Vorlage eines französischen Lebenslaufes für Informatiker: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung in Frankreich

Muster eines französischen Lebenslaufs für InformatikerBewerbungen können in Frankreich je nach Branche unterschiedlich aussehen. Im Folgenden schauen wir uns den Lebenslauf eines Bewerbers an, der im Bereich Informatik für Infrastruktur und Produktion zuständig war. Wir analysieren Inhalt, Aufbau und Form und geben 5 Tipps, wie ein Lebenslauf im Bereich Informatik am besten aussehen sollte.

 

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1. Einen Titel wählen, der Interesse weckt

Die Stärken des Bewerbers, die hier unter dem Titel angeführt sind, scheinen auf den ersten Blick zwar interessant, sind allerdings zu allgemein und uneindeutig, als dass er einen Personalverantwortlichen überzeugen könnte. Dieser hat nämlich sehr konkrete Vorstellungen von dem Bewerber, den er für den Posten will.

Daran sollte man also die Kernaussagen anpassen und einen Titel wählen, der das Interesse der Personalverantwortlichen unmittelbar weckt.

Personaler lesen immer auch zwischen den Zeilen. Begriffe wie "ITIL" (Information Technology Infrastructure Library) und "MCO" (Maintien en condition opérationnelle) helfen, den Bewerber einzuordnen.

Gleichzeitig wird die integrative Seite, die der Bewerber als DSI (Directeur des systèmes d'information) erworben hat, nicht im Titel aufgeführt, was den Eindruck erweckt, dass er lieber in eine reine Produktionsfunktion zurück möchte.

2. Die aktuelle Position klar und deutlich machen

Wo genau arbeitet der Bewerber aktuell und bis wann? Handelt es sich um einen unbefristeten Vertrag? Die derzeitige Arbeitsstelle erscheint etwas rätselhaft, das betrifft sowohl die Unklarheit über den Aufgabenbereich als auch das Fehlen jeglicher Information über den Arbeitgeber. Natürlich steht es jedem frei, ob man seinen Arbeitgeber nennen möchte oder nicht. Es ist allerdings erforderlich, zumindest das Land und die Stadt, wo man arbeitet, anzugeben.

Daneben ist die Arbeitsstelle vor der aktuellen Position deutlich stärker hervorgehoben. Das weckt Zweifel, was die augenblickliche Motivation in seinem aktuellen Job angeht.

Die jüngste Station sollte daher deutlich ausgebaut werden, die Erfolge und Erfahrungen sollten klarer herausgearbeitet werden. Wenn es sich allerdings nur um eine Zwischenstation handelte, so sollte dies unterstrichen werden, der Übergangscharakter sollte stärker betont werden. Auch die Gründe dafür, warum der Job davor beendet wurde, sollten erscheinen.

3. Die eigenen Erfolge schätzen

Formeln wie die folgenden sind meist nicht sonderlich zweckdienlich: "Technischer Manager für Infrastruktur und Produktion, national und global, für SAP, Telekommunikationsnetze und Sicherheit, via die IT-Abteilung (6 Mitarbeiter vor Ort, insgesamt 60)".

Die Ergebnisse müssen sichtbarer für die Personaler herausgestellt werden und die Eigenschaften und Stärken, die einen von den Mitbewerbern abheben, unterstrichen werden. Eine Anzahl von Mitarbeitern zu nennen, ist da ein zweischneidiges Schwert: Selbst, wenn man es hier mit einer quantifizierbaren Größe zu tun hat, kann es dazu führen, dass sich der Personaler fragt, warum man die Aufgaben nicht mit einem schlankeren, kleineren Team bewältigt hat, was vielleicht produktiver gewesen wäre. Man sollte also mindestens angeben, dass das Team an die Anforderungen angepasst worden ist.

Daher ist es besser, Punkte hervorzuheben, die weniger Anlass zu unbequemen Fragen geben. Welche Aufgaben lagen konkret im Verantwortungsbereich des Bewerbers? Was hat er für sein Unternehmen geleistet und dank welcher Qualifikationen? Was hat er verbessert?

Etwas allgemeiner: Wenn konkrete Erfolge und Ergebnisse zur Position im Lebenslauf fehlen, dann wird das einem Personaler nicht dabei helfen, den passenden Kandidaten für eine konkrete Stelle zu finden.

4. Bildung und Hobbys: Gut trennen

Vorsicht beim Abschnitt "Ausbildung/Bildung". Bei Sprachen zu schreiben "Englisch als Arbeitssprache" kann kontraproduktiv sein oder muss zumindest präzisiert werden. Schaut man sich diesen vorliegenden Lebenslauf an, so scheint es ab 2005 keinerlei internationale Erfahrung gegeben zu haben. Diese Unstimmigkeiten werden dann ein schlechtes Licht auf den Rest der beruflichen Laufbahn.

Auch die Erwähnung von ITIL, die einzig im Titel auftaucht, sollte genauer erklärt werden. Wann hat der Bewerber die Ausbildung gemacht und das Zeugnis erhalten? Solche Ungenauigkeiten verunsichern Personaler, weil sie nicht wissen, wie sie die Kompetenzen genau einschätzen sollen. Außerdem sieht es so aus, als nutze der Bewerber eher wahllos einzelne Schlüsselbegriffe, ohne die dazugehörigen Kompetenzen wirklich entwickelt zu haben.

Was Hobbys angeht: Vorsicht bei zeitaufwendigen oder kraftraubenden Aktivitäten. Disziplinen wie Marathonlaufen können bei einem potenziellen Arbeitgeber dazu führen, dass er fürchtet, solche Tätigkeiten wirken sich negativ auf den Beruf aus, etwa dadurch, dass er müde ist oder immer wieder freie Tage beansprucht, um sein Hobby auszuüben.

5. Moderne Gestaltung

Was schließlich die Form und das Aussehen angeht, so mangelt es dem Lebenslauf an einem zeitgemäßen Erscheinungsbild. So sollte beispielsweise der Rahmen um den Titel, der das Ganze eher ein wenig wie eine Traueranzeige aussehen lässt, entfernt werden. Dann sind die Aufzählungszeichen eine gute aber falsche Idee. Der Bewerber hat die Zeichen aus Word 2007 benutzt, die jeder Personaler gut kennt. Einfach auf das Inventar eines älteren Schreibprogramms zurückzugreifen korrespondiert nicht sehr mit den Ambitionen.

Die Darstellung der Berufserfahrungen sollte vereinfacht werden, indem der Inhalt stärker betont wird. Die Positionen sollten stärker herausgehoben werden, als die Arbeitgeber, denn immerhin verkauft man sich als Person, nicht das Unternehmen, bei dem man gearbeitet hat.

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