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Französisch lernen in Paris: Sprachschulen und Sprachkurse im Test

Französisch lernen in Paris: Sprachschulen und Sprachkurse im Test

Für viele Menschen ist Französisch die schönste Sprache der Welt. Ihre angenehme Sprachmelodie versteckt allerdings auch viele Tücken... Und wenn Franzosen so richtig Gas geben, versteht man kein Wort mehr. Leben in Frankreich bedeutet vor allem auch die Sprache zu beherrschen. Wir haben einige Sprachschulen in Paris unter die Lupe genommen, für diejenigen, die in Frankreichs Hauptstadt durchstarten möchten.

1. Französisch für Anfänger: drei Institutionen im Test
2. Qualitatives Online-Lernen der französischen Sprache
3. Abenteuer Sprachenlernen in Paris





1. Französisch für Anfänger: drei Institutionen im Test

Ein lockeres "Bonjour" oder "Ça va" geht wohl vielen noch leicht über die Lippen, aber die französische Sprache tatsächlich so zu beherrschen, dass man mit Franzosen vernünftig kommunizieren kann, ist eine völlig andere Sache... Schulfranzösisch kann zwar hilfreich sein, wenn man sich entschließt, nach Frankreich zu ziehen, aber Vorsicht: Franzosen machen keine Geschenke.

Wer Schwierigkeiten mit der Aussprache hat, oder seine Wörter mühsam zusammensuchen muss, dem kann es durchaus passieren mit dem Kommentar "Pardon, je ne comprends rien" abgespeist zu werden. Das ist natürlich nicht überall der Fall, man sollte es aber auch nicht persönlich nehmen, falls es doch passiert.

Mit den alten Schulbüchern im stillen Kämmerlein kommt man da nicht weiter. Wen es zunächst in die französische Hauptstadt verschlägt, um ein neues Leben im Nachbarland zu beginnen, der hat gute Karten: Es gibt eine Vielzahl an Sprachschulen in Paris. Man muss nur die richtige für seine Bedürfnisse finden.

Aus diesem Grund nehmen wir folgende drei Institutionen unter die Lupe:

  • Sorbonne
  • Institut Catholique
  • Alliance Française

Durch welche Qualitäten zeichnen sie sich aus? Welche sind weniger zu empfehlen?

Sorbonne, eine altehrwürdige Uni mit etwas angestaubten Lehrmethoden

Nicht nur ihrer Größe wegen erscheint die Sorbonne als das unpersönlichste der drei Sprachinstitute. Wenn man als blutiger Anfänger vorspricht, kann sich der Einschreibeprozess an dieser renommierten Institution etwas unangenehm anfühlen. Es kann auch schon mal etwas länger dauern, bis man die gewünschten Informationen erhält... Es handelt sich eben um eine Verwaltung.

Bei der anschließenden Odyssee, um alle erforderlichen Unterlagen zusammen zu sammeln, legt man eventuell ein paar Kilometer zurück, aber man lernt andere Studierende kennen, die ebenfalls mit ratlosen Gesichtern umherirren. Wie auch an vielen Universitäten in Deutschland, so sind einige Gebäude der altehrwürdigen Sorbonne extrem renovierungsbedürftig und liegen oft weit vom Hauptgebäude entfernt. Wer sich also zusätzlich zu seinem Sprachkurs noch in einen Phonetikkurs oder zu Vorlesungen einschreibt, sollte sich auf lange Wege einstellen.

Die Unterrichtsmittel bestehen in der Sorbonne aus Büchern und Begleitheften, die extra für ihre Sprachschüler erstellt wurden. Findet man die gestellten Grammatiken unzureichend, so kann man sich problemlos mit Büchern aus dem Buchhandel behelfen. Diese finden sich auch kostengünstig gebraucht, zum Beispiel in einer der Filialen von Gibert.

Wie überall, hängt die Qualität des Unterrichts stark vom Engagement des Lehrers ab. Oftmals erscheint der Unterricht an den französischen Unis stark verschult. Der Eindruck hängt von den Bedürfnissen jedes einzelnen ab: Für den einen ist es ein Genuss den Imparfait du subjonctif zu kennen, der andere wünscht sich mehr praktische Tipps für den Alltag.

Institut Catholique, ein übersichtliches Institut mit Lerngarantie

Eine weitere renommierte Pariser Sprachschule ist das Institut Catholique. Man muss übrigens weder getauft, noch katholisch sein, um sich dort einzuschreiben. Die Sprachkurse haben auch inhaltlich nichts mit einer Theologischen Fakultät, die das Institut vor allem ausmacht, gemeinsam.

Angenehmerweise finden alle Kurse im selben Gebäude statt. Die Einschreibung wird von beherzten, geduldigen, freiwilligen Helfern und der in Paris oft vermissten Freundlichkeit durchgeführt. Es gibt sogar eine Kantine, welche zwar klein ist, aber abwechslungsreiche Speisen anbietet. Wenn der Unterricht zeitlich günstig pausiert ist, lohnt es sich, dort für ein paar Euro mit Mitschülern gemeinsam zu essen.

