Muster eines französischen Lebenslaufes für einen Produktmanager: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung im Marketing

Muster eines französischen Lebenslaufs für einen ProduktmanagerBewerbungen können in Frankreich je nach Branche unterschiedlich aussehen. Im Folgenden schauen wir uns den französischen Lebenslauf einer Marketingleiterin an und analysieren, wie man ihn verbessern kann. Dazu geben wir im Folgenden 5 nützliche Tipps.

 

 

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Erster Eindruck: Der Lebenslauf ist etwas verwirrend, da sich die letzten drei Missionen ziemlich ähneln. Besser wäre es, die verschiedenen Erfahrungen und Ergebnisse stärker gewichten.

1. An einen glaubwürdigen Blickfang denken

Die Bewerberin hat, wahrscheinlich um besonders auf ihre Stärken einzugehen, oben im Lebenslauf die Kategorie „Compétences et qualités" eingefügt. Auf diese Weise erreicht sie genau das Gegenteil: Indem sie sie isoliert darstellt, werden sie abgeschwächt. Der Personalverantwortliche sieht hier Kompetenzen, die er nicht einordnen kann, da sie ohne Kontext dargestellt werden. So ist hier beispielsweise der Begriff „Négociation" (Verhandlung) alleinstehend vollkommen ohne Bedeutung.

Es empfiehlt sich also die Kompetenzen im Lebenslauf zu verteilen, indem man sie an bestimmte Berufserfahrungen koppelt. Damit werden sie konkreter für den Arbeitgeber, der so sehen kann, wann und wo die Bewerberin diese Fähigkeiten erworben und angewendet hat.

Es wäre zu empfehlen, als ersten Blickfang einen kurzen Überblick über den beruflichen Werdegang zu schaffen, ergänzt mit einem klaren und deutlichen Titel.

Wenn man eine Position als Marketingleiter sucht, dann sollte man es auch so schreiben. So kann man schon gleich zu Beginn ein ehrgeiziges Karriereziel formulieren.

Zusätzlich wirkt die Bewerberin durch die ungenaue Ausführung der drei letzten Positionen eher wie eine „Einkäuferin", denn wie eine „Marketingleiterin".

2. Den Lebenslauf durch strategische Elemente ergänzen

Gleiche Rolle, gleiche Funktion, gleiche Branche - die drei letzten Erfahrungen der Bewerberin ähneln sich sehr. Das ist ein Problem, denn der Lebenslauf wirkt damit etwas platt: Er geht zwar auf die Aufgaben ein, aber nur wenig auf die Erfolge. Der Platz, der für die drei letzten Positionen eingeräumt wurde, ist in etwa identisch und der systematische Einsatz der Aufzählungszeichen wirkt etwas wie ein 'Inhaltsverzeichnis'.

Insgesamt macht der CV ein bisschen den Eindruck, als wäre die Kandidatin in letzter Zeit beruflich sehr an ihre Grenzen gestoßen.

Um dem entgegenzuwirken, sollte im vorliegenden CV viel mehr auf die strategische Dimension eingegangen werden, denn im Moment beschränkt sich die Berufserfahrung hauptsächlich auf technische Aspekte der Missionen.

Warum nicht noch mehr auf das Budget, die Methoden der Behandlung von Streitsachen, Ergebnisse von Marktforschungen oder die Natur der betreuten Projekte eingehen?

Aktuell beschreibt der Lebenslauf nur den Beruf und die Aufgaben, die der Bewerberin anvertraut worden sind. Sie präsentiert sich so als bloßer Ausführer, der es an einer „Vision" mangelt.

3. Auf konkrete Ergebnisse eingehen

Ein Personaler muss sich die Frage stellen, was ein Bewerber dem Unternehmen bringen könnte. Was hat er in seinen bisherigen Tätigkeiten verbessert, verändert, angestoßen? Um es genauer auszudrücken: Was ist sein Mehrwert?

Dem vorliegenden Lebenslauf mangelt es in dieser Hinsicht an spezifischen Ergebnissen. Auch wenn es für einen Einkäufer positiv und logisch ist, Ausschreibungen angeleitet zu haben, wie es durch die Formulierungen den Anschein macht „Pilotage des appels d'offres internationaux (France, Espagne, Pologne), négociationes tarifaires, organisation des panels", ist es dennoch notwendig, diese Ergebnisse zu bewerten und konkreter darauf einzugehen, um sich von anderen Kandidaten abzuheben.

Wie wurden die Ausschreibungen verwaltet? Haben sie zu einem Ergebnis geführt? Welche Vorteile wurden erreicht?

Dem vorliegenden CV mangelt es sehr an solchen Details, die allerdings einen Personalverantwortlichen dazu bringen könnten, die Bewerbung einer anderen vorzuziehen.

4. Reisen nur erwähnen, wenn sie relevant sind!

Es ist üblich, dass Bewerber in ihrem Lebenslauf Auslandsaufenthalte erwähnen. Warum auch nicht? Allerdings ist hier die Erwähnung verschiedener Reisen innerhalb Europas und nach Nordamerika nicht so sinnvoll, weil sich dadurch kein konkreter Nutzen für den Arbeitgeber ableiten lässt.

Die Bewerberin erwähnt in ihrem Lebenslauf mehrfach, dass sie mit Lieferanten in Asien zu tun hatte, aber diese Länder finden sich überhaupt nicht unter ihren Reisezielen.

Auch wenn die Idee gut ist, ist es dann doch eher vorzuziehen, über Hobbys zu sprechen, die für den Posten, den man anstrebt interessant sein können. Jede weitere für die Bewerbung überflüssige Information kann da eher kontraproduktiv sein.

5. Den CV auf eine Seite beschränken oder gleich auf zwei ausweiten

Warum ist der Lebenslauf anderthalb Seiten lang? Wenn es nicht verlangt ist, ist diese Länge eher unvorteilhaft, da für Positionen im Marketing oder in kaufmännischen Berufen das Erscheinungsbild sehr viel zählt.

In diesem Zustand kann der vorliegende Lebenslauf den Eindruck erwecken, dass die Bewerberin nicht viel Wert auf die Form gelegt hat. Sie sollte daher versuchen, alle Informationen auf einer Seite unterzubringen, oder eben gleich auf zwei ganzen Seiten und dabei manche Punkte eventuell stärker ausbauen. Außerdem kann der Einsatz der schwarzen Rahmen den Lebenslauf wie ein Nachruf wirken lassen. Die Verwendung von blauer Schrift wiederum wirkt auch etwas altmodisch, Bewerber in den 1990er Jahren haben das gerne gemacht, um damit ihre Vision und ihre Fähigkeit vorausschauend zu denken zu demonstrieren.

Am Ende noch eine kleine Sache: Bestimmte Informationen, wie das Alter oder die Sprachkenntnisse können besser im zweiten Teil des CVs aufgeführt werden.

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