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Muster eines französischen Lebenslaufs einer Assistentin der Geschäftsleitung: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung in Frankreich

27. Mai 2014

Bewerbungen können in Frankreich je nach Branche unterschiedlich aussehen. Im folgenden schauen wir uns den französischen Lebenslauf einer Geschäftsleitungsassistentin an und analysieren, wie man ihn verbessern kann. Dazu geben wir im folgenden 5 nützliche Tipps.

Vorlage eines französischen Lebenslaufes für eine Assistentin der Geschäftsleitung herunterladen

Erster Eindruck

Die Bewerbung erscheint sehr umfangreich, denn obwohl viel Erfahrung vorhanden ist, sind auch viele Nebensächlichkeiten enthalten. Ziel sollte eher sein, den Schwerpunkt auf die Erfahrung als Fachkraft zu setzen.

1. Zu Alter und Erfahrung stehen

Als eines der ersten Dinge fällt auf, dass eine Zusammenfassung der beruflichen Laufbahn im Lebenslauf fehlt. Eine lange und vielfältige Erfahrung verdient eine Eingangszusammenfassung.

So wird zudem die Aufmerksamkeit sicher und schnell auf den besonderen Mehrwert gelenkt, da der Personaler so unmittelbar einen Überblick über den gesamten Berufsweg bekommt.

Daneben ist es riskant, sein Alter zu verschweigen. Bei der großen Erfahrung können leicht Zweifel aufkommen, ob die Bewerberin bereits eine zertifizierte Fachkraft ist.

Außerdem wirkt das Verschweigen etwas eitel und es kann leicht ausgerechnet werden, indem man die Zeit zum Schulabschluss zurückrechnet. Im Moment erweckt das Fehlen der Altersangabe den Eindruck, die Bewerberin würde fürchten, wegen ihres Alters Nachteile zu haben. Und das kann beim künftigen Arbeitgeber Zweifel wecken, da er sich fragt, was sie noch zu verstecken versucht.

2. Zeigen, dass man kein Anfänger mehr ist!

Wenn die Bewerberin eine Stelle als Assistentin der Geschäftsführung sucht, dann sollte sie ihre Erfahrung zur größten Stärke machen, die man auch im Vorstellungsgespräch klar und deutlich darstellen kann.

Man sollte sich nicht in unwichtigen Details verlieren. Der Personaler wird schon alles in allem verstehen, was für eine Funktion die Bewerberin in ihrer alten Position hatte. Selbstverständlichkeiten können daher gut und gerne unerwähnt bleiben.

Im vorliegenden Lebenslauf sind die Elemente, die die Basis der Arbeit der Bewerberin darstellen, zu stark betont, etwa die "Handhabung komplexer und dynamischer Agendas", was auch noch zweimal wiederholt wird. Auch das "Redigieren von Notizen auf Grundlage mündlicher oder schriftlicher Entwürfe" erlaubt einem Personaler nicht wirklich, mehr über die Bewerberin zu erfahren.

Wenn man die Komplexität der Aufgaben nicht deutlich macht, dann wirkt das Profil etwas oberflächlich, gerade, wenn man die Berufserfahrung daneben sieht.

Dann muss noch ein weiterer Punkt unterstrichen werden: Es ist sehr schwierig, die Entwicklung der Aufgabenfelder nachzuvollziehen. Der Lebenslauf weckt den Eindruck, als ob die Bewerberin für jede neue Erfahrung eine neue Zeile angelegt hätten und das ohne jede Logik. So ist einerseits die am stärksten hervorgehobene Erfahrung schon recht lange her (1999-2005) und andererseits gibt es viele Wiederholungen.

