Die führende deutsch-französische Jobbörse

Anzeige schalten ab 490 € Finde Deinen deutsch-französischen Traumjob

Der französische Lebenslauf für Informatiker: Position verdeutlichen und moderne Gestaltung

Der französische Lebenslauf für Informatiker: Position verdeutlichen und moderne Gestaltung

Je nach Branche können Bewerbungen in Frankreich unterschiedlich aussehen. Im Folgenden schauen wir uns den französischen Lebenslauf eines Informatikers an und analysieren, wie man ihn verbessern kann. Dazu geben wir 5 nützliche Tipps.


Der französische Lebenslauf eines Informatikers: Beispiel aufrufen


1. Einen Titel wählen, der Interesse weckt
2. Die aktuelle Position klar und deutlich machen
3. Die eigenen IT-Erfolge schätzen
4. Bildung und Hobbys voneinander differenzieren
5. Moderne Gestaltung des Lebenslaufes im IT-Bereich





1. Einen Titel wählen, der Interesse weckt

Die Stärken des Bewerbers, die hier unter dem Titel angeführt sind, scheinen auf dem ersten Blick zwar interessant, sind allerdings zu allgemein gehalten, als dass er einen Personalverantwortlichen überzeugen könnte. Dieser hat nämlich sehr konkrete Vorstellungen von dem Kandidaten, den er für den angebotenen Job will.

Daran sollte man also die Kernaussagen anpassen und einen Titel wählen, der das Interesse der Personaler weckt. Diese lesen auch gerne zwischen den Zeilen. Begriffe wie ITIL (Information Technology Infrastructure Library) und MCO (Maintien en condition opérationnelle) helfen, den Bewerber einzuordnen.

Gleichzeitig wird die integrative Seite, die der Jobsuchende als DSI (Directeur des systèmes d'information) erworben hat, nicht im Titel aufgeführt, was den Eindruck erweckt, dass er lieber in eine reine Produktionsfunktion zurück möchte.





2. Die aktuelle Position klar und deutlich machen

Wo genau arbeitet der Postulant aktuell und bis wann? Handelt es sich um einen unbefristeten Vertrag? Die derzeitige Arbeitsstelle erscheint etwas rätselhaft, das betrifft sowohl die Unklarheit über den Aufgabenbereich als auch das Fehlen jeglicher Informationen über den Arbeitgeber. Selbstverständlich steht es jedem frei, ob man seinen Arbeitgeber nennen möchte oder nicht, allerdings ist es erforderlich, zumindest das Land und die Stadt, wo man arbeitet, anzugeben.

Daneben ist der Posten vor der aktuellen Position deutlich stärker hervorgehoben. Das weckt Zweifel, was die augenblickliche Motivation in seinem aktuellen Job angeht. Daher sollte die jüngste Station deutlich ausgebaut werden, die Erfolge und Erfahrungen sollten klarer herausgearbeitet werden. Wenn es sich aber nur um eine Zwischenstation handelte, so sollte dies unterstrichen werden, der Übergangscharakter sollte stärker betont werden. Auch die Beweggründe, warum der Job davor beendet wurde, sollten erscheinen.





3. Die eigenen IT-Erfolge schätzen

Diese Art von Formulierungen sind zumeist nicht sonderlich zweckdienlich:

"Technischer Manager für Infrastruktur und Produktion, national und global, für SAP, Telekommunikationsnetze und Sicherheit, via IT-Abteilung (6 Mitarbeiter vor Ort, insgesamt 60)."

Die Ergebnisse müssen Personalleiter sichtbarer herausgestellt werden, und die Eigenschaften sowie Stärken, die einen von den Mitbewerbern abheben, unterstrichen werden.

Die Anzahl von Mitarbeitern zu nennen, ist da ein zweischneidiges Schwert, denn selbst, wenn man es hier mit einer quantifizierbaren Größe zu tun hat, kann es dazu führen, dass sich der Personaler fragt, warum man die Aufgaben nicht mit einem schlankeren, kleineren Team bewältigt hat, was vielleicht produktiver gewesen wäre. Man sollte also zumindest angeben, dass das Team an die Anforderungen angepasst worden ist.

Daher ist es besser, Punkte hervorzuheben, die weniger Anlass zu unbequemen Fragen bei einem Vorstellungsgespräch geben:

  • Welche Aufgaben lagen konkret im Verantwortungsbereich des Bewerbers?
  • Was hat der Kandidat für sein Unternehmen geleistet und dank welcher Qualifikationen?
  • Was hat er verbessert?

Etwas allgemeiner: Wenn konkrete Erfolge und Ergebnisse zur Position im Lebenslauf fehlen, dann wird das einem Personaler nicht dabei helfen, den passenden Kandidaten für eine konkrete Stelle zu finden.





4. Bildung und Hobbys voneinander differenzieren

Vorsicht beim Abschnitt Ausbildung / Bildung (Formation)! Bei Sprachen "Englisch als Arbeitssprache" zu vermerken, kann kontraproduktiv sein oder muss zumindest präzisiert werden. Schaut man sich den vorliegenden Lebenslauf an, so scheint es seit Jahren keinerlei internationale Erfahrung gegeben zu haben. Diese Unstimmigkeiten werden ein schlechtes Licht auf den Rest der beruflichen Laufbahn werfen.

Auch die Erwähnung von ITIL, die einzig im Titel auftaucht, sollte genauer erklärt werden. Wann hat der Bewerber die Ausbildung absolviert und das Zeugnis erhalten? Solche Ungenauigkeiten verunsichern Personaler, weil sie nicht wissen, wie sie die Kompetenzen genau einschätzen sollen. Außerdem sieht es so aus, als nutze der Kandidat eher wahllos einzelne Schlüsselbegriffe, ohne die dazugehörigen Kompetenzen wirklich entwickelt zu haben.

Bezüglich der Hobbys, sollten Sie aufpassen, dass keine zeitaufwendigen oder kraftraubenden Aktivitäten angegeben werden. Disziplinen wie Marathonlaufen können bei einem potenziellen Arbeitgeber dazu führen, dass er fürchtet, solche Tätigkeiten wirken sich negativ auf den Beruf aus, etwa dadurch, dass er müde ist oder immer wieder freie Tage beansprucht, um seine Leidenschaft auszuüben.





5. Moderne Gestaltung des Lebenslaufes im IT-Bereich

Was schließlich die Gestaltung, Form und das Aussehen des französischen Lebenslaufes angeht, so mangelt es dem CV an einem zeitgemäßen Erscheinungsbild.

Es sollte beispielsweise der Rahmen um den Titel, der das Ganze eher ein wenig wie eine Traueranzeige aussehen lässt, entfernt werden. Des Weiteren sind die Aufzählungszeichen eine gute aber falsche Idee. Der Bewerber hat die Zeichen aus Microsoft Word benutzt, die jeder Personalleiter gut kennt. Auf das Inventar eines älteren Schreibprogramms zurückzugreifen korrespondiert nicht gerade mit den Ambitionen...

Die Darstellung der Berufserfahrungen sollte vereinfacht werden, indem der Inhalt stärker betont wird. Verglichen mit den vorherigen Arbeitgebern sollten die Positionen ebenfalls herausgehoben werden, denn immerhin verkauft man sich als Person und nicht das Unternehmen, bei dem man gearbeitet hat.

Mehr dazu: