Die digitale Jobsuche: Der Schlüssel, um auf dem deutsch-französischen Arbeitsmarkt sichtbar zu bleiben

La veille rester visible sur le marché de l’emploi franco-allemandOb Sie nun auf Jobsuche sind oder nicht, das Internet ist heute ein unverzichtbares Werkzeug für Ihren beruflichen Erfolg. Personalvermittler nutzen das Internet immer häufiger, um neue Mitarbeiter zu suchen. In vielen Fällen geht das inzwischen schon so weit, dass ganz auf die Veröffentlichung einer klassischen Stellenanzeige verzichtet wird.

Schnell und einfach von Personalvermittlern entdeckt zu werden, ist DIE Herausforderung des digitalen Zeitalters, und Sie als Bewerber sollten sich dessen immer bewusst sein. So lassen sich Ihre Chancen auf dem aktuellen Arbeitsmarkt erhöhen, angefangen mit einem online verfügbaren Lebenslauf, den Sie in mehreren Sprachen verfasst und am Arbeitsmarkt in Frankreich und Deutschland angepasst haben, einem aktuellen Profil in den sozialen Netzwerken und der sinnvollen und gezielten Verwendung von Keywords in einem deutsch-französischen und bikulturellen Kontext.

Wie nutzt man das Internet bei der Jobsuche?

Mit Hilfe des Internets ist es möglich, einerseits den Arbeitsmarkt zu beobachten und andererseits für potentielle Personalvermittler sichtbar zu sein. Man kann dabei zwischen einer aktiven und passiven Jobsuche unterscheiden. Ein Bewerber auf aktiver Jobsuche sucht eine konkrete Arbeitsstelle. Ein Bewerber auf passiver Jobsuche nutzt das Internet dagegen eher dazu, seine eigene Branche zu beobachten.

Beide Herangehensweisen sind in erster Linie digital: Dank den sozialen Netzwerken, Foren und spezialisierten Webseiten, kann der Bewerber Präsenz zeigen und gleichzeitig kontaktiert werden.

Aber eine Jobsuche kann auch "physisch" ablaufen. Dazu zählen zum Beispiel "reale" Treffen auf Jobmessen Ihrer Branche oder auch der Aufbau und die Pflege eines professionellen Netzwerkes.

Warum muss man den Markt aufmerksam beobachten?

Die Vorteile der aktiven Marktbeobachtung

Passende Stellenangebote schnell entdecken: Eine aktive Marktbeobachtung erlaubt zuallererst, sehr schnell Stellenangebote zu entdecken, auch wenn sie etwas versteckt sind. Da eine Mitarbeitersuche viel Zeit und Geld kostet, versuchen Personalvermittler mehr und mehr, sehr gezielt nach geeignetem Personal zu suchen. "Ich veröffentliche meine Stellenangebote in speziellen Foren, beispielsweise auf XING", erklärt Sylvie Pache, deutsch-französische Personalberaterin bei Eurojob Consulting.

Schnell gefunden werden: Personalberater gehen immer mehr dazu über, über Bewerber, die sich auf eine Stellenanzeige beworben haben, im Internet Informationen einzuholen. Daher haben solche Kandidaten gute Chancen, die in den sozialen Netzwerken schnell zu finden sind und deren Profil auf dem aktuellsten Stand ist.

Les bénéfices de la veille active

Besser den Arbeitsmarkt der eigenen Branche verstehen: Die aktuelle Höhe der Gehälter kennen, die für Ihren Beruf und Ihre Branche gelten, kann bei einem Vorstellungsgespräch von großem Vorteil sein. Überhaupt hilft es Ihnen dabei, Ihre Jobsuche möglichst optimal zu gestalten, wenn Sie sich über die aktuellen Entwicklungen in Ihrem Bereich auf dem Laufenden halten.

Sich abheben: Je präsenter Sie auf dem Arbeitsmarkt auftreten, desto stärker können Sie sich von solchen Bewerbern abheben, die ein ähnliches Profil haben.

