Papo: Kreativität, Qualität und Liebe zum Detail

ParisBerlin PapoSeit 1983 zieht das Familienunternehmen Papo Kinder zwischen drei und acht Jahren in seinen Bann und eröffnet grenzenlose Spielwelten mit Sagen- und Märchenfiguren, Wildtieren und Dinosauriern. Christian Laporte, Geschäftsführer von Papo, erklärt was hinter den Spiel- und Sammelfiguren steckt und wie die handbemalten Figuren den Kindern in Deutschland gefallen.


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Herr Laporte, seit wann sind Sie für Papo tätig und wie würden Sie einen typischen Tag im Unternehmen beschreiben?

Ich habe das Abenteuer Papo 1994 entdeckt. Seitdem gibt es keinen Tag, der dem anderen gleicht - das ist das Gute an diesem Beruf. Mir obliegt zusammen mit Martine Schwoerer die Geschäftsleitung, gleichzeitig agiere ich als Marketingleiter und Designer der Figuren. Da werden Sie sicher verstehen, dass jeder Tag sehr unterschiedlich und abwechslungsreich ist, aber eben auch sehr voll. Wir stellen jedes Jahr fast 100 Neuheiten auf der Nürnberger Spielwarenmesse vor.

Was bedeutet der Name "Papo"?

"Papo" beinhaltet den Gegensatz zweier französischer Wörter, die aus der Zeit kommen, in der das Unternehmen noch in der Papierbranche aktiv war. Wir beschlossen, diesen Namen beizubehalten, da er mit unseren Produkten harmoniert. Er klingt spielerisch und lässt sich auch für Kinder leicht aussprechen, da er dem Wort „Papa" ähnelt.

Welche Position nimmt Papo in Frankreich ein?

Wir sind in Frankreich Marktführer im Segment „Spiel- und Sammelfiguren". Dies liegt zum Großteil an der Geschichte von Papo Frankreich. Papo wurde zudem zum Vorläufer einiger Produktlinien und profitiert heute von einer reichen Erfahrung und einschlägigem Know-how.

Wie wichtig ist der deutsche Markt für die Entwicklung des Unternehmens?

Der deutsche Markt ist im Kommen und wichtig für den Absatz unserer Produkte. Unsere Figuren werden von den Deutschen gut angenommen, da sie qualitativ hochwertig und detailgetreu verarbeitet sind. Der deutsche Markt ist im Übrigen schnell zum zweitgrößten Markt Europas für Papo geworden.

Wie ist Sie die Zusammenarbeit mit Papo Deutschland?

Papo Deutschland ist eine Filiale der Papo SAS. Das heißt: Die Zusammenarbeit kann nur hervorragend sein. Der zentrale Sitz in Frankfurt erlaubt eine größere Nähe zu den deutschen Kunden und deckt spezifische Bedürfnisse wie Marketing und Merchandising ab. Darüber hinaus arbeitet Papo Deutschland im Sinne von Papo Frankreich, d.h. immer auf langfristige geschäftliche Beziehungen ausgerichtet und fokussiert auf den Fachhandel.

Welche Serie ist die beliebteste in Frankreich, welche in Deutschland?

Unserer Ansicht nach ist der deutsche Markt dem französischen sehr ähnlich, was die Ansprüche der Verbraucher angeht. Sie schätzen an unseren Tierfiguren den hohen Grad an Realismus, an unseren Charakterfiguren deren Kreativität und interaktive Gimmicks wie einen aufklappbaren Helm. Besonders beliebt sind in beiden Ländern die Wildtiere, Dinosaurier, die Fantasy- Figuren wie die Mutanten (Löwenmensch, Tigermensch...) und bei den kleinen Mädchen die Elfen und Prinzessinnen aus der Welt der „Sagen und Märchen".

Gibt es Ihrer Meinung nach Unterschiede in der Mentalität?

Ein Kind bleibt ein Kind - es scheint uns keinen nennenswerten Unterschied im Verhalten und in den Erwartungen eines deutschen und eines französischen Kindes zu geben. Sie spielen gerne und lernen dabei. Papo-Figuren sind pädagogisch wertvoll und fördern nicht nur Kreativität und Fantasie, sondern auch die soziale Kompetenz im gemeinsamen Rollenspiel. Die Unterschiede in der Mentalität sind erst beim Heranwachsen erkennbar, aber ich denke, gerade das machen Charme und Vielfältigkeit unseres Europas aus.

Das Interview führte Miriam Blattert