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Mein Manager und ich: deshalb können Franzosen ihren Chef nicht ausstehen

Mein Manager und ich: deshalb können Franzosen ihren Chef nicht ausstehen

Die Beziehung zwischen einem Mitarbeiter und seinem Manager ist laut der jüngsten Untersuchung von Seton, Spezialist für Risikoprävention, und des Meinungsforschungsinstituts OnePoll, kein langer, ruhiger Fluss.

Die Studie konzentrierte sich auf die Gefühle der Arbeitnehmer gegenüber ihren Managern: 1000 Franzosen wurden im März 2018 über vergangene und aktuelle Berufserfahrungen, Stress bei der Arbeit und ihre Erwartungen gegenüber ihren Arbeitgebern befragt.

Seton legt den Fokus viel mehr auf die Maßnahmen zur Vermeidung von Angst und Panikattacken am Arbeitsplatz.

Schockierende Statistiken

Den Umfrageergebnissen zufolge gibt einer von vier Franzosen zu, seinen Arbeitsplatz wegen seines Vorgesetzten verlassen zu haben. Interessant ist auch die Tatsache, dass Frauen eine solche Entscheidung schneller als Männer treffen. Geduld ist eine Qualität, worauf französische Frauen, wenn es drauf ankommt, gerne verzichten.

Jeder vierte Franzose verlässt seine Arbeit wegen seines Vorgesetzten.

Auch wenn einige diesen Schritt bereits hinter sich haben, würden andere nicht länger zögern: ca. 30% der Arbeitnehmer in Frankreich sagen, dass sie ihren Job allein deshalb verlassen würden, wenn ihnen ihr Vorgesetzter nicht passen sollte.

Tun Sie dies nicht, tun Sie das nicht... Es immer das Gleiche. Auch wenn wir alle manchmal Dinge fehleinschätzen oder falsche Entscheidungen treffen, gibt es Punkte, die Mitarbeiter niemals vergeben und als absolutes No-Go ansehen. Der häufigste schwerwiegende Fehler ist die Aneignung der Arbeit anderer. Fast jeder vierte Manager schreibt sich die Arbeit eines seiner Mitarbeiter sich selbst zu.

Jeder sechste Mitarbeiter in Frankreich wurde von seinem Vorgesetzten verbal angegriffen.

Die 5 weitverbreitetsten Fehler der Manager in Frankreich

  1. Zuschreibung verrichteter Arbeit des Mitarbeiters: 23,3%
  2. Grundlose Verweigerung einer Gehaltserhöhung: 18,6%
  3. Anwendung verbaler Gewalt: 17,9%
  4. Öffentliche Ausübung von Kritik: 13,4%
  5. Beförderung eines anderen Kollegen: 12%

Stress bei der Arbeit in Frankreich

Wie die Studie zeigt, spielt Die Auswirkung von Arbeitsbelastungen eine wichtigere Rolle, als die Ursachen dafür. Zudem sind die Teamleiter, von denen ein Drittel Millennials sind, nicht ganz unschuldig. Ein Viertel der Manager wird vorgeworfen, durch zunehmender Arbeitsbelastung und verstimmende Diskussionen, ein stressreiches Arbeitsumfeld zu kreeiren - wenn auch unabsichtlich.

Jeder vierte Manager ignoriert das Thema Stress bei der Arbeit seiner Mitarbeiter.

Der Grund, warum mehr Frauen als Männer mit ihrem Vorgesetzten unzufrieden sind, ist, dass jede fünfte Arbeitnehmerin nicht die Möglichkeit hat, mit ihrem Vorgesetzten über das Thema Stress am Arbeitsplatz zu sprechen.

Angesichts des Bewusstseins über die Bedeutung der psychischen Gesundheit und ihrer katastrophalen Folgen, auch wenn das Thema nicht ernst genommen wird, müssen heute sowohl die Mitarbeiter als auch die Führungskräfte den Dialog fördern und die Personalabteilung einschalten, wenn sie zu sehr unter Druck geraten.

"2016 wurden 10.000 Fälle unter anderem von Stress, Ängsten und Depressionen als Arbeitsunfälle von der Krankenkasse anerkannt. Diese Tatsache sollte die Führungskräfte zum nachdenken bringen, um Stress bei den Mitarbeitern vorzubeugen", erklärt Soumya Kentour Personalleiterin bei Seton.

"Die Arbeitgeber sind sich zunehmend bewusst, dass die mentale Gesundheit der Arbeitnehmer stark von den Arbeitsbedingungen abhängt. Daher befragt Seton die Mitarbeiter regelmäßig nach eventuellem Stress bei der Arbeit und ihrer Wahrnehmung des Managements. Die Antworten zeigen, dass der Mangel an Kommunikation in Bezug auf Qualität und Quantität der ausschlaggebende Faktor für Frustration und Stress bei den Arbeitnehmern ist. Missverständnisse bei Entscheidungen führen oft zu Ungerechtigkeiten. Aus diesem Grund arbeiten wir bei der Optimierung der Kommunikation eng mit den Managern zusammen. Eine gute Kommunikation hilft den Mitarbeitern Entscheidungen besser zu verstehen und den Managern die Probleme ihrer Angestellten besser wahrzunehmen und dementsprechend zu handeln."

Leitfaden eines guten Managers in Frankreich

Obwohl Perfektion nicht existiert, ist es immer noch möglich, näher zu kommen. Die befragten Mitarbeiter bekamen die Möglichkeit zu erläutern, was sie von ihrem Vorgesetzten erwarten. Der Reihenfolge nach bevorzugen Franzosen einen fairen Manager, der alle gleich behandelt. Sie erwarten auch, dass der Vorgesetzte sein Team mit klaren Visionen und Zielen inspiriert und, dass er beispielgebend ist.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Aber vor allem Gleichheit.

Die 5 angesehensten Qualitäten der Manager in Frankreich

  1. ist gerecht
  2. inspiriert das Team
  3. geht mit gutem Beispiel voran
  4. verteilt effizient die Aufgaben
  5. ist zugänglich und freundschaftlich

Nach den Eigenschaften, die einen guten Manager ausmachen, zeigen wir Ihnen die fünf Manager-Fehler, die die Gemüter der Franzosen erhitzen. Ganu oben im Ranking: die Bevorzugung anderer Kollegen. Wir haben immerhin für die Gleichbehandlung gekämpft!

Die 5 schlimmsten Makel der Manager in Frankreich

  1. begünstigt andere
  2. ist unzugänglich und distanziert
  3. stellt Zahlen vor dem Menschen in den Vordergrund
  4. ist inkompetent
  5. schreibt sich die verrichtete Arbeit selbst zu

Quelle: Seton.fr

Diese Umfrage wurde übersetzt. Hier geht es zur Originalversion in französischer Sprache: Mon manager et moi - pourquoi les Français détestent leur boss