Ein kurzer und berufsbezogener Studiengang an der EFACI

ParisBerlin_EFACIDie 1977 auf Initiative der Deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer gegründete Ecole Franco-Allemande de Commerce et d'Industrie (EFACI) bietet nun schon über dreißig Jahre deutsch-französische Programme an. Seit 1987 werden den Studenten deutsche und französische Abschlüsse ausgehändigt.


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Marc hat soeben sein Studium an der EFACI abgeschlossen. Das Leben in Paris war ganz nach seinem Geschmack. „Ich mag Frankreich. Mit meinen beiden Abschlüssen könnte ich hier sogar arbeiten. Warum eigentlich nicht ?" äußert sich der junge Mann voller Begeisterung. Schließlich hat er nach zweijähriger Ausbildung das BTS Comptabilité-Gestion und das Industriekaufmann-Diplom erhalten.

Die EFACI wurde 1977 im Hinblick auf die Bedürfnisse deutsch-französischer Unternehmen in Deutschland und Frankreich gegründet. Die Schule bietet zwei Ausbildungszweige an: Das Brevet de Technicien Supérieur (BTS) Comptabilité-Gestion in Verbindung mit dem Industriekaufmann und das BTS de Commerce International in Verbindung mit dem Zertifikat (IHK). „Unser Unterscheidungs- merkmal ? Der kurze und praxisbezogene Studiengang mit dualer Ausbildung, meint Direktor Jean-Francois Steinlen. Die französischen und deutschen Studenten bilden kleine Gruppen und werden sowohl mit Theorie als mit der Praxis konfrontiert."

Die Ausbildung an der Schule und in einem Unternehmen dauert insgesamt zwei Jahre. Beim BTS Comptabilité hat der Schüler den Status eines Firmenangestellten mit Lehrvertrag. Er bekommt ein Monatsgehalt von etwa 500 Euro und muss nur für seine laufenden Ausgaben aufkommen; die Schulgebühren übernimmt dann seine Firma.

Berufsaussichten in den französischen Filialen großer deutscher Unternehmen

Zielgruppe der Ausbildung, die in der Region um Paris stattfi ndet, sind vor allem Deutsche.
Die Schule versucht aber auch, den Anteil der Franzosen zu erhöhen, um gutgemischte französisch- deutsche Gruppen zu bilden. „Als Voraussetzung gelten gute Kenntnisse in den Fächern Französisch und Mathematik, erklärt Marc. Für mich war es anfangs schwierig, dem französischen Unterricht zu folgen. Glücklicherweise hatte ich Wirtschaftskenntnisse!"

Die EFACI übernimmt die Suche nach Unternehmen, in denen die Kandidaten arbeiten können. Zu ihren zahlreichen Partnern gehören Bosch France, Siemens, Mercedes-Benz, Axa, L'Oréal... Sandra zum Beispiel hat während der Ausbildung in einem Wirtschaftsprüfungsbüro gearbeitet. 2004 hat sie ihren Abschluss gemacht und lebt noch immer in Paris. „Anfangs ist es nicht einfach, aber insgesamt lernt man dadurch sehr viel. Allen, die nach Deutschland zurück wollen, empfehle ich, sich unbedingt auf den Industriekaufmann zu konzentrieren, der meistens vernachlässigt wird. Eine Entsprechung für die EFACI fi ndet man in Deutschland nicht so leicht. Auf alle Fälle erwirbt man sehr gute Sprachkenntnisse und eine nicht alltägliche Berufserfahrung." Sandra hat ihre Studien mit der Licence franco-allemande und dem Master de comptabilité fortgesetzt und arbeitet heute in einem großen Pariser Wirtschaftsprüfungsbüro für dessen deutsche Filialen. Das Studium kann auch in London und an der Berufsakademie Stuttgart bis zum Bachelor fortgesetzt werden. Ehemalige Schüler arbeiten bei Bayer Paris, Abteilung Import-Export oder als stellvertretender Direktor bei Thyssen Paris, als Manager bei der Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft Arthur Andersen in Stuttgart oder auch als Logistikleiter bei Total Berlin, als Unternehmensprüfer, Leiter in der Tourismusbranche etc.

Interessenten können sich ganzjährig an die EFACI wenden. Die Studienplatzvergabe erfolgt nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen und einem persönlichen Gespräch in der Reihenfolge der Bewerbungen.

Weitere Auskünfte unter 0033 1.41.08.70.07 oder 0241 4460-535 und im Internet unter www.efaci.com und http://www.ausbildunginternational.de.