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Lebensqualität in Frankreich: Attraktivität der französischen Regionen und Städte

Lebensqualität in Frankreich: Attraktivität der französischen Regionen und Städte

Neben der Wahl des Arbeitsplatzes spielt natürlich auch der Arbeitsort eine wichtige Rolle bei der Jobsuche in Frankreich. Dabei ist es für Deutsche manchmal gar nicht so einfach, die vielen verschiedenen Gegebenheiten in den Regionen Frankreichs zu durchschauen. Daher bieten wir Ihnen eine Übersicht über die Attraktivität der französischen Regionen in Bezug auf Lebensqualität und Wirtschaft geben.

1. Führend in der Rangliste: Auvergne-Rhône-Alpes
2. Der Südwesten lockt: Aquitanien und Okzitanien
3. Der Westen holt auf: Bretagne und Normandie
4. Region der Extremen: Ile-de-France
5. Die Schlusslichter: Grand-Est, Hauts-de-France und Centre-Val de Loire
6. Lebensqualität und Wirtschaft beeinflusst durch die Pandemie





1. Führend in der Rangliste: Auvergne-Rhône-Alpes

Seit Jahren sind ist die Region Auvergne-Rhône-Alpes führend, was die wirtschaftliche Attraktivität und Lebensqualität angeht.

Eine Studie von France Attractive hat Lyon zur beliebtesten Stadt in Frankreich gekürt, insbesondere dank seines dynamischen Arbeitsmarkts.


2. Der Südwesten lockt: Neu-Aquitanien und Okzitanien

An zweiter Position befindet sich der Südwesten Frankreichs, der im Vergleich zu 2020 drei Plätze gut gemacht hat. Im Jahr 2019 war vor allem Bordeaux stark umjubelt. Sicherlich ausschlaggebend dabei ist das hohe Lohnniveau in Bordeaux.

Gleich dahinter folgt die Stadt, welche man häufig als Erstes mit Airbus verbindet, nämlich Toulouse. Die Führungskräfte schätzen dort vor allem die Offenheit im internationalen Kontext. Natürlich ist die Luftfahrtindustrie der treibende Faktor der Region um Toulouse.

Der Raum Bordeaux-Toulouse stellt, mit über 100.000 Arbeitsplätzen an den beiden Standorten, die zweitgrößte Fertigungsstätte der Luftfahrt weltweit dar. Allein 52.000 Arbeitnehmer arbeiten für Airbus in Blagnac, aber auch für Latécoère, dem Weltmarktführer für Flugzeugverkabelungen, der immerhin 3.800 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu kommen noch die vielen weiteren Unterhändler in dieser Branche.





3. Der Westen holt auf: Bretagne und Normandie

Seit mehreren Jahren befindet sich die Mittelmeerregion Provence-Alpes-Côte d'Azur auf dem dritten Rang, der Westen Frankreichs bestehend aus der Bretagne und Normandie, holt allerdings stark auf und sitzt der Region PACA im Nacken, da es dort eine enorme Erhöhung der Immobilienpreise gab und zugleich, im Vergleich zu den Vorjahren, die berufliche Attraktivität sank.

Laut der Studie von Attractive France ist nämlich die Lebensqualität in dieser Region am stärksten gesunken, nur im Großraum Paris war der Rückgang noch ausgeprägter, so dass die Bretagne und Normandie davon profitieren und somit im Ranking "automatisch" aufsteigen konnten.


4. Region der Extremen: Ile-de-France

Keine Region in Frankreich ist so gespalten, wie die Ile-de-France. Bereits seit 2019 ist der Pariser Großraum führend in Bezug auf die wirtschaftliche Attraktivität. Dagegen bildet der Großraum Paris hinsichtlich der Lebensqualität das Schlusslicht.

Dabei ist zu vermerken, dass die wirtschaftliche Situation gleichbleibend hoch ist, die Lebensqualität aber weiter sinkt. 2019 schätzten 9 % der Führungskräfte das ausgeglichene Verhältnis von Berufs- zu Privatleben in der Region noch als eine der Stärken ein, dieses Jahr ist dies nicht mehr der Fall.





5. Die Schlusslichter: Grand-Est, Hauts-de-France und Centre-Val de Loire

Ost-, Nord- und Mittelfrankreich (Alsace-Lorraine, Nord-Pas-de-Calais, Centre) bilden weiterhin die Schlusslichter in der Bewertung und tun sich schwer damit, Ihre Trümpfe auszuspielen. Da sie wirtschaftlich als unattraktiv gelten, müssen sie beweisen, dass sie in puncto Lebensqualität manch andere Regionen und Städte hinter sich lassen können.

Besonders Lille, Straßburg, Orléans und Tours liegen in diesem Bereich sogar weit über dem regionalen Durchschnitt.


6. Lebensqualität und Wirtschaft beeinflusst durch die Pandemie

Ausgangssperren und diverse Lockdowns wirkten sich auch in Frankreich negativ auf Wirtschaft und Bevölkerung aus. Dabei erlebten vor allem Städte, deren Wachstum noch vor der Pandemie als unaufhaltsam galt, einen enormen Rückgang.

Insbesondere Bewohner der pariser Region Île-de-France setzten sich langfristig oder zumindest temporär, während der Krise in ländlichere Regionen des Landes ab. Doch trotz der Flucht auf das Land vieler Pariser, bleiben andere französische Großstädte weiterhin attraktiv und konnten während der Pandemie sogar an Zuwachs gewinnen.

Zu den Gewinnern zählen unter anderem die Städte Toulouse, Bordeaux und Lyon. Schon vor der Pandemie konnten diese sich durch ihre besonders hohe Präsenz von Führungskräften und Hochschulabsolventen auszeichnen (20-30 %). Unternehmen sahen 2020 vor rund 55.000 Mitarbeiter einzustellen.

Das Beschäftigungsbarometer der Firma Synergie zeigt, dass ein Jahr später die Angebote unbefristeter Arbeitsverträge weiterhin überwiegen.

Auch der Westen Frankreichs erwies sich während der Pandemie wirtschaftlich als besonders widerstandsfähig. Dabei zählen die Städte Rennes und Nantes zu den Spitzenreitern. Im Januar 2020 verzeichnete die Stadt der Herzöge, wie auch das ehemalige Condate und sogar die Hauptstadt der Alpen, Grenoble, zwischen 29.000 und 48.000 Neueinstellungsvorhaben.

Dem Figaro zufolge gewinnt nämlich, in Sachen Lebensqualität, vor allem die Bretagne an immer mehr Attraktivität. Besonders Familien zieht es immer häufiger in den französischen Westen. Grund hierfür sind unter anderem die Nähe zum Meer und zum Land.

Doch auch Faktoren, wie das Durchschnittsalter der Bevölkerung, erschwingliche Mietpreise und der Zugang zum Gesundheitssystem tragen zur hohen Lebensqualität bei.

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