Das Institut Catholique bietet, im Gegensatz zur Sorbonne, auch einmonatige Ferienkurse an. Der Unterricht selbst ist sehr stark auf Konversation ausgerichtet. Auch die Grammatik kommt hier nicht zu kurz.

Gruppenarbeiten ergeben viele Möglichkeiten, Französisch zu trainieren. Außerdem wird jeder Schüler aufgefordert, regelmäßig ein Referat über sein Land oder eine Attraktion in Paris vorzutragen.

Highlights dieser Schule sind wohl die kostenlosen Konversationskurse, in die man sich einschreiben kann. Moderiert von freiwilligen, liebenswürdigen Rentnern wird hier über Gott und die Welt gesprochen. Sehr hilfreich und empfehlenswert, und somit fast noch effizienter als die Kurse an sich, für die man zahlt.

Alliance Française, besser als ihr Ruf

Die Alliance Française ist bei Paris-Kennern etwas in Verruf, da sich hier mehr Touristen als Wahl-Franzosen einschreiben. Sie ist in etwa die französische Entsprechung der Sprachkurse des Goethe Instituts.

Im Vergleich zu den beiden anderen Instituten, orientiert sich hier der Unterricht an modernen Methoden. Die Lehrbücher der Alliance Française sind weit weniger akademisch angelegt und werden oft auch beiseite gelassen. Die ausgewählten Themen, mit denen neuer Stoff gelernt wird, stammen durchweg aus dem täglichen Leben. Häufig werden sie auch durch Hörspiele oder Fernsehbeiträge untermalt.

Im Mittelpunkt des Unterrichts steht vor allem das Sprechen. Die Grammatik wird zwar nicht außen vor gelassen, allerdings wird jedes neue Problem anschließend mündlich in Übungen eingebaut. Der praktische Nutzen der Kurse ist dadurch sehr hoch.

Das Gebäude der Alliance Française ist in gutem Zustand, es gibt eine kleine Imbiss-Bar und einen Buchladen im Haus.

Die Einschreibung nimmt auch hier eine gewisse Zeit in Anspruch. Dieses Institut bietet auch die Möglichkeit, die Kurse wochenweise zu verlängern. Man ist also nicht gezwungen, sich gleich für ein ganzes Semester einzuschreiben.





2. Qualitatives Online-Lernen der französischen Sprache

Man hat nicht zwangsläufig genügend Zeit, um sich in Präsenzveranstaltungen zu begeben. Häufig ist man bereits durch den neuen Arbeitsplatz in Frankreich sehr ausgelastet. Statt nach Feierabend an einem Sprachkurs teilzunehmen, überwiegt meist die Lust sich auf die Terrasse einer Pariser Bar zu setzen und den Abend bei einem Glas Rotwein ausklingen zu lassen.

Das Sprachlehrinstitut Campus Langues bietet deshalb die perfekte Online-Alternative. Dabei handelt es sich um eine rein digitale Sprachlernplattform, die ganz ohne Lehrkraft, aber mit besonders hochwertigem Material, schnellen Lernerfolg verspricht.

Der Vorteil gegenüber anderen Sprachlern-Apps ist, dass alle Materialien dem europäischen Referenzrahmen für Sprachen entsprechen. Dies bedeutet, dass selbst wenn der Unterricht ausschließlich digital stattfindet, das von Ihnen erreichte Niveau am Ende der gebuchten Einheiten auch tatsächlich dem Niveau entsprechen, welches Sie zu Beginn anvisiert hatten.

Ein weiterer Vorteil des Online-Lernens ist der hohe Flexibilitätsfaktor. Ob in der Metro, während der Mittagspause oder aber abends auf dem Sofa, die Übungen lassen sich von überall und jedem technischen Gerät aus aufrufen.

Die Online-Kurse richten sich an jedes Lernniveau und kombinieren in 50 Sitzungen, schriftliche, mündliche und grammatische Einheiten, die Lernende effizient an ihre sprachlichen Ziele bringt.





3. Abenteuer Sprachenlernen in Paris

Die diversen Institute werden unterschiedlichen Ansprüchen gerecht. Wer gerne in die Tiefen der französischen Grammatik eintauchen möchte, der ist mit den Kursen an der Sorbonne gut beraten. Wer allerdings schnell in der Lage sein möchte zu kommunizieren, der fährt mit dem Institut Catholique oder der Alliance Française besser.

Zusätzlich lohnt es sich die kostenfreien Möglichkeiten Französisch zu lernen in Anspruch zu nehmen.

Wofür auch immer man sich entscheidet, eine Sprache zu beherrschen nimmt viel Zeit und Übung in Anspruch, und die Devise lautet: bloß nicht aufgeben! Wenn man irgendwann bemerkt, dass man Zugdurchsagen mühelos versteht oder spontan auf eine Frage antworten kann, sind alle Mühen vergessen.

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