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Quereinstieg in Frankreich: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

12. Juni 2014

Bewerbungen können in Frankreich je nach Branche unterschiedlich aussehen. Im Folgenden schauen wir uns den französischen Lebenslauf einer Sozialarbeiterin an, die sich gerne beruflich verändern möchte und analysieren, wie man ihn verbessern kann. Dazu geben wir 5 nützliche Tipps.

Vorlage eines französischen Lebenslaufes für Quereinsteiger herunterladen

Erster Eindruck:

Für eine ausgebildete Sozialarbeiterin, die einen Quereinstieg als Lehrerin versuchen möchte, ist der Lebenslauf zu kompliziert aufgebaut. Ziel sollte sein, den Werdegang etwas klarer zu gestalten.

1. Das Projekt „Quereinstieg" stärker betonen

Wer ist die Bewerberin und wo kommt sie her? Die ersten Dinge, die ins Auge springen, sind das Fehlen einer Kurzzusammenfassung des bisherigen Werdegangs und ein formuliertes Ziel.

Wenn auch aus professioneller Hinsicht die berufliche Entwicklung logisch erscheint, sind doch ein paar Erklärungen nötig, um eine größere Wirkung zu erzielen.

2. Den Lebenslauf entsprechend umstellen

Allgemein betrachtet, ist der im CV dargestellte Widerspruch von Lehre und Jugendarbeit interessant. Gleichzeitig vermittelt der Lebenslauf aber auch den Eindruck, die Bewerberin wäre zeitweise ziemlich ziellos gewesen. Die vielen Aufgaben, die im Bereich „Profil" und „Sozialarbeit" parallel durchgeführt wurden, unterstreichen diesen Eindruck noch.

Der Werdegang ist komplex und der CV gibt den Eindruck ihn noch komplizierter darzustellen, indem die Bewerberin Daten und Aufgaben gemischt hat.

Wenn sich mehrere Aufgaben überlappen, dann empfiehlt es sich, darauf in der Beschreibung des Werdegangs näher einzugehen.

Die Aufgaben könnten unter einem einzigen Titel zusammengefasst werden, außerdem sollte für jede Arbeitsstelle der Zeitraum angegeben werden, von wann bis wann dort gearbeitet worden ist.

Für eine erfolgreiche Bewerbung sollte sich der Werdegang - ohne zeitraubende Entschlüsselungen - schnell erschließen.

3. Stärker gewichten

Insgesamt wird in dem Lebenslauf jeder Erfahrung gleich viel Platz eingeräumt. Warum ist das nicht sinnvoll? Die Bewerberin möchte wahrscheinlich möglichst viele Punkte aus den sieben letzten Jahren zeigen, aber diese Herangehensweise geht auf Kosten ihrer jüngsten Entwicklung und der Herausarbeitung ihres Ziels.

Daher sollte man bei der Darstellung des Werdegangs die Stationen entwickeln, die für das berufliche Ziel besonders relevant sind. Dafür können bestimmte Erfahrungen stärker gewichtet werden, die beispielsweise mit einer Lehre zu tun haben.

Hier ist zum Beispiel „Accueil des artistes" interessant. Vor dem Hintergrund des angestrebten Berufsziels wäre außerdem der erteilte Französischunterricht oder die Veranstaltung eines Fotokurses wichtig.

Gleichzeitig werden "Enseignement du français" am „Institut Français d'Innsbruck auprès d'enfants français âgés de 6 à 8 an" erwähnt. Das ist eine interessante Erfahrung und passt gut zum angestrebten neuen Berufsziel und sollte daher weiter ausgebaut werden.

Das was den Leser interessiert, sind außerdem Ergebnisse, oder vielmehr, die Ergebnisse, die die Bewerberin erreicht hat. Wie sehen diese aus? Was hat die Bewerberin den Kindern beigebracht? Was hat sie verändert, verbessert und durch ihre Arbeit angestoßen? Hat sie mit einem bestehenden Programm gearbeitet? Hat sie es weiterentwickelt? Kurzum: Was ist ihr Mehrwert?

4. Auf berufliche Wendungen eingehen

Der Lebenslauf ist zwar professionell, wirkt aber zusammengestückelt und kann einen Personalverantwortlichen damit verwirren. Um diesen zu überzeugen, empfiehlt es sich, mehr auf bestimmte und eventuell schwer nachvollziehbare Entscheidungen einzugehen.

Genauso würde die berufliche Neuorientierung auch eine geografische Veränderung nach sich ziehen. Die Bewerberin ist viel gereist, was künftige Arbeitgeber davon überzeugen kann, dass sie flexibel ist.

Zusätzlich kann es hilfreich sein, die letzten Erfahrungen miteinander durch eine knappe Erklärung zu verbinden um dadurch eine einheitliche und interessante Linie im CV zu erhalten.

5. Layout: Mehr Zusammengehörigkeit erzeugen

Was die Form angeht, so wird im vorliegenden Lebenslauf ein Layout verwendet, das leider den sprunghaften Eindruck im Werdegang unterstreicht.

Das kommt besonders durch die Verwendung vieler gepunkteter Linien und Spalten. Diese Linien verstärken wiederum den Eindruck der Trennung und der Unschärfen zwischen den beruflichen Stationen. Ein Lebenslauf sollte den beruflichen Werdegang eines Bewerbers möglichst einheitlich und zusammenhängend präsentieren, idealerweise auch eine Weiterentwicklung. Deshalb muss der CV dahin gehend umstrukturiert werden.

Um etwas Klarheit zu schaffen, sollte man einen präzisen Titel einfügen, aus dem klar ersichtlich wird, welche Position sich die Bewerberin wünscht und eine Kurzzusammenfassung, die ihre Ziele darstellt.

Außerdem sollten die trennenden Linien und die Spalten entfernt werden, Schlüsselelemente sollten stärker hervorgehoben und stärker ins Blickfeld gerückt werden, genauso wie die Punkte im Werdegang, die für das neue berufliche Ziel interessant sein könnten.

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