Gehälter in Lyon und Rhône-Alpes: Rang 2 in Frankreich

Gehälter in Lyon und Rhône-AlpesDie Region Rhône-Alpes profitiert von seiner wirtschaftlichen Dynamik und ist auch ziemlich großzügig, was die Gehälter für die Arbeitnehmer angeht. Besonders im Bereich Informatik.

Hinter der einflussreichen Ile-de-France wird in dieser Region - laut dem Marktbarometer von Expectra - am meisten für Führungskräfte gezahlt. Und in vielen Berufsgruppen, wie aus den Bereichen Logistik und Forschung und Entwicklung, ist sie der Hauptstadt dicht auf den Fersen. Die Region Rhône-Alpes scheint der Wirtschaftskrise relativ gut widerstanden zu haben, vielleicht liegt das auch an der Verschiedenartigkeit der hier, zwischen Lyon, Grenoble und St. Etienne niedergelassenen Unternehmen (Chemie, Energie, Pharma-Industrie, Biotechnologie, spezialisierter Vertrieb, Hochtechnologieindustrie ...). Es besteht ein sehr dynamisches Unternehmensnetzwerk, darunter sind auch viele nationale und internationale Firmensitze.

Die Entwickler werden immer teurer

Die Berufe aus dem Bereich Informatik und hier besonders solche aus dem Bereich der Bordelektronik und Mobilität, sind gut aufgestellt. Speziell die Gehälter der Softwareentwickler sind seit einem Jahr um 7% angestiegen. "Um neue Internet - bzw. Intranetauftritte zu kreieren, haben die Unternehmen der Region immerfort Bedarf an Entwicklungsingenieuren", erklärt Berengère Bertolotti, Managerin bei Expectra. "Sehr erfahrene Bewerber sind sehr gefragt und schwer zu finden und profitieren damit von den steigenden Gehältern."

Das färbt auch auf die Spezialisten aus den Bereichen Wartung und Instandhaltung ab. "Alles, was mit Informatik zusammenhängt, wird immer Experten brauchen, einfach um aufrechterhalten zu werden" fügt Berengère Bertolotti hinzu. "Für diese Positionen bleibt die Nachfrage stark und die Löhne steigen an."

Der kaufmännische Bereich im guten Durchschnitt

Was den kaufmännischen Bereich angeht, so liegen auch hier die Gehälter im guten nationalen Durchschnitt, auch wenn sie 12% geringer als die der Region Paris ausfallen. Béatrice Viguier, Manager référent bei Expectra, meint dazu: "Die Unternehmen der Region Rhône-Alpes tendieren dazu, die Gehälter etwas nach oben zu korrigieren, um die Verkäufer zu finden und an sich zu binden, die in der Lage sind, neue Märkte zu erschließen, besonders im Bereich Export. Man sucht vor allem "Jäger" oder kaufmännische Angestellte mit einem soliden Kundenportfolio. Diese wären am besten platziert, um schnelle Ergebnisse zu erzielen, wenn der Aufschwung wirklich da sein wird.

Und die Kompetenzen zahlen sich aus. Ein erfahrener Vertriebsleiter kann mit um die 50 000 Euro pro Jahr rechnen, zusätzlich zum variablen Anteil.

Die Solarindustrie zahlt sich aus

Die Höhe der Bezahlung hängt außerdem von der Dynamik des Sektors ab. Der Photovoltaik-Bereich (Solarzellen) ist beispielsweise sehr gewinnträchtig in der Region. "Es gibt keine spezifische Ausbildung und die Bewerber mit ein wenig Erfahrung in diesem Gebiet sind selten", stellt Béatrice Viguier fest. "Deshalb wird ein Verkaufsleiter hier besser bezahlt als anderswo."

Wer profitiert ansonsten noch vom Aufschwung 2011 und 2012? "Profile, die traditionell am Markt fehlen, wie bilinguale Experten und Sachbearbeiter. Außerdem sind steigende Gehälter für Vertriebsingenieure oder Telekommunikationsingenieure zu erwarten."

Weitere Informationen zu Stellenanzeigen in der Region Rhône-Alpes: Jobs in Lyon und Rhône-Alpes: Stellenangebote, Arbeiten und Praktika für deutsche Bewerber