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Mitarbeitersuche in Frankreich: Trotz Krise qualifiziertes Personal schwer zu finden

7. Februar 2013

In Frankreich ist es im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn schwer, gutes Personal zu finden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Personaldienstleisters Randstad.

Für deutsche oder französische Unternehmen ist es generell ein Problem, genügend qualifiziertes Personal zu finden. Aber speziell in Frankreich scheint es besonders schwer. Zwei von drei im Rahmen der Studie befragten Arbeitnehmern gaben an, dass ihr Vorgesetzter Schwierigkeiten damit hat, passende Mitarbeiter einzustellen - einfach mangels ausreichender Kompetenzen.

Dieses Ergebnis erscheint paradox angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen, mehr als drei Millionen Arbeitslose gibt es derzeit in Frankreich. Aber es lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass Arbeitgeber ihre Messlatte für Bewerber viel zu hoch hängen. Die Diskrepanz zwischen der Ausbildung der Kandidaten und den Anforderungen einer Position wachse zusehends, stellt die Randstad-Studie fest.

Ein Mangel an qualifizierten Profilen nur in Frankreich?

Das Fehlen an qualifizierten Mitarbeitern ist aber nicht nur ein Problem in Frankreich. Auch in Deutschland, wo die Bevölkerung am schnellsten altert, ist es am schwierigsten gut ausgebildetes Personal zu finden. Hier herrscht ein regelrecht dramatischer Fachkräftemangel, der in der Zukunft noch stärker werden wird. Einer von zwei Arbeitnehmern in Deutschland (51,9 Prozent) ist der Meinung, dass sein Vorgesetzter spätestens in den nächsten drei Jahren mit einem Personalnotstand konfrontiert werden wird. Besonders akut ist der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern im Mittelstand, der eigentlich die treibende Kraft ist für die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die wiederum das Rückgrat des deutschen Wirtschaftsgefüges bilden.

Französische Mitarbeiter nicht sehr zufrieden mit Weiterbildungsmöglichkeiten

Andererseits, so wie sich die Firmenchefs damit schwertun, geeignetes Personal zu finden, so fühlen sich die eingestellten Arbeitnehmer nicht wirklich unterstützt, was Weiterbildungsmöglichkeiten angeht. Fast jeder zweite befragte Beschäftigte in Frankreich (50,9 Prozent) hat den Eindruck, dass sein Arbeitgeber sich nicht genug um die Fortbildung seiner Mitarbeiter kümmert - was eine wichtige Voraussetzung wäre, um mit den Entwicklungen des Marktes Schritt halten zu können. Da sind die Deutschen etwas zufriedener: Nur 48,8 Prozent sind mit dem Weiterbildungsangebot ihres Unternehmens unzufrieden...

Die Studie Randstad Workmonitor wurde mittels eines Online-Fragebogens vom 17. Juli bis zum 15. August 2012 realisiert. In jedem Land haben 400 Personen im Alter von 28 bis 65 teilgenommen.

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