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Was einen Arbeitgeber für französische Studenten attraktiv macht

11 septembre 2012

Die Internetseite meilleures-entreprises.com hat Absolventen von Ingenieurs- und Wirtschaftshochschulen gefragt, bei welchen Unternehmen in Frankreich sie nach dem Studium gerne arbeiten würden. Hier die Ergebnisse.

Daheim ist's am schönsten

Erstes Ergebnis: Die Ingenieursstudenten bevorzugen in erster Linie französische Unternehmen. Ganz vorn Vinci, gefolgt von Thales, EDF und Bouygues construction. Die französischen Zweigstellen des kalifornischen Unternehmens Google kommen erst an fünfter Stelle. Im Gegensatz dazu träumen die Studenten der Wirtschaftshochschulen davon, bei Unternehmen wie L'Oréal, Google, BNP Paribas, LVMH oder beim multinationalen Unternehmen Apple zu arbeiten. Diese Umfrage wurde via iPad unter 723 Wirtschaftsstudenten und 1846 angehenden Ingenieuren durchgeführt.

Was also wollen die zukünftigen Draht- und Strippenzieher Frankreichs? Während die Ingenieure es in erster Linie auf den Energiesektor - die erneuerbaren Energien mit eingeschlossen - den Hoch- und Tiefbau und die High-Tech Branche abgesehen haben, sehen sich die Manager von morgen in der Unternehmensberatung, in der Finanzbranche, in der Luxusbranche oder auch in den Medien oder der Lebensmittelindustrie.

Eins haben alle gemeinsam: Studenten beider Hochschultypen möchten vor allem in einem großen Unternehmen arbeiten (22 %). Diese gelten als Garant für den wirtschaftlichen Erfolg, und das ist das wichtigste Kriterium, noch vor der wirtschaftlichen Leistung oder der überschaubaren Größe eines Unternehmens. Weitere Übereinstimmungen: Fortbildungsmöglichkeiten (ungefähr 19 %) und breitgefächertes Aufgabenspektrum (rund 12, 5 %). Ungefähr 10% der Befragten gaben an, dass es ihnen nichts ausmacht, mobil zu sein, solange ihnen der Job Spaß macht. In beiden befragten Gruppen besteht der Wunsch, für einige Zeit oder langfristig im Ausland zu arbeiten. (circa 15%). Insgesamt sind die Ingenieure etwas konservativer, sie sorgen sich stärker um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes (11,1 %) als die jungen Manager (7,6%).

Unterschiede zwischen Eliteschulen in Frankreich

Nachhaltige Entwicklung und ethische Grundsätze interessieren die Ingenieurstudenten offenbar stärker (8,7 % und 8,5 %) als Absolventen der Wirtschaftshochschulen (3,6 % und 6,6 %), denen die Entwicklung und Attraktivität ihrer Produkte sowie die damit zusammenhängenden Dienstleistungen der Umfrage zufolge wichtiger sind (12,6%).

Schließlich stimmen die Hochschulabgänger aber wieder in der Hoffnung überein, dass ihnen ihr Job ein hohes Einkommen (13,9 % bei den Ingenieuren, 15 % im Bereich Wirtschaft) und gleichzeitig ein zufriedenes Leben (circa 17 %) bringen wird. Über die Toleranz und Aufgeschlossenheit im Unternehmen oder die Möglichkeiten, von zu Hause aus zu arbeiten, scheinen sich noch die wenigsten Gedanken zu machen.