Lebenslauf im Vertriebsbereich: 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung in Frankreich

Lebenslauf im Vertriebsbereich in FrankreichWenn Sie sich in Frankreich für eine Position im Vertrieb bewerben möchten, dann sollten Sie bei der Erstellung Ihres Lebenslaufes ein paar Dinge beachten, damit Ihrer Bewerbung von den Personalern Beachtung geschenkt wird. Die wichtigsten Punkte haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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1. Gestalten Sie Ihren Lebenslauf möglichst schlicht

Manche Lebensläufe machen einen recht chaotischen Eindruck. Häufig liegt das an Dingen wie zu vielen Aufzählungszeichen, einem Gemisch verschiedenster Schrifttypen, altmodischen Formulierungen oder dem übertriebenen Einsatz von Kästchen und Linien, wie es in den Neunzigerjahren Mode war.

Mit solch einem Lebenslauf schrecken Sie eher ab, als dass Sie Professionalität ausstrahlen. Vielmehr könnte so der Eindruck entstehen, Sie legten keinen großen Wert auf die Art und Weise, wie Sie Dinge präsentieren. Der Personaler könnte so auch Zweifel an Ihrer Anpassungsbereitschaft bekommen.

Sie sollten sich also um ein moderneres und schlichteres Erscheinungsbild bemühen. Wie es geht, können Sie u.a. hier nachlesen: Tipps zur Gestaltung Ihres Lebenslaufes und Bewerbungsschreibens auf Französisch

2. Unordnung vermeiden und Informationen sinnvoll strukturieren

Ein wichtiges Element in Ihrem Lebenslauf ist der Abschnitt Berufserfahrung und die darunter fallenden Punkte. Dabei sind Aufzählungszeichen sehr wichtig, um die verschiedenen Punkte in eine Struktur zu bringen und die wichtigeren Stationen von den weniger wichtigen in Ihrer Berufslaufbahn zu unterscheiden und so zu hierarchisieren. So wird dem Leser schnell das Wichtige deutlich.

Wenn Sie allerdings jeden einzelnen Satz nummerieren, dann sorgen Sie damit eher für Unordnung.

Beispiel: "Führen von geschäftlichen Verhandlungen" sollte sich selbstredend nicht auf derselben Höhe befinden wie eine strategisch bedeutendere Aufgabe, etwa das "Konzeptionieren der Tarifpolitik". Ihre wichtigsten Punkte gehen sonst zwischen all den unwichtigeren unter.

Helfen Sie also dem Personaler, indem Sie zuerst die wichtigen, die "starken" Punkte aufzählen und die Sie als Kandidaten ganz besonders herausheben.

3. Auch kleine Erfolge nennen

Ihr Lebenslauf sollte Ihre Erfolge darstellen und damit auch die Methoden, mittels derer Sie diese erreicht haben.

Erfolge zu präsentieren, ohne zu beschreiben, wie man diese erreicht hat, ist schade.

Ein Beispiel: Nettoverkaufsumsatz im Key Account Management +30% in 6 Jahren, heißt: 70% des gesamten Umsatzes der Frankreichfiliale (64 Mio. Euro).

Dies ist zum einen nicht sehr deutlich (geht es um die ersten sechs Jahre, oder die letzten sechs Jahre dieses Zeitraums von 13 Jahren?), zum anderen zeigt Ihr Lebenslauf so nicht, wie Sie diese Ergebnisse erzielt haben, dies sind nur abstrakte Zahlen, aus denen man nicht viel ableiten kann.

Der Personaler will aber wissen, ob Ihre Methoden auch zur Unternehmenskultur passen. Und wenn ihm unklar ist, auf welchen Wegen Sie Ihre Ziele erreichen, könnte das das Aus für Ihre Bewerbung sein. Dies gilt besonders, wenn Sie sich in einem deutlich größeren, aber auch in einem deutlich kleineren Unternehmen bewerben, oder wenn die neue Gesellschaft eine sehr dominante und starke Unternehmenskultur pflegt.

4. Machen Sie Ihre Berufsziele eindeutig klar

Oben auf Ihrem Lebenslauf sollten Sie unter dem Punkt "Résumé de carrière" Ihre beruflichen Ziele kurz und genau beschreiben. Denn eines der ersten Dinge, die einem Personaler ins Auge springen, ist die Vielfalt der Erfahrungen, Fähigkeiten und Spezialitäten, die oben im Lebenslauf angegeben sind.

Es erlaubt ihm, einen Gesamteindruck über Ihren beruflichen Werdegang zu erhalten und einzuschätzen, ob Ihr Profil den Anforderungen der zu besetzenden Stelle entspricht. Die kurze Zusammenfassung gibt den Tonfall Ihres Lebenslaufes vor und ermöglicht es Ihnen, Ihre Ziele genau abzustecken.

5. Kürzen Sie lange Zeitabschnitte auch mal ab

Wenn Sie lange Zeit, etwa zwischen 2001 und 2013, auf demselben Posten gearbeitet haben, kann das den Eindruck von Stagnation erwecken. Eine solch lange Berufsstrecke auf ein und derselben Stelle ohne jegliche Entwicklung sieht vielfach wie ein Scheitern, ein Versagen oder ein Aufgeben aus. Personaler könnten so glauben, dem Bewerber mangele es an Anpassungsfähigkeit, am Willen, sich zu verändern und voranzukommen.

Dabei ist es wichtig, den Personaler genau davon zu überzeugen, dass man den Willen hat und motiviert ist, sich weiterzuentwickeln.

So könnten Sie beispielsweise bestimmte herausstechende Ereignisse in Ihren Beruf nehmen und besonders betonen, etwa eine Firmenfusion, eine kritische Phase im Unternehmen, hierarchische Veränderungen und so fort.

Dagegen ist es relativ unerheblich, ob Sie 1980 am Firmenbudget mitgearbeitet haben. Denn das liegt nun schon 30 Jahre zurück, daher sollte man diesen Punkt zwar erwähnen, aber ohne große Betonung, denn er läuft unter "Geschichte".

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