10 Tipps wie man sich in einem Vorstellungsgespräch in Frankreich nicht verhalten sollte

10 Tipps Vorstellungsgespräch verhaltenBei einem Vorstellungsgespräch werden bekanntermaßen nicht nur Inhalte genau unter die Lupe genommen. Ähnlich wie bei einem guten Essen neben dem Geschmack auch die Art und Weise wie etwas präsentiert wird zählt. Französische Personalvermittler schauen daher auch ganz genau auf Ihr Verhalten im Gespräch. Einige Verhaltensweisen sind dabei gar nicht gern gesehen, wobei diese nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland Negativpunkte einbringen können. Daher hier ein paar Tipps, welche 10 Verhaltensweisen man auf jeden Fall in einem Vorstellungsgespräch vermeiden sollte.

Hier noch eine kleine Prise Humor des deutschen Komikers Michael Knigge: 10 Dinge, die Sie nicht tun sollten wenn Sie ein Bewerbungsgespräch haben.

1. Ein allzu weicher Händedruck

Der erste Kontakt zwischen Bewerber und potentiellem Arbeitgeber ist in der Regel der Händedruck zur Begrüßung. Dieser kann bereits ausschlaggebend für den Ton des Gesprächs sein, da er schon ein erstes Anzeichen für Ihre Persönlichkeit darstellt und zeigen kann, ob Sie schüchtern, selbstsicher oder arrogant sind. Der ideale Händedruck ist offenherzig ohne zu sehr betont zu sein. Achten Sie darauf, keine klebrigen oder nassen Hände zu haben, das könnte einen unangenehmen Eindruck hinterlassen...

2. Verschränkte Arme

Ein Bewerber, der mit verschränkten Armen auf dem Stuhl sitzt, ist in der Defensive. Das ist ein Zeichen von Rückzug oder Schutz. Er ist nicht offen für die Diskussion und verhindert somit ein erfolgreiches Gespräch, bevor dieses überhaupt begonnen hat.

3. Die Hand vor dem Mund

Jeder Personalvermittler wird innerlich die Augen verdrehen, wenn Sie mit den Händen an den Lippen oder vor dem Mund reden. Diese Geste deutet auf Widersprüche hin: Entweder der Bewerber lügt oder will zumindest die Wahrheit verbergen.

4. Ausweichende oder zu durchdringende Blicke

Jeder Personalverantwortliche wird Ihnen bestätigen, dass es nichts Schlimmeres gibt, als ein Bewerber, der Blicken nicht standhalten kann. Schließlich haben Sie keinen Termin mit dem Fenster oder Ihren Schuhen. Das Auf-den-Boden-blicken kann Ihr Gegenüber kränken und zeugt außerdem von großer Schüchternheit.
Im Gegensatz dazu ist aber auch ein allzu durchdringender Blick auch nicht gerne gesehen, da dieser eine allzu große Selbstsicherheit ausdrückt und das Kräfteverhältnis umzudrehen droht, was dem Personalvermittler sicher nicht recht sein wird.

5. Stirnrunzeln

Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Stirn runzeln, denn das sagt aus, dass Sie nicht damit einverstanden sind, was Ihr Gesprächspartner sagt und dass Sie seine Aussagen kritisch beäugen. Das mag in manchen Fällen zwar gern gesehen sein, wenn man aber wiederholt die Stirn runzelt, könnte es die Personalchefs kränken oder verärgern.

6. Die Ellenbogen auf dem Tisch

Während eines Vorstellungsgesprächs ist dem Bewerber lediglich der Stuhl, auf dem er sitzt, zugedacht.
Wenn ein Bewerber es sich sozusagen auf dem Schreibtisch des Personalchefs bequem macht und die Ellenbogen auf den Tisch legt, wird das sicher nicht zu Ihrem Vorteil interpretiert, da diese Geste aussagt, dass Sie ein einnehmendes Wesen haben und etwas zu selbstsicher sind.

7. Mit dem Handy telefonieren

In jedem Fall müssen Sie Ihr Handy vor dem Gespräch ausschalten. Ansonsten entstehen große Zweifel daran, dass Sie zu 100% auf das Gespräch und Ihr Gegenüber eingestellt sind. Während des Gesprächs ans Handy zu gehen wird als Affront gewertet und Ihnen somit sicher nicht verziehen werden.

8. Kaugummi kauen

Ebenso wenig wird man Ihnen das Kaugummikauen verzeihen, da hiermit allgemein gültige Verhaltensregeln verletzt werden. Das Kauen von Kaugummis wie auch das Essen im Allgemeinen während eines Gesprächs wird als respektlos aufgefasst und kann den guten Eindruck eines Bewerbers schnell zunichtemachen. Für einige Personalverantwortliche ist das ein sofortiger Absagegrund.

9. Haltung

Die Art und Weise wie man sitzt, ist das vielleicht eindeutigste Zeichen über die Einstellung des Bewerbers. Natürlich gibt es hunderttausend verschiedene Sitzpositionen, aber nicht alle sind für ein Vorstellungsgespräch angebracht.

Hier einige Beispiele:

  • Gerade sitzen, auf der gesamten Stuhlfläche sitzen, nicht die Beine überschlagen, die Hände auf die Oberschenkel legen, dem Gesprächspartner gerade gegenüber sitzen.
  • Vermeiden Sie es, zusammengesunken, schräg oder schlaff auf dem Stuhl "rumzulümmeln", oder ganz vorne auf der Stuhlkante zu sitzen, denn all diese Haltung zeugen von Gleichgültigkeit und Desinteresse.

10. Gesten, die Angst verraten

Zu guter Letzt sollten Sie aufpassen, alle Gesten, die Angst und Nervosität verraten, zu vermeiden, selbst wenn jeder weiß, dass ein Vorstellungsgespräch eine Stresssituation ist. Seien Sie sich selbst darüber im Klaren, welche Gesten Ihre Angst ausdrücken, denn wenn Sie sich dessen bewusst sind, ist es leichter diese Verhaltensweisen zu vermeiden.

Einige solcher Gesten sind:

Nicht wissen, wohin mit seinen Händen, sich auf die Lippen beißen, mit einem Stift spielen, auf den Tisch tippen, mit dem Fuß wippen, sich kratzen, sich über die Haare oder die Oberschenkel streichen, auf etwas beißen.

Keine Panik!

Auch wenn Sie unsere Tipps beachten sollten, brauchen Sie sich keine Gedanken machen, wenn Sie doch einmal die Beine übereinandergeschlagen haben oder die Stirn runzeln. Auch Personalchefs sind nicht alle gleich und abgesehen von dem Kaugummikauen und dem Klingeln des Handys sind die anderen Dinge nicht zwingend ein Auswahlkriterium, sondern werden eher als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit gewertet. In diesem Sinne: Viel Erfolg für Ihre Vorstellungsgespräche!