Transparenzpraktiken fördern.

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Olivier

Olivier Geslin