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Muster eines französischen Lebenslaufs eines internationalen Managers: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Bewerbungen können in Frankreich je nach Branche unterschiedlich aussehen. Im Folgenden schauen wir uns den Lebenslauf eines internationalen Managers aus Frankreich an und analysieren, wie man ihn verbessern kann. Dazu geben wir 5 nützliche Tipps.

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Erster Eindruck: Schon vor einem genaueren Durchlesen macht der Lebenslauf den Eindruck, dass es schwer werden wird zu beurteilen, ob der Bewerber zu einer potentiellen Stelle passen könnte. Das kommt unter anderem daher, da der Kandidat viel mehr Wert auf lange zurück liegende Erfahrungen zu legen scheint, als auf die Letzten.

Aber gerade in einer Auswahlphase ist es sehr mühsam den Werdegang zu entschlüsseln, der eher wie eine Gebrauchsanweisung anmutet denn wie eine Präsentation von Erfolgen und Ergebnissen.

Daneben unterstreicht dieser Ansatz den „industriellen" Aspekt der Bewerbung, sehr zum Nachteil des „Managers" im Bewerber. Dadurch werden wertvolle Erfahrungen auf dem chinesischen Markt und die internationale Erfahrung insgesamt praktisch ganz beiseitegelassen. Zu bedenken ist, chinesische Manager mit dieser Erfahrung haben sehr selten gleichwertige internationale Erfahrung.

1. Die Internationale Ausrichtung schon im Titel thematisieren!

Das Fehlen eines klaren und präzisen Titels am Kopf des Lebenslaufs, seine Länge und die Fehler, die er enthält, verstärkt den Eindruck, dass hier eine Richtung fehlt. Allerdings wäre es vor dem Hintergrund der reichen Erfahrung und der Kompetenzen des Bewerbers geradezu notwendig, die beruflichen Ziele klar darzustellen.

Das Alter hingegen ist auf dem chinesischen Markt eine wichtige Information. Ganz im Gegensatz zu Frankreich, wo die Darstellung des Alters schon fast als Diskriminierung angesehen wird und deshalb oft erst möglich spät im CV platziert wird, gehört es für eine Bewerbung auf dem chinesischen Markt weit nach vorne, oft noch ergänzt durch die Dauer der Berufserfahrung.

Man sollte die Erfahrung nach Kontinent darstellen. Da eine internationale Ausrichtung vielen chinesischen Managern noch fehlt, hätte man damit einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

2. Auf die Kenntnisse des chinesischen Marktes eingehen

Banalitäten sollten vermieden werden, sie wirken sich negativ auf die Bewerbung aus. Was soll zum Beispiel „Providing some industrial engineering supports & suggestions to some important plant transformations projects" dem Personalverantwortlichen sagen? Im vorliegenden Fall sollte man vielmehr zeigen, dass man das Management „à la chinoise" aus der Führungsperspektive beherrscht.

Das Wort „suggestions" sollte durch „improvements" ersetzt werden, was der Branche eher entspricht.

3. Führungserfolge voranstellen!

Der Lebenslauf geht hauptsächlich auf den Beruf und die dem Bewerber anvertrauten Aufgaben ein, enthält aber viel zu wenig Punkte, die den potenziellen neuen Arbeitgeber sagen lassen könnten: „Diese Person brauche ich, sie ist in der Lage verschiedenste Probleme in unserem Unternehmen zu lösen." Es sollte also ein größeres Gewicht auf Ergebnisse und Erfolge gelegt werden und was man selber dazu beigetragen hat. Beispielsweise hier: „Provided industrial expertises & consultations to help drive the overall decision on the China Equipment Strategy: Go West strategy deployment".

Da auf dem chinesischen Markt vor allem die Gegenwart zählt, sollte man außerdem besonders auf die aktuellsten Erfahrungen eingehen.

4. Eine Leitlinie integrieren, die sich an den Schlüsselargumenten des CVs orientiert

Analysiert man die Wortwahl des Bewerbers im Kopf seines CVs, wie die Betonung der Führung einer eigenständigen Aufgabe: „Employees in charge: 160", so ist das zwar interessant, in gewisser Weise aber auch riskant. Die Tatsache an sich, dass man ein Team geleitet hat, ist zwar wichtig, aber es ist eher ein Mittel denn ein Ergebnis. Wie hat der Bewerber das Team entwickelt und was hat er genau dazu beigetragen? Spätestens beim Vorstellungsgespräch ist es leicht, durch diese Frage den Bewerber zu verunsichern, wenn man ihn beispielsweise fragt, ob zur Umsetzung des Projekts wirklich ein ganzes Team nötig war.

Dieser Ansatz passt nicht zu „ich komme aus einem hochproduktiven Land" und „ich kann etwas mehr beitragen". Für einen Personalverantwortlichen sind messbare Ergebnisse wichtig, um den wirklichen Mehrwert des Bewerbers einzuschätzen, den er dem Unternehmen bringen kann, besonders hinsichtlich seines Produktivität.

5. Genauer auf Ausbildung und Kompetenzen eingehen

Der Bewerber hat bestimmte Datumsangaben nicht erwähnt, wie seine Ausbildung an der Ecole Catholique des Arts et Métiers in Lyon. Es ist aber wichtig, dass Personaler die Dauer der Studienzeit einschätzen können. Außerdem ist es interessant anzugeben, dass sich Lyon in Frankreich befindet.

Was die Sprachen angeht, der Begriff "fließend" ist wenig aussagekräftig. Das Sprachniveau sollte allgemeingültig (durch anerkannte Zertifikate) angegeben werden, der Bewerber sollte auf seine Sprachfähigkeiten eingehen und dabei nicht nur das Studium erwähnen. Das aktuelle Niveau ist das, was interessiert und ob und wie es eingesetzt werden kann, ohne dass der Kandidat in dieser Hinsicht weitergebildet werden muss. Auch für den Bewerber ist das eine einmalige Chance zu zeigen, dass eine bestimmte Sprache in dem Beruf von Bedeutung ist und dass er damit eine besondere Stellung im Vergleich zu anderen Bewerbern innehat.

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