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Nach der Bewerbung in Frankreich geschickt nachhaken

Sie sind auf der Suche nach einer Stelle in Frankreich und verschicken pausenlos Bewerbungen. Sie freuen sich auf eine neue berufliche Herausforderung in Frankreich und sind daher auch entsprechend ungeduldig. Aber eine Rückmeldung der Unternehmen lässt auf sich warten. Das kennt wohl jeder, der sich schon einmal mit sorgsam ausgefülltem französischem „CV", also dem Lebenslauf, und dem Anschreiben „Lettre de motivation" beworben hat.

Um die Wartezeit sinnvoll auszunutzen, ist es ratsam, nach einer gewissen Zeit zum Telefonhörer zu greifen, und bei den Unternehmen einfach mal nachzuhaken.

In Frankreich gibt es selten eine Eingangsbestätigung oder ein Absagesystem wie in Deutschland

"Tout vient à point à qui sait attendre", das ist ein französisches Sprichwort, das sich in etwa mit dem deutschen „Was lange währt wird endlich gut" übersetzen lässt. In Sache Bewerbung gilt das allerdings nur eingeschränkt, denn nicht selten bekommt man eine Absage, auch nach langer Wartezeit. Und genau die ist oft das Schlimmste, denn schließlich will man nach einer Bewerbung meist rasch wissen, wie es denn nun beruflich weitergeht.

Dabei kann es auch nach einem bereits erfolgten Vorstellungsgespräch manchmal sehr lang dauern, bis sich der potentielle Arbeitgeber wieder meldet. Es ist daher durchaus sehr sinnvoll, den Personalverantwortlichen nach einer Weile noch einmal zu kontaktieren, um sich in Erinnerung zu bringen und deutlich zu machen, dass man immer noch Interesse an der Position hat. Schließlich ist Beharrlichkeit auch eine der Eigenschaften, die in Unternehmen gerne gesehen werden.

Wann soll man in Frankreich beim Personaler nachhaken?

Am besten ist es, sich in den zehn Tagen nach Eingang der Bewerbung telefonisch zu melden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die von Office Team in neun Ländern durchgeführt, und von der französischen Zeitung L'Express aufgegriffen wurde. Die Zeit, wann man nachhaken soll, hängt dabei davon ab, ob es sich um eine Initiativbewerbung handelt, oder ob man auf ein Jobangebot antwortet. Im letzteren Falle kann man sich auch eher melden, eine feste Regel gibt es aber nicht. So oder so, grundsätzlich ist das Nachhaken eine gute Idee, zeigt dies doch, dass der Bewerber motiviert und willens ist, den Job zu bekommen. Und genau das wollen Unternehmen sehen.

Wie hakt man in Frankreich nach einer Bewerbung richtig nach?

Bevor Sie sich beim Personaler melden, ist es wichtig, dass Sie sich gut vorbereiten. Heben Sie die Anzeigen, auf die Sie sich gemeldet haben, auf, am besten in einem Ordner. Fügen Sie stets die Adressen und Kontaktdaten der jeweiligen Personaler in den Unternehmen an. Das hilft Ihnen, sich zurechtzufinden. Dann können Sie sich telefonisch melden. Rufen Sie die für Sie zuständige Person an, erinnern Sie sie daran, dass sie dann und dann zum Vorstellungsgespräch da waren, dass Sie eine Bewerbung geschickt haben, um welchen Posten es ging und so fort. Dabei ist es zunächst ratsam zu fragen, in welchem Stadium sich der generelle Bewerbungsprozess befindet, anstatt Fragen zur persönlichen Bewerbung zu stellen.

Wenn der Personaler noch keine Entscheidung getroffen hat, bitten Sie ihn Ihnen mitzuteilen, bis wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Danach allerdings sollten Sie nicht mehr anrufen, etwa „um ihn zu erinnern." Dadurch könnte sich der Personalverantwortliche eher belästigt fühlen, was nachteilig für Sie ist.

Sie können sich natürlich auch per Post im Personalbüro melden. Dabei sollten Sie auf dieselben Dinge eingehen, die Sie auch in einem Telefongespräch behandeln würden. Und auch mit ein paar geschriebenen Zeilen machen Sie klar, dass Sie sich weiter für den Posten interessieren. So bleiben Sie im Spiel.

Neben Telefon und Brief ist auch die Email ein wirkungsvolles Kommunikationsmittel bei Bewerbungen. Mit ihr erreichen Sie meist direkt den richtigen Ansprechpartner und Sie vermeiden es, womöglich mehrere Male erfolglos anzurufen oder abgewimmelt zu werden. Außerdem können Sie in einer Email Ihre Formulierungen noch einmal überprüfen und schleifen und so Ihr Anliegen gezielt und sicher vorbringen.