Bei der Berufserfahrung der Bewerberin ist es besser, den Raum für lange zurückliegende Ereignisse zu begrenzen und statt dessen jüngere Stationen und Ereignisse stärker hervorzuheben. Sie sollte alte Missionen nutzen, um bestimmte grundlegende Details ihrer Positionen zu beschreiben. Bei den jüngeren Missionen sollte man dann genauer darauf eingehen, wie die Aufgaben umgesetzt wurden, etwa die Erstellung des Jahresberichts oder die Durchführung von Veranstaltungen.

3. Details zur Stelle: Eine deutlichere Sprache verwenden

Eine Formulierung veranschaulicht die übertriebene Zurückhaltung der Bewerberin besonders gut: "Verwaltung von Anrufen, des Terminkalenders, der Mails, Dienstreisen." Das ist sehr interessant, allerdings weckt dies nicht gerade die Aufmerksamkeit. Statt dessen scheinen die positiven Elemente geradezu abgeschwächt zu werden, etwa der Punkt "Erstellung des Jahresberichts" oder "Bearbeitung von Reklamationen", die man erst im Lebenslauf suchen muss.

Die Bewerberin sollte eine deutlichere Sprache benutzen und daran denken, dass die Personalverantwortlichen bei jeder neuen Suche Hunderte von Lebensläufen guter Kandidaten sehen.

Es ist für einen Personaler absolut wichtig konkrete Elemente zu haben und messbare Ergebnisse, anhand derer er den Mehrwert, den die Bewerberin für das Unternehmen bringen könnte, einschätzen kann, besonders gegenüber einem weniger erfahrenen Bewerberin.

Man sollte also hervorstechen, und das geht unter anderem durch ein geschärfteres Vokabular. Zu viele vage Begriffe schwächen den Lebenslauf, er wird so zu einem unter vielen.

Die Bewerberin erwähnt beispielsweise die "Rolle als Reisemanager in Verbindung mit einem Reisebüro und den Assistenten der Gruppe", ohne das wirklich auszubauen. Diese "Rolle" etwa müsste präzisiert werden Was für Aufgaben hat sie genau gehabt? Was für Erfolge kann sie vorweisen?

Was einen Personaler interessiert, sind Ergebnisse und der Beitrag zum Erfolg des Unternehmens, bei dem die Bewerberin gearbeitet hat.

Sie muss dem Personaler all das vor Augen führen, was ihrer Bewerbung Bedeutung und dem Profil Reichhaltigkeit verleiht. Ansonsten erreicht sie genau das Gegenteil.

4. Angaben entstauben

Die Bewerberin sollte unbedingt angeben, welche Sprachen sie spricht, und wie gut sie sie beherrscht. Das ist entscheidend in ihrem Beruf. Daher sind die Angaben "professionell" oder "mittleres Niveau bei Berlitz" nicht ausreichend, zumal sie lange her sind. Sie sollte zeigen, dass sie die Sprachen im beruflichen Alltag verwendet hat und vermeiden, nur auf die Sprachlehrgänge zu verweisen. Der Personaler interessiert sich für Ihr aktuelles Sprachniveau.

Das gleiche gilt für das Abitur, "G1" klingt veraltet und sollte modernisiert werden. Dafür reicht es anzugeben, welchem Abschluss das heute entspricht. Es ist nicht die Aufgabe der Personaler, das zu "übersetzen".

5. Ein professionelleres Design

Zur Form: Die farbigen Schrifttypen in den Überschriften sind gut sichtbar und ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Aber spiegeln sie auch Professionalität wider? Eher nicht. Sicherlich, durch die Gestaltung ist der Lebenslauf gut sichtbar, aber alleine deshalb wird sich der Personaler noch lange nicht mit dem Inhalt befassen. Im Gegenteil: Er könnte denken, die Bewerberin legte mehr Wert auf die Form als auf den Inhalt.

Sie sollte daher eine andere, nüchternere Art der Präsentation wählen und mehr Wert auf den Hintergrund legen, indem sie den Rahmen weglässt, aber auch die farbigen Schriften. Es sind kleine Änderungen, die aber eine große Wirkung haben.

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