Die Vorteile der passiven Marktbeobachtung

Verhandlungsvorteile sammeln: Die passive Marktbeobachtung ist ein wichtiges Mittel, um Ihre berufliche Entwicklung voranzutreiben. Selbst ohne wirklich auf konkreter Arbeitsuche zu sein, ist es wichtig, sich über die Höhe der Gehälter in Ihrer Branche auf dem Laufenden zu halten - eine wichtige Grundlage für etwaige Verhandlungen mit einem Arbeitgeber.

Sich abwerben lassen: Wenn Sie Ihre Karriere etwas beschleunigen möchten, dann kann es sinnvoll sein, Ihren aktuellen Arbeitgeber zu verlassen und bei einem anderen Unternehmen mit einem höheren Gehalt anzufangen. Je präsenter Sie sind, umso besser stehen Ihre Chancen, auf eine interessantere Position „gestoßen zu werden".

Sich auf alle Eventualitäten gefasst machen: Die passive Marktbeobachtung macht es Ihnen möglich, auf eine plötzliche Änderung in Ihrem Unternehmen oder auch in Ihrem Privatleben zu reagieren: Entlassung aus wirtschaftlichen Gründen, Meinungsverschiedenheiten mit Ihrem Arbeitgeber, Versetzung Ihres Partners, dem Sie gerne in ein anderes Land folgen wollen oder in eine andere Stadt - mit einem Profil in den sozialen Netzwerken bleiben Sie trotzdem sichtbar und greifbar für mögliche Recruiter. Damit gewinnen Sie bei der Suche nach einem neuen Job viel Zeit.

 

Les bénéfices de la veille passive

Wie kann ich den Arbeitsmarkt beobachten?

Ob Ihre digitale Jobsuche passiv oder aktiv abläuft, die Werkzeuge dafür sind die gleichen. Lernen Sie, diese gezielt einzusetzen, um sich von den anderen tausenden beruflichen Profilen, die Ihrem ähneln, abzusetzen. Dafür sollten Sie der Pflege Ihrer digitalen Präsenz täglich 30 bis 60 Minuten widmen.

Die wichtigsten Online-Werkzeuge für die Jobsuche

Ein aktueller Lebenslauf: Laut Sylvie Pache ist der Lebenslauf das wichtigste Mittel bei der Jobsuche. Optimieren Sie ihn, aktualisieren Sie Ihre persönlichen Daten sowie den beruflichen Werdegang und das Wichtigste: Laden Sie ihn in einer Datenbank hoch, die zu Ihrer Branche, zu Ihrem Beruf und zu Ihren Spezialisierungen passt, zum Beispiel in die CVthèque von Connexion-Emploi. Diese Lebenslaufdatenbank ist auf Jobs im deutsch-französischen Kontext spezialisiert und richtet sich an Bewerber, die über gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Französisch oder Englisch verfügen. Daher wird in diesem Fall empfohlen, dass Sie Ihren Lebenslauf auf Deutsch und auf Französisch hochladen, da die Personalvermittler Bewerber auf diesen beiden Sprachen suchen. Ihr Lebenslauf sollte zeigen, was Sie können, was Sie suchen und idealerweise, ab wann Sie zur Verfügung stehen oder Ihre Kündigungsfrist. "Der Lebenslauf sollte schon beim Überfliegen deutlich machen, welchen Beruf der Bewerber ausübt", hebt Sylvie Pache hervor, "was er ist, was er anzubieten hat. Der Bewerber muss sich wie ein Dienstleister verhalten und nicht wie ein Jobsuchender."

Pflegen Sie Online-Profile in mehreren sozialen Netzwerken: Sind es nun berufliche oder nicht, soziale Netzwerke sind eine wunderbare Möglichkeit, Präsenz auf dem Arbeitsmarkt zu zeigen. Es existieren beispielsweise viele deutsch-französische Gruppen, die den Kontakt zu Unternehmen, zu Angestellten und Arbeitssuchenden herstellen. Ihnen bleibt also nur noch die Qual der Wahl: Xing richtet sich in erster Linie an den deutschen Arbeitsmarkt, Viadeo an den französischen und LinkedIn ist sehr international ausgerichtet. Ihr Profil auf diesen Netzwerken stellt Ihren beruflichen Werdegang dar; Sie sollten es also regelmäßig aktualisieren und versuchen, aktiv zu bleiben. Verfolgen Sie die Jobangebote und nehmen Sie Kontakt mit Menschen auf, die in einer ähnlichen Branche wie Sie arbeiten. Die Communities in Netzwerken wie Facebook können ebenfalls sehr nützlich sein, aber passen Sie hier auf, was Sie posten (Fotos, Kommentare, Nachrichten)! Bleiben Sie in jedem Fall professionell.

Les outils de la veille sur Internet

Verwenden Sie Keywords mit Bedacht: Keywords oder Tags organisieren das Leben im Internet. Daher sind sie auch ein unverzichtbares Mittel bei der digitalen Jobsuche. Verwenden Sie Keywords auf Ihren Online-Profilen und in Ihrem Online-Lebenslauf, um Ihre Branche, Ihren Beruf, Ihre Kompetenzen und Ihre Sprachkenntnisse zu beschreiben. Sylvie Pache rät: "Bewerber sollten flexibel bei der Anwendung von Keywords bleiben". Beschränken Sie sich nicht auf einen einzigen Beruf. Ein Key Account Manager sollte auch Keywords aus den Bereichen Sales und Handel unterbringen. Aber Achtung: Denken Sie daran, die Keywords in der Sprache zu verwenden, in der Sie Ihren Lebenslauf verfassen.

Stellenangebote finden: Abgesehen von klassischen Jobbörsen werden heute viele Stellenangebote in spezialisierten Foren oder Diskussionsgruppen nach Stadt, Land, Beruf oder Branche veröffentlicht. Treten Sie also solchen Foren und Gruppen bei, zum Beispiel der Gruppe Connexion France Germany Business Network bei XING. Auf diese Angebote sollten Sie bei Interesse schnell reagieren, damit die Jobsuche effektiv ist. Außerdem empfiehlt es sich, einen Job-Alert einzurichten, beispielsweise ein Abo eines Jobnewsletters.

Achten Sie auf Ihr Foto: Sei es auf Ihrem Lebenslauf oder auf Ihrem Profil in einem sozialen Netzwerk, dem Foto kommt eine große Bedeutung zu. Auch wenn es weder in Frankreich noch in Deutschland obligatorisch ist, geben Personalvermittler zu, sich sehr von der Ausstrahlung der Bewerber beeinflussen zu lassen. "Das Foto gibt der Bewerbung den persönlichen Touch", erklärt Sylvie Pache. "Das Ziel des Fotos sollte sein, beim Recruiter einen sympathischen Eindruck zu hinterlassen. Lächeln Sie, bleiben Sie natürlich, kleiden Sie sich zur Position und zur Branche passend. Und verwenden Sie nicht unbedingt ein Foto, auf dem Sie viel jünger sind: Der Personaler könnte dies merken und sich betrogen fühlen."

Mittel der "physischen" Jobsuche

Besuchen Sie Jobmessen Ihrer Branche: Dies ist eine geeignete Möglichkeit, sich kennenzulernen, kostbare Ratschläge zu Ihrer Bewerbung zu erhalten und Unternehmen zu treffen, die Sie interessieren. Im deutsch-französischen Bereich sollten Sie sich nicht die deutsch-französische Jobmesse Connecti entgehen lassen, die zweimal jährlich in Paris und Köln veranstaltet wird.

Les outils de la veille physique

Aktivieren Sie Ihr Netzwerk: Sprechen Sie über Ihre Jobsuche.

Kontaktieren Sie spontan Unternehmen, die Sie besonders interessieren.

Nehmen Sie Dienstleistungen von Personalvermittlungen in Anspruch, die sich auf Ihre Branche oder Ihren Bewerbertyp spezialisiert